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Dünung

aus AufEinWort, der freien Forschung

Dünung f. ‘Seegang nach Sturm’

  • wird in der 1. Hälfte des 19. Jhs. aus dem Nd. ins Hd. übernommen.
  • Nd. Düning, Dünung ‘Wellen gegen die Windrichtung’
    • ist Ableitung von nd. dūnen ‘schwellen’, sik ūtdūnen‘sich ausdehnen’,
    • mnd. dōnen ‘schwellen, strotzen, aufgeschwollen sein’,
    • vgl. auch mnd. dūn(e) ‘aufgeschwollen, dick, betrunken’
    • sowie nl. (älter) duyninghe.
  • Alle Formen stellen sich
    • mit lit. tviñkti ‘anschwellen’ (vom Wasser) als n-Bildungen
    • zur Wurzel ie. *tē̌u-, *teu̯ə-, *tū̌- ‘schwellen’
    • und sind verwandt mit Daumen.
  • Davon zu trennen ist bereits im 18. Jh. im Hd. belegtes gleichbed. Deining,
    • Übernahme von nl. deining (zu nl. deinen ‘leise auf und nieder wogen, schaukeln, wiegen’)
    • und Die(h)nung, das wohl fries. Ursprungs ist (vgl. ostfries. dinen ‘sich dehnen, strecken, spannen, ausdehnen, schwellen’).
    • Auch für die nl. Form vermutet de Vries Nl. 109 fries. Ursprung.
  • Letztlich zu der unter dehnen angegebenen Wurzel?