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Partizip

aus AufEinWort, der freien Forschung

[ lat. participium - -um ( 15. Jh. ) ][ partizip wtl. "teilhab" ][ Mittelwort ]

Partizipien wurden in der traditionellen Grammatik oft als eigene Wortart gezählt. In der heutigen Sprachwissenschaft wird diese Sicht nicht mehr geteilt. Partizipien werden als Wörter oder sogar Konstruktionen angesehen, bei denen in wechselnden Anteilen verbale und adjektivische Komponenten enthalten sind. Die meisten germanistischen Lehrbücher und Schulgrammatiken bezeichnen Partizipien als Verbformen.

Ein Partizip (lateinisch participium, von particeps „teilhabend“; Plural: Partizipien) ist eine grammatische Form (Partizipialform), die von einem Verb abgeleitet wird und dabei teilweise Eigenschaften eines Adjektivs erwirbt, teilweise aber auch Eigenschaften eines Verbs beibehält. Die Bezeichnung „Partizip“ und ebenso die deutsche Bezeichnung Mittelwort bringen diese Eigenart zum Ausdruck, an zwei Kategorien zugleich teilzuhaben, nämlich Verb und Adjektiv. In ähnlicher Art gibt es auch Zwischenstufen zwischen Verb und Substantiv, die als Gerundien bezeichnet werden.

Partizip[1]

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Bedeutungen:

[1] Linguistik: infinite Verbform, die als Teil des Prädikats oder als Adjektiv verwendet werden kann. Die Bezeichnung Partizip weist darauf hin, dass es an den Eigentümlichkeiten des Verbs und denen des Adjektivs gleichzeitig partizipiert, also gewissermaßen als Mittelwort eine Mittelstellung einnimmt.

Abkürzungen:

[1] Part., Ptz.

Herkunft:

im 15. Jahrhundert von lateinisch participium → la entlehnt, Substantivierung des Adjektivs particeps, particip- → la „teilhabend“ (und zwar an den Wortarten Verb und Adjektiv)[1][2]

Synonyme:

[1] Mittelwort

Gegenwörter:

[1] Infinitiv

Oberbegriffe:

[1] Redeteil, Wortart (traditionell); Flexionsform (modern)

Unterbegriffe:

[1] im Deutschen: Partizip I (= Partizip Präsens, Präsenspartizip, 1. Partizip), Partizip II (Partizip Perfekt, Perfektpartizip, 2. Partizip)
[1] allgemein: Partizip Futur Aktiv, Partizip Futur Medium, Partizip Futur Passiv, Partizip Perfekt Aktiv, Partizip Perfekt Passiv, Partizip Präsens Aktiv, Partizip Präsens Passiv, Partizip Präteritum Aktiv, Partizip Präteritum Passiv
[1] Adjektivpartizip, Verbalpartizip, Verbpartizip

Beispiele:

[1] Die Form „spielend“ ist Partizip Präsens.
[1] Die Form „gespielt“ ist Partizip Perfekt.
[1] Das Partizip dient zur Bildung komplexer verbaler Satzglieder oder es wird als Adjektiv verwendet.
[1] „Regelmäßige Verben ändern im Präteritum und im Partizip II ihren Stammvokal nicht, unregelmäßige Verben ändern ihn in gesetzmäßiger Weise in den drei Stammformen (Infinitiv - Präteritum - Partizip II) (Ablaut):…“[3]
[1] „Auch beim Gebrauch des Partizips lässt sich wohl der allmähliche Prozess der Annäherung an die schwache Flexion beobachten.“[4]
[1] „Das Partizip gehört nicht so eng zum Denkschema der Verbbeugung.“[5]

Wortbildungen:

partizipial, Partizipialgruppe, Partizipialkonstruktion, Partizipialsatz, partizipieren, Pseudopartizip, satzwertiges Partizip

Übersetzungen

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siehe auch Mittelwort