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GDSG/Einwanderung/18

aus AufEinWort, der freien Forschung

▷Tacitus ist zweifelhaft, ob die in seiner Germania den Schluß bildenden Peucini, Veneti und Fenni germanische oder slavische Völker seien; wir sehn ihn hier wirklich auf der Scheide zwischen Deutschen, Slaven und Finnen angelangt. Doch Peucini als Bastarnae sind ihm der Sprache nach mit Recht Deutsche: nur die Unreinheit ihrer Ehen scheint ihm undeutsch und sarmatisch. Die räuberischen Veneti in den Waldgebirgen zwischen Finnen und Peucinen hält er deshalb für Germanen, weil sie schon in Häusern wohnen, nicht auf Wagen wie die Sarmaten. Wenden und Serben, die wir für das nehmliche Volk erkennen, weichen ihm im Stamm von einander ab; doch die Verbrüderung der Sarmaten und Daken um diese Zeit unter Decebalus läßt beide ungefähr auf gleiche Stufe der Bildung setzen und den Nomadenstand der Sarmaten mag Tacitus übertreiben.

◀Tacitus ist zweifelhaft, ob die in seiner Germania den schlusz bildenden Peucini, Veneti und Fenni germanische oder slavische völker seien; wir sehn ihn hier wirklich auf der scheide zwischen Deutschen, Slaven und Finnen angelangt. doch Peucini als Bastarnae sind ihm der sprache nach mit recht Deutsche: nur die unreinheit ihrer ehen scheint ihm undeutsch und sarmatisch. die räuberischen Veneti in den waldgebirgen zwischen Finnen und Peucinen hält er deshalb für Germanen, weil sie schon in häusern wohnen, nicht auf wagen wie die Sarmaten. Wenden und Serben, die wir für das nemliche volk erkennen, weichen ihm im stamm von einander ab; doch die verbrüderung der Sarmaten und Daken um diese zeit unter Decebalus läszt beide ungefähr auf gleiche stufe der bildung setzen und den nomadenstand der Sarmaten mag Tacitus übertreiben.▷