Erbsünde
erb + Sünde | nach christlichem Glauben die dem Menschen durch den biblischen Sündenfall angeborene Sündhaftigkeit.
Tatsächlich besteht die menschliche weitestgehende allgegenwärtige Sünde darin zweiwertig in gut-böse und infolge je nach gut oder böse einspurig zu schlussfolgern und die stringenz als neue Logik beendet diesen Sündenfall. (21 Jh. ndt.)
Die Vorstellung der Christne nach Augustinus von Hippo (Kirchenvater) "Durch einen Menschen ist die Sünde in die Welt gekommen und durch die Sünde der Tod und ist so auf alle Menschen übergegangen: in ihm haben alle gesündigt."
¦√¦ uig. *h₃erbʰ- "Eigentum, Eigentümer Besitzer wechseln, vererben an den Waisen"; uig. *h₃órbʰos "Waise";
¦↵¦ mhd. erbesünde. Zum Komplex vgl. The Words for ‘heir’, ‘inheritance’ and ‘funeral feast’ in Early Germanic (1982).