Gespräch:Mensch als Informationsträger – Merksätze
Gespräch:Mensch als Informationsträger
Gespräch:Mensch als Informationsträger – Fortsetzung
Merksatz A
Konvergenz aus heuristischer Statistik und dokumentierter Lebenserfahrung: Eineiige Zwillinge können trotz sehr ähnlicher Bedingungen bis frühe Kindheit statistisch deutlich (r klar < 1 und relevante Schwellwert-Diskordanzen) in Temperament und Verhalten auseinandergehen; Gene, Organismus (inkl. pränataler Zustände/Setpoints sowie Engramm-/Erfahrungsanteile) und Umwelt haben signifikanten Einfluss, genügen aber nicht allein als tragfähiges Modell für den gestaltungsbestimmenden Informationsträger — daher wird die statistische Auswertung nach diesem Schwellenbefund beendet und der Fokus auf die Trennung möglicher Informationskanäle/-speicher erweitert.
Merksatz B1
Verschiedene Typologien/Modelle (Temperamente/Gemütsstufen, Persönlichkeitstypen, Jung’s Archetypen, Sternzeichentypen/Tierkreiszeichen u.a.) sind Entsprechungen: Sie beschreiben ähnliche wiederkehrende Muster menschlichen Verhaltens/Dispositionen aus unterschiedlichen Erfahrungs- und Forschungszugängen, stimmen in Beobachtungsclustern teils überein, sind jedoch nicht dasselbe und ihre Erklärungen/Ursachenmodelle können stark bis vollständig voneinander abweichen; für die Untersuchung wird Temperament/Emotion/Affekt/Verhaltensmuster zunächst unter „Persönlichkeit“ zusammengefasst, bei Studienlektüre jedoch wieder nach deren Operationalisierungen aufgegliedert.
Merksatz B2
Alle historischen und modernen Typologien (Temperamente/Gemütsstufen, Persönlichkeitstypen, Jung’s Archetypen, Sternzeichentypen sowie indische/chinesische Systeme) werden gleichrangig als Klassifikationssprachen für wiederkehrende Muster menschlicher Persönlichkeit geführt; kanalneutrale Behandlung: nicht der Ursprung entscheidet, sondern die beobachtbare Musterkorrespondenz. Für die Untersuchung gilt die Rangordnung: Beobachtungen und Typenbestimmungen zuerst, Erklärmodelle/Begründungen nur vergleichend und nachgeordnet; dabei werden Typologie (Muster), Operationalisierung (Zuordnung) und Erklärung (Ursache) strikt getrennt.
Merksatz B3
Nikolaos’ eigene Vergleichsuntersuchungen (DISQ, Big-5, Reiss, FIT sowie professionelle Horoskope ohne Vorhersagen) zeigen eine mittlere Passung/Wahrheitsgüte von ca. 45–60% mit starker Zustands-/Umstandsabhängigkeit (±20%); die Ergebnisse schwanken parallel zu wechselnden Gemütszuständen. Zwischen den Systemen bestehen bemerkenswerte inhaltliche Übereinstimmungen in den beobachteten Merkmal-Aussagen, während die Erklärmodelle/Quellen (psychologisch vs. astrologisch/archetypisch) als offen und separat zu prüfen behandelt werden; Beobachtung/Typenbestimmung bleibt vorrangig, Ursachenzuschreibung nachgeordnet.
Merksatz B4
Nikolaos hat als Praktiker/Forscher (≈1000 Anwendungen über ≈10 Jahre) Verfahren entwickelt, die Gemütsstufen/Daseinszustände so anheben, dass gängige Persönlichkeitstests/-typologien (z.B. DISQ; analog auch Big-5/Reiss) ab einer höheren stabilisierten Gemütsstufe ihre Trennschärfe und Vorhersage-Nützlichkeit verlieren (Profile werden „unbestimmbar“). Für das Modell gilt: „Psyche“ wird als Möglichkeit ausdrücklich berücksichtigt, jedoch nur dann als bestätigt aufgenommen, wenn über diesen Kanal dinglich/wirklich/tatsächlich ein reproduzierbarer, nachhaltiger Einfluss auf Daseinszustände gezeigt werden kann; vorhandene psychologische Praxis belegt Einfluss, wirkt jedoch häufig erhaltend oder verschlechternd statt eindeutig hebend.
