IDM-HR/Vorbemerkung
Die Übersetzung des Cusanischen Gesprächs 'Über den Geist’ hatte Martin Honecker für die deutsche Ausgabe der Werke des Nikolaus von Cues über nommen. Als ihn am 20. Oktober 1941 ein jähes Ge schick der Cusanus-Forschung entriß, fand sich in sei nem Nachlaß die vollständige Übertragung des Wer kes. Wenige Tage vor seinem Tode hatte er begon nen, sie nochmals zu überprüfen und ihr die endgültige Fassung zu geben. Sie wurde im Auftrag des Heraus gebers von mir durchgearbeitet und — unter Wahrung der Honeckerschen Eigenart — sprachlich geglättet. Für die Kommentierung lagen nur einige wenige Notizen vor, so daß ich die Anmerkungen ganz nach meiner Auffassung gestaltet habe. Die Einführung, die das Verständnis des Textes erschließen soll, habe ich dem Bändchen beigegeben.
So soll die Fertigstellung dieser letzten Arbeit Iloneckers zur Erforschung des cusanischen Werkes zugleich ein Dank der Cusanus-Forschung an den Verstorbenen sein, dem sie reiche Anregung und wis senschaftliche Erkenntnis verdankt.
Hildegund Menzel-Rogner
Hildegund Menzel Rogner und ihr Gatte, Ottokar Menzel, fanden am 6. Februar 1945 in Berlin den Tod. Das Manuskript des vorliegenden Bandes war von ihnen kurz vorher nach Heidelberg gesandt. Dr. Elisabeth Bohnenstädt hat die Drucklegung über wacht und das Begriffsregister angefertigt. Das Ma nuskript der in Anmerkung 51 zur Einleitung erwähnten Schrift Hildegund Menzel-Rogners über die Deutung von Cusanus’ Schrift De coniecturis ist bei einem der letzten Luftangriffe auf Berlin mit allen Materialien zu ihren und ihres Gatten Cusanusarbeilen verbrannt.
Heidelberg, April 1949
Ernst Hoffmann