Werk:AI mit Arnie/Die Dow Jones Theorie
„The trend is your friend until it end’s.“ Diesen Satz hast du jetzt mittlerweile schon oft gehört, beziehungsweise zumindest einige Male. Aber was meint man damit?
Man meint einfach nur, dass, wenn es einen Trend gibt, man niemals gegen diesen Trend handeln sollte. Soll heißen, wenn es einen Aufwärtstrend gibt, dann steigt man für gewöhnlich immer noch ein und versucht auf keinen Fall zu shorten.
Auch wenn das jetzt hier kein Tradingkurs ist – ich muss diese generellen Konzepte auch hier anmerken, da wir später im Kurs auch über das sogenannte Hedging des Portfolios reden. Niemals shortet man Sachen, die im Aufwärtstrend sind, auch nicht, wenn man einfach nur versucht zu hedgen. Generell ist das einfach kein schlauer Ansatz. Man shortet ja die Dinge, die in einem Abwärtstrend sind.
Warum ist das Ganze so? Warum macht man das? Das sehen wir uns in diesem Video an. Das startete alles tatsächlich mit dieser Dow-Theorie. Diese Theorie kam von einem Typen, der sich Charles H. Dow nennt. Das ist im Übrigen die Webseite Investopedia.
Investopedia kann ich jedem an die Hand oder bzw. ans Herz legen, denn Investopedia ist eine super, super coole Seite. Hier findest du richtig viele gute Informationen. Auch der CEO von Investopedia, der ist mittlerweile sogar auf Instagram und überall unterwegs – ein cooler Typ. Natürlich, leider, alles auf Englisch, aber Investopedia – die Typen wissen, wie es läuft. Die haben vieles richtig gemacht, die haben gutes Research.
Erstmal: Worum geht es hier? Und wer ist dieser Typ? Dieser Typ, Charles H. Dow – vielleicht ist dir der Name Dow bekannt, also Dow Jones. Der hat sozusagen den ersten Aktienmarkt ins Leben gerufen, und zwar schon 1896. Sein generelles Konzept ist eben, dass man Trends verfolgen sollte. Und dieses Konzept hat sich bis heute bewährt. Das ist ein Muster, das sich schon ewig durchspiegelt, das ewig gut funktioniert. Du kannst dir den Artikel gerne durchlesen. Ich will dir das Ganze aber tatsächlich einfach heraufzeigen. Wir gehen in Paint und finden erstmal raus, was ein Trend ist.
Ein Trend, den kann man ganz einfach erkennen. Wie erkennt man einen Aufwärtstrend? Natürlich, das Ding steigt. Aber du weißt ja, dass Aktien manchmal etwas interessant laufen. Eine Aktie läuft meistens irgendwie so, meinetwegen, und jetzt würdest du sagen: „Das ist ein Aufwärtstrend.“ Oder könnte man sagen, denn all das steigt. Was, wenn ich dir aber sage, dass das kein Aufwärtstrend mehr ist? Und zwar ab einem gewissen Punkt. Sehen wir uns das Ganze mal genauer an.
Sehen wir uns das etwas genauer an. Wie definiert sich ein Aufwärtstrend? Ein Aufwärtstrend, sagen wir einfach mal, das ist hier der Start. Ein Aufwärtstrend definiert sich durch ein Hoch – das haben wir hier – durch ein Tief – das haben wir auch hier – durch ein höheres Hoch, ein höheres Tief, ein höheres Hoch, ein höheres Tief. Also, das ist der Aufwärtstrend. Also alles perfekt: höheres Hoch, höheres Tief, höheres Hoch, höheres Tief. Aber was passiert jetzt? Wir haben kein höheres Hoch mehr. Wir haben immer noch ein höheres Tief, aber schon wieder kein höheres Hoch mehr und sogar ein tieferes Tief. Das heißt, der Aufwärtstrend wird tatsächlich hier schon gebrochen. Und die Wahrscheinlichkeit, dass ein Aufwärtstrend umkehrt, sobald er sich tatsächlich erstmal auflöst, sobald er bricht, ist relativ hoch. Ja, ich habe willkürliche Linien dazu gezeichnet, aber man erkennt einen solchen Aufwärtstrend ganz, ganz einfach daran, dass man höhere Hochs und höhere Tiefs hat.
