GULR/Einleitung/11/7
Erscheinungsbild
Die Endung us – is, um gehört nicht zum Stamm, und scheint grösstentheils erst angehängt zu sein. Doch hatte des Ulphilas Gothisches auch die Endung us, und Herodot 1, 1, sagt, dass der Perser Wörter sich auf us endigten. Dass das Schluss s nicht stark gehört worden sei, sieht man daraus, dass es von Dichtern oft weggelassen wird. Es enden daher viel Wörter auf s, die bei uns eine andere Endung haben; so (q) Vis, Wer? – valid-us, walt-ig, (q)Valis welch-er? gleichsam valj – talis – talj – solch-er. Schwed. tolik. Aus lenit-as, sanit-udo sieht man, dass lēnis, lēnit, lind, sānus, sanut – (ge) sund heissen musste.