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KÜZKDWH/30

aus AufEinWort, der freien Forschung

▶Insofern es in dem anderen Beispiel, dem der Ausdehnung von Wasser (244), um quantitative Beziehungen zwischen Erhitzen und Ausdehnen zu gehen scheint – worauf sich das Beispiel bezieht, wird nicht ganz klar [1], ist eo ipso eine Beziehung des Volumens von Körpern auf ihre Temperatur und damit das Sprachsystem der Thermodynamik angesprochen. Auch hier ist eine reflexive Veränderung des Sprachsystems gegenüber dem Wahrheitsanspruch der ursprünglichen Aussage ohne Bedeutung. – Das gleiche trifft für Habermas’ drittes Beispiel zu. Nicht der Rekurs auf die Regel „Darlehen sind zurückzugeben“ und ihre utilitaristische Legitimation, sondern der Hinweis, daß ich das Geld bis zu einem bestimmten Zeitpunkt zurückzuzahlen ver­sprochen habe, begründet die moralische Verpflichtung. Weil „ein Verspre­chen abgeben“ heißt, sich selbst gegenüber anderen eine Verpflichtung auf­zuerlegen, stehe ich in dieser Verpflichtung. Wie schon die entsprechende Dis­kussion im Umkreis des Utilitarismus[2], so ist auch Habermas in gewisser Weise „besides the point“. Sein Beispiel ist ein Fall von wahrhaftiger Rede, die Rechtfertigungsproblematik deshalb grundlegender als die Legitimation der sozialen Institution Kreditsystem.

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Einzelnachweise

  1. ↑ Wenn man es wörtlich nimmt, steht die Behauptung zur Diskussion „Das Wasser in diesem Topf dehnt sich aus“ (244). Dann aber bedarf es nicht einmal der Gesetze der Thermodynamik, sondern nur einer Beobachtungsreihe, die etwa mit Hilfe eines Meßtopfes auszuführen ist.
  2. ↑ 26 Vgl. J. Rawls, Zwei Regelbegriffe, in: Verf., a. a. O.