Das heißt, das da wäre ein perfekter Aufwärtstrend: höheres Hoch, höheres Tief. Und so geht es eben immer weiter. Dieser Aufwärtstrend ist perfekt. Aber sobald man das da hat, sobald man danach etwas macht, und zwar so: kein höheres Hoch mehr, jetzt sogar ein höheres Tief – ab hier würde der Aufwärtstrend brechen. Wir haben hier das Tief, das ist immer noch höher als dieses Tief. Jedoch ist dieses Hoch nicht mehr höher als dieses Hoch. Dementsprechend ist jetzt der Aufwärtstrend erstmal gebrochen. Und sobald wir ein neueres Tief machen, und zwar genau hier – genau das Tief hier, das ist jetzt natürlich noch tiefer als das Ding zuvor – dementsprechend haben wir ab hier den Trend gebrochen. Und er wechselt tatsächlich zu einem Abwärtstrend.
Das ist das generelle Konzept. Dementsprechend haben wir den Aufwärtstrend genau bis hier. Und die Dow-Theorie würde eben sagen, dass man kauft, sobald man in einem Aufwärtstrend ist. Das heißt, wir hätten hier ein Hoch, ein Tief. Und ab dem Ausbruch hier könnte man zum Beispiel kaufen. Das ist jetzt der erste Trend. Und aussteigen würde man eben danach genau hier. Das heißt, man hätte eine schöne, schöne Strecke hier mitgenommen. Lass uns das am besten einfach mal in TradingView ansehen, damit wir das besser beurteilen können.
Wir sind im S&P 500 und zwar tatsächlich im Daily Chart. Und ich hoffe, du siehst, dass wir hier erstmal keinen Aufwärtstrend hatten. Das heißt, das da ist natürlich kein Aufwärtstrend. Aber hier hat man natürlich einen Aufwärtstrend. Dementsprechend, den Abwärtstrend, den sehen wir uns im nächsten Video an. Ich will mit dem Aufwärtstrend starten. Und wo geht das Ganze los? Ich denke, wir sollten hier mal reinzoomen. Wir gehen hier etwas runter. Und hier würde das Ganze danach erstmal starten. Das heißt, das da ist das Tief. Danach bilden wir hier tatsächlich ein kleines Hoch, ein höheres Tief, ein höheres Hoch kommt hier danach irgendwo dazu.
Dementsprechend würde hier danach schon sofort der Aufwärtstrend greifen. Keine Sorge, wir sehen uns das natürlich übergreifend im nächsten Video noch etwas besser an. Dementsprechend einfach nur mal ganz, ganz kurz, um sich das anzusehen: Hier hätte man tatsächlich erstmal einsteigen können. Und du siehst, man hat ein Hoch gebildet. Das Hoch geht bis hierher. Das nächste Tief ist tatsächlich ein Tief, das eventuell etwas tiefer ist als. … ist sogar ein Tief, das tiefer ist als dieses Tief. Dementsprechend – man hat natürlich auch ab und zu Fehlsignale hier, aber das gehört natürlich auch mal dazu.
Wir könnten das auch versuchen, etwas großzügiger zu betrachten. Wir können das natürlich auch uns so ansehen: Wenn das das Tief ist, dann ist das das erste große Hoch, das das Tief. Und erst hier kommt das nächste Hoch. Dementsprechend hätte man hier das nächste Hoch. Und was passiert hier? Ganz wichtig: Das da ist das nächste Tief. Jedoch ist dieses Tief nicht tiefer als dieses Tief. Das heißt, dieser Trend wäre hier tatsächlich noch intakt. Lass uns einfach mal weitergehen: Wir bekommen ein Hoch, ein Tief, ein Hoch, ein Tief. Dieses Tief ist jedoch nicht tiefer als dieses Tief. Dementsprechend der Aufwärtstrend immer noch intakt.