Merksatz B5
Nikolaos hat über 20 Jahre zu Verfahren zur Hebung psychischer/Gemüts-/Daseinszustände geforscht und Methoden entwickelt, die nachhaltige Verbesserungen bewirken sollen; er bereitet sechs Bücher als Forschungsdarstellung vor, kann die Gesamtheit der Ergebnisse hier nicht ausführen, und die Zusammenarbeit zielt darauf, seine Forschung indirekt über wiederholbare, beobachtbare Wirkungen zu verifizieren und anschließend im Rahmen seiner (SMW/Wikibase-gestützten) Wissensstruktur zu überarbeiten und zu veröffentlichen.
Merksatz B6
Eine nachhaltige Hebung von Gemüts-/Daseinszuständen gilt als indirekt verifiziert, wenn mindestens 3–4 der folgenden Marker deutlich auftreten: (1) Anstieg von Intelligenz (selten testbasiert, teils indikativ), (2) körperliche Gesundung im Anschluss an den Gemütsanstieg, (3) wiedererlangte/steigerte Fähigkeiten und Fertigkeiten inkl. Wahrnehmung und Bewusstseinsvermögen, (4) Auflösung zuvor festgestellter Hindernisse/Behinderungen im Leben, (5) mindestens drei konkrete Verbesserungen im Daseinszustand/-umfeld, die durch die Person bewirkt wurden, (6) gesteigerte Selbstbestimmung/Eigenleistung, (7) Anstieg der Tugenden, (8) Zunahme von Ethik/Moral, (9) gesteigertes soziales Vermögen.
Merksatz C1
Begriffe wie Atman/Psyche/Spirit/Seele sind als vorbelastete Deutungswörter für die Untersuchung ungeeignet; auch „Persönlichkeit“ ist begrifflich fraglich. Daher wird für die weitere Erörterung ein neutraler Funktionsbegriff verwendet (z.B. „Zusatzträger Z“ / „Differenzträger“), der lediglich die Rolle bezeichnet: Träger/Verfertiger jener Differenz-Information, die über Genotyp, organische Dynamik und Umwelt hinaus zur individuellen Ausprägung beiträgt; Benennung kann später präzisiert/ersetzt werden.
Merksatz C2
Für die Untersuchung gilt: Phänomene werden zunächst beobachtungsnah (möglichst theoriearm) geführt; in der großen Mehrzahl der Erscheinungen lässt sich ein zugehöriger Informationsträger innerhalb von Physik, Natur oder Kultur identifizieren, während ein kleiner Restbereich nicht-kanaliger/paranormalerPhänomene dadurch gekennzeichnet ist, dass ein solcher Träger (noch) nicht bestimmbar ist; Begriffe „paranormal“ und „bestimmbar“ werden über das Informationsbilanz-Kriterium und dinglich-reproduzierbare Identifizierbarkeit präzisiert.
Merksatz C3
„Gesuchtes“ wird als Statike gefasst: eine nicht-dingliche Stabilitäts-/Kopplungsordnung, die Schwingungsmuster (Form-/Ordnungsinformation) aufnehmen, latent erhalten und durch passende Anregung/Resonanz wieder wirksam machen kann; Information ist ohne passenden Abgriff/Wandler nicht zugänglich. Für den Menschen ist anschließend zu klären, welche Statiken existieren (physikalisch/organisch/kulturell/individuell) und wo sie liegen, ohne die Erklärung vorab zu verengen.
Merksatz C4
Qwasi sind ortbare Daseinseinheiten (Personen, Zellen etc.); Statiken sind nicht-ortbare, nicht-verortbare Q-Entitäten, deren Zeitbestimmtheit nicht wie bei Qwasi an Örtlichkeit gebunden ist. Jedes Qwasi hat eine eigene, unteilbare Statike; Universalität liegt bei „Statik“ (nicht bei „Statike“); Teilhabe zwischen Statiken ist nur durch Bestimmung der Statiken möglich.
