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Pyramide

aus AufEinWort, der freien Forschung

Pyramide f.

  • monumentaler, über einer quadratischen Grundfläche spitz zulaufender Grabbau altägyptischer Könige, geometrischer Körper mit einem Vieleck als Grundfläche und einer entsprechenden Anzahl dreieckiger, in einer gemeinsamen Spitze zusammenlaufender Seitenflächen.
  • Gegen Ende des 15. Jhs. wird lat. pȳramis, Genitiv pȳramidis,
    • griech. pȳramís, Genitiv pȳramídos (πυραμίς, πυραμίδος) im Dt. bekannt.
      • Das griech. Wort bezeichnet (neben den oben genannten Bedeutungen) eine Art Kuchen aus gerösteten, in Honig eingemachten Weizenkörnern und ist in diesem Sinne eine Ableitung von griech. pȳrós (πυρός) ‘Weizen’.
      • Es wird daher vermutet, daß die ägyptischen Pyramiden nach der (allerdings nicht näher bekannten) Form des Kuchens benannt sind.
      • Da jedoch angenommen werden kann, daß griech. pȳramís für ‘Pyramide’ ägypt. Urspungs ist, geht Lang in: Anthropos 18/19 (1923/24) 551 ff. von ägypt. mr ‘Pyramide’ aus,
        • erschließt unter Einsetzung des im Griech. überlieferten Vokals i ein mit präfigiertem Artikel versehenes *pimar,
          • das durch Metathese *piram ergibt, woraus griech. pȳramís.
  • In dt. Texten erscheint Pyramis
    • zunächst mit lat. Flexion in den dem griech.-lat. Vorbild entsprechenden Bedeutungen ‘Grabbau’ und (16. Jh.)
    • als Bezeichnung der geometrischen Figur;
    • in der 2. Hälfte des 18. Jhs. setzt übertragener Gebrauch (für Erhabenes, Großes, Ewiges) ein.
  • Griech.-lat. Formen halten sich bis gegen Ende des 18. Jhs., werden aber im allgemeinen vom frühen 17. Jh. an durch Pyramide abgelöst.
  • – pyramidal