Wir gehen weiter: Wir bekommen ein Hoch, ein Tief, ein Hoch, immer noch höhere Hochs und höhere Tiefs. Wir gehen weiter: ein Hoch, ein Tief, ein höheres Hoch, höheres Tief, höheres Hoch. Und erst hier bekommen wir danach das erste Mal unser tieferes Tief. Dementsprechend hätten wir hier schon mal eine große, große Strecke mitnehmen können.
Ja, das ist hier mehr Trading-Konzept, aber ich will dir einfach nur das Ganze so aufzeigen. Denn so kann man tatsächlich auch im langfristigen Investieren die Chance maximieren beziehungsweise auch das Downside minimieren. Das wirst du im nächsten Video genauer sehen, sobald wir uns das große Picture ansehen, sobald wir uns auch ansehen, was passiert, wenn man erstmal in einen Abwärtstrend reinkommt.
Ich lösche die Dinge noch mal alle. Du siehst generell: Wenn man in einem fetten Aufwärtstrend erstmal drinnen ist, dann kann ein solcher Aufwärtstrend wirklich richtig, richtig lange gehen. Du siehst: Wir sind hier schon wieder in einem Bullrun, der tatsächlich schon seit hier gestartet hat, also seit Oktober 2022. Und wir haben hier tatsächlich eine beachtliche Strecke zurückgelegt von 50 %, und zwar im breiten Markt. Einige sind immer der Meinung: Der Trend muss doch brechen, der Trend muss umkehren, wir müssen doch jetzt shorten. Aber wann hättest du dir das gedacht? Wenn das Ganze hier losging?
Hier steigen die Aktien mittlerweile wirklich sehr, sehr stark und steil an. Vielleicht dachtest du dir hier schon: Jetzt muss es da umkehren. Oder hier. Oder hier. Oder hier. Oder hier. Oder hier. Also, solange der Trend intakt ist, dann macht man das einfach nicht. Man versucht nicht zu shorten, solange man solche schönen Moves drinnen hat. Man versucht erst zu shorten, sobald sich wieder ein schöner Abwärtstrend aufzeigt. Aber das sehen wir uns natürlich erst im nächsten Video an. Denn diese Trends, die halten oft viel, viel länger, als man denkt. „The trend is your friend until it ends.“ Du weißt, was das heißt.
Du hast in diesem Video also gelernt, was ein Aufwärtstrend ist. Ein Aufwärtstrend ist ein Tief, ein Hoch, ein höheres Tief und wieder ein höheres Hoch. Und so geht das Ganze eben weiter. Und dieser Trend ist erst gebrochen, sobald wir tiefere Tiefs und tiefere Hochs bilden. Ich hoffe, ich habe das jetzt richtig ausgesprochen. Ich denke, ich habe es richtig ausgesprochen.
Und solange eben ein solcher Aufwärtstrend intakt ist, dann setzt man eher auf steigende Kurse. Dann kauft man eher bei den ETFs dazu. Und man versucht, das Portfolio auf alle Fälle nicht zu hedgen. Ganz, ganz wichtig ist das, wenn du in Einzelaktien investierst.
Es gibt teilweise Einzelaktien, die sind jahrelang in einem Abwärtstrend. Und wenn man hier einfach jedes Mal im Abwärtstrend reinkaufen würde, weil man sich denkt: Jetzt muss das Ding doch drehen, das wäre ein riesengroßer Fehler. Ich will in diesem Kurs generell absolut nicht dazu raten, Aktien zu shorten. Und wenn du Einzelaktien kaufst, dann wirst du no… dann wirst du im nächsten Video noch lernen, wie wichtig es ist, diese vielleicht nicht in einem Abwärtstrend zu kaufen. In dem Sinne: Du weißt, was der Trend ist. Du kennst die Dow Theorie. „The trend is your friend until it ends.“ Du hast den Aufwärtstrend kennengelernt. Im nächsten Video will ich dir den Abwärtstrend zeigen, denn das gibt uns tatsächlich ein vollständiges Bild.