Merksatz C5
Organische Systeme tragen/übertragen zuverlässig organismische Funktionsinformation auf mehreren Ebenen (Zelle→Organ→Organismus), bei gleichzeitig sehr unterschiedlichen Erneuerungsraten (einige Zelltypen schnell, andere sehr langsam). Für das Ich als Persönlichkeit wird die dauerhafte Trägerschaft von Erinnerung/Wissen/Disposition nicht als im Organismus bewiesen vorausgesetzt; die „Gehirn-Speicher“-These bleibt methodisch-naturalistisch als Hypothese möglich, wird aber für die Untersuchung nicht benötigt. Arbeitsannahme: Persistente personale Information wird der Statike zugeschrieben; der Organismus fungiert als gekoppeltes Werk/Interface (Anregung, Ausdruck, Handlung), nicht als zwingend primärer Speicher.
Merksatz D1
Die Frage nach dem Informationsträger des Ich/der Ichheit bleibt offen; als Arbeitshypothese wird angenommen, dass das Gehirn/der Organismus als alleiniger Träger für (i) die Datenmenge lebenslanger personaler Information und (ii) die Zeitstruktur des Denkens nicht hinreichend ist. Daraus folgt die Mutmaßung: Höher entwickelte Lebewesen bilden zusätzlich zum organischen Ich ein „unorganisches Ich“, das mit dem Organismus-Ich verschränkt ist und mit ihm wechselseitig wirkt.
Merksatz D2
Verschränkung dient in D2 als Analogie für die Möglichkeit gekoppelter, nicht zwingend ko-lokaler Trägerzustände: Organismus-Ich und Statike können als zwei gekoppelte Pole/Dipole gedacht werden (wie zwei korrelierte Photonen aus einem Erzeugungsprozess), wobei das Statik als vermittelnder Raum/„Zwischenordnung“ fungiert. Daraus folgt als Arbeitsöffnung: Organisches Ich und personales (statike-gebundenes) Ich müssen nicht am selben Ort sein; ob und wie viele Bestandteile/Einheiten eine Statike umfasst (Einheit/Zweiheit/Dreiheit/…) bleibt offen und wird nicht vorbestimmt.
Merksatz D3
Merksatz D3 (schlank): Dualismen (z.B. Welle/Teilchen; organisch/unorganisch) werden nicht als endgültige Struktur gesetzt, sondern als Ansichten/Properties eines (möglichen) Einen behandelt. Wenn zwei Properties des Einen die Phänomene nicht hinreichend tragen, wird ein „Drittes“ als offene Möglichkeit geführt: entweder (a) ein weiteres Property/Aspekt des Einen, oder (b) ein zusätzlicher Baustein/Prinzip (ohne Monismus auszuschließen). Dreiheit wird dabei primär als bessere Sicht auf das Eine verstanden (Trinitäts-/Trimurti-Logik), nicht als Zwang, „das Dritte in die Zwei zu packen“ oder die Zwei vorschnell monistisch zu reduzieren.
Merksatz D4
Für das mit dem Organismus-Ich verschränkte, darüber hinausgehende Ich wird „Statike“ als funktionaler Begriff festgelegt; angesichts der lebensspanneübergreifenden und nach Nikolaos’ Datenbestand teils pränatal beginnenden Erinnerungsinformation genügt als Speicherbild nicht „Blatt“, sondern mindestens „Buch/Buchband“ (Analogie für Umfang und Anregbarkeit von Erinnerung). Der umgangssprachliche Gebrauch von „Ich/Ichheit“ bleibt, während spezifische Erklärmodelle des Ich (Psychoanalyse, Strukturalismus u.ä.) für die Untersuchung ausgeschlossen werden; Statike wird als Einheit gedacht, die Information senden/empfangen kann, und im nächsten Schritt soll ein Modell folgen, das Statike und Ich als Einheiten einer gemeinsamen Einheit fasst und Informationsspeicher zuordenbar macht.
