Formul
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Form-ul lat.-deu. Nwf. z. Formel
- Formel f. ‘feststehende Redewendung, Floskel, kurze Begriffserklärung’.
- Lat. fōrmula ‘Norm, Maßstab, Gesetz, bestimmte Fassung’,
- Deminutivum zu lat. fōrma , daher eigentlich ‘kleine Gestalt’ (s. Form),
- wird im 16. Jh. als Ausdruck des römischen Rechts in die dt. Rechtssprache aufgenommen
- zur Bezeichnung feststehender, sich wiederholender verbaler Wendungen in juristischen Verfahren
- (vgl. Eidesformel, Schwurformel, Strafformel).
- zur Bezeichnung feststehender, sich wiederholender verbaler Wendungen in juristischen Verfahren
- wird im 16. Jh. als Ausdruck des römischen Rechts in die dt. Rechtssprache aufgenommen
- Deminutivum zu lat. fōrma , daher eigentlich ‘kleine Gestalt’ (s. Form),
- Die älteste Form lautet Formul (so gelegentlich noch im 18. Jh.).
- Im 18. Jh. wird Formel ein —Trmns der Naturwissenschaften
- und gilt für aneinandergereihte chemische Zeichen,
- für eine mathematische Buchstabengleichung,
- schließlich für eine Zeichenreihe überhaupt.
Formel (von lateinisch formula ‚Regel‘) steht für:
- Formel, Folge von Symbolen in Mathematik und Naturwissenschaften
- regulierte Motorsportklasse, siehe Formelsport
- Formel, Phrase (Begriff aus zwei oder mehr Wörtern) in der Sprachwissenschaft, siehe Phraseologismus
- Beschwörungsformel, siehe auch Zauberspruch
- Rechtsformel im mittelalterlichen Rechtswesen
- Herstellungsformel des Medailleurs, siehe Münz- und Medaillensignatur
- Faulenbach-Formel, ein geschichtsdidaktisches Prinzip zur Bewertung der deutschen Zeitgeschichte
Siehe auch:
- Liste aller angelegten Artikel, deren Titel mit Formel beginnt
- Liste aller angelegten Artikel, deren Titel Formel enthält
Formel
[✎]

In vielen Wissenschaften ist die Formel eine prägnante Art, Informationen symbolisch auszudrücken. Eine Formel ist eine Folge von Buchstaben, Zahlen, Formelzeichen, Symbolen oder Worten zur verkürzten Bezeichnung eines zum Beispiel mathematischen, physikalischen oder chemischen Sachverhalts oder Zusammenhangs.[1]
Bei der Verwendung von Formeln wird vorausgesetzt, dass sich die sie verwendende Fachgruppe vorab über die Bedeutung der einzelnen Formelelemente und über die richtige Grammatik verständigt hat.
Formeln in der Mathematik
[✎]Eine Formel in der Mathematik stellt einen Zusammenhang zwischen mathematischen Objekten dar. Sie ist gegenüber der Textform kürzer und oft präziser und steht für eine Gesetzmäßigkeit, Regel, Vorschrift oder Definition. Der Zusammenhang zwischen den Größen wird durch ihre Formelzeichen, Zahlen, Variablen und mathematische Symbole dargestellt, zum Beispiel durch Gleichheitszeichen, Pluszeichen, Integralzeichen oder Klammern. Auch die grafische Anordnung kann eine Rechenvorschrift enthalten, zum Beispiel für die Potenzierung.
Der Begriff „Formel“ wird in der Mathematik teilweise als umgangssprachlich angesehen, weil er lediglich umschreibend für den eigentlich gemeinten (Lehr-)Satz verwendet wird. Durch diesen präziseren Begriff wird eine fachsprachliche Abgrenzung erreicht.
Beispiele für Formeln in der Mathematik sind:
- p-q-Formel zum Bestimmen der Nullstellen einer quadratischen Gleichung:
- Eulersche Identität:
- Gaußsche Summenformel:
Normierung
[✎]Normiert ist die Schreibweise von Formeln aller Bereiche der Naturwissenschaften und der Technik in der internationalen Norm ISO/IEC 80000 Größen und Einheiten, die in 14 Teilnormen die formalen Regeln für verschiedene physikalische Größen festlegt. Einschlägige DIN-Normen sind etwa DIN 1301 Einheiten, DIN 1302 Allgemeine mathematische Zeichen und Begriffe, DIN 1304 Formelzeichen und DIN 1338 Formelschreibweise und Formelsatz.
Beispiele
[✎]- Chemische Formel
- Empirische Formel; siehe auch Gleichung
- Logische Formel
Literatur
[✎]- Thomas Schaller: Die berühmtesten Formeln der Welt, Ecowin Verlag, Salzburg 2007, ISBN 978-3-902404-49-7.
- Albert J. Urban: Formeln und Tabellen – Das Wichtigste aus Mathematik, Informatik, Physik, Technik, Chemie und Biologie, area verlag gmbh, Erftstadt 2005, ISBN 3-89996-412-8.
Weblinks
[✎]Einzelnachweise
[✎]- ↑ H.-D. Ebbinghaus & J. Flum & Wolfgang Thomas: Mathematical Logic. 2. Auflage. Springer, 1996, ISBN 978-0-387-94258-2, S. 7.