Merksatz D5
Der individuelle Mensch wird im Arbeitsmodell in unterscheidbare Ebenen gegliedert, deren Gleichsetzung grundsätzlich unzulässig ist: (1) Persönlichkeit = kulturelles Abbild einer Person (plural: viele Abbilder durch verschiedene Beobachter/Logikmodelle; Speicherung auch in Artefakten wie Aufzeichnungen/Wikipedia; kann über den Tod hinaus fortbestehen und sich verändern), (2) Körperorganismus = naturzugehöriges, mit sich identisches Werk zur Identifikation/Handlung und Träger vererbbarer Eigenheiten (endet mit dem Tod), (3) Ichheit = vom Individuum erzeugtes Selbstabbild (wandelt sich lebenslang; endet mit dem Tod als zugreifbares Selbstabbild, wobei „vollständiges Vergehen“ offen bleibt, weil Zugriff an ein Ich gebunden ist), (4) Ich = minimale Wahrnehmungs- und Entscheidungseinheit, die gemäß Ichheit handelt und den Körperorganismus nutzt; Namenszuordnung ist kulturell (zur Persönlichkeit), daher ist „Ich bin X“ eine unzulässige Gleichsetzung, (5) Statike = funktionaler Begriff für den nicht-organisch bestimmten Träger/Partner des Ich (wie zuvor festgelegt), ohne Vorentscheidung, ob Ich und Statike identisch sind, eine Einheit bilden oder getrennt bestehen; diese offenen Fragen sollen im weiteren Verlauf mittels des Logikmodells bearbeitet werden.
Merksatz E1
In der unbelebten Natur trägt jede Daseinseinheit Zustands-/Forminformation und ist damit Informationsträger; als Informationsgeber wirkt sie jedoch nur, sofern eine relevante Kopplung besteht, die Änderungen bewirken kann. Für die Erklärung deutlicher Temperaments-/Verhaltensunterschiede bei eineiigen Zwillingen unter sehr ähnlichen Bedingungen sind im Physik-Block vor allem solche Einflüsse/Prozesse zu berücksichtigen, die differenziell zwischen den Zwillingen wirken oder symmetrische Ausgangslagen durch nicht-identische Dynamikverläufe aufbrechen können.
Merksatz E2
Belebte Natur/Organismus bindet physikalische Einflüsse in Zell-, Organ- und Gesamtzustände ein; der Organismus nimmt über Atmung und Ernährung kontinuierlich externe Einwirkungen auf, und räumliche sowie globale Umweltfaktoren (z.B. Licht, Klima, Strahlungsumfeld) können seine Funktions- und Zustandslagen beeinflussen. Darüber hinaus werden planetare/kosmische Einwirkungen und daraus hervorgegangene Deutungspraktiken (Horoskoptradition) als mögliche globale Einflussrahmen geführt; als Mutmaßung gilt, dass solche globalen Faktoren Gemüt/Verhalten mitprägen können. Für die Zwillingsfrage ist der Übergang entscheidend: wie aus globalen, zunächst gemeinsamen Einflüssen über Mikrolagen, Timing oder nichtlineare Verstärkung differenzielle Entwicklungsbahnen entstehen können.
Merksatz E3
Zeitwahrnehmung ist ein vom Menschen gebildetes Informationsmodell, das sich aus Beobachtung von Bewegung/Veränderung (kulturell und naturhaft) kalibriert; fehlen externe Zeitmarker, kann dieses Modell deutlich driften, wobei die subjektive Gewissheit wahrheitsgemäß sein kann, aber die Gültigkeit im externen Vergleich fraglich bleibt. Beobachtung ist damit ein zentraler Informationskanal, dessen Ergebnisse ohne Kalibrierung objektiv abweichen können.
Merksatz E4
Zeitisolations-Experimente zeigen: Ohne externe Zeitmarker (v. a. Licht/soziale Taktung) driften menschliche Rhythmen und subjektive Zeitmodelle trotz fortbestehender planetarer Einflüsse; das stützt primär die Rolle von Zeitgebern/Entrainment und liefert für sich genommen keinen zwingenden Beweis für einen unorganischen Speicher. Für Mond-Zeitmarker beim weiblichen Zyklus ist die Evidenz gemischt: einige Studien berichten intermittente Synchronität unter bestimmten Bedingungen, andere finden keine Assoziation; insgesamt ist ein möglicher Effekt eher schwach/bedingt und nicht als stabile „Uhr“ gesichert.