Gute Autoren präsentieren komplexe Inhalte einfach
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Gründet auf dem Werk „KI-Revolution“ Arnold Oberleiter
25. Oktober 2024 n. Chr. hrsg.
AI mit Arnie
Speedreading & KI
Überarbeitung Liste Werke von Klaus Feldmann
Abschrift
6. Dezember 2024 n. Chr. erst.
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🎓 Gute Autoren präsentieren komplexe Inhalte einfach
Die besten Bücher, die besten Argumente und die besten Autoren haben alle etwas gemeinsam – zumindest meiner Meinung nach. Die besten Argumente sind simpel, aber dennoch irgendwie tief und haben etwas Wahres. Und die besten Autoren können dieses Wissen auch sehr, sehr einfach präsentieren. Ein guter Autor zeichnet sich meiner Meinung nach dadurch aus, dass er ein komplexes Thema einfach erklären kann, so dass es jeder versteht.
In der heutigen Zeit ist es leider üblich, dass Leute protzen mit ihren Doktortiteln, dass sie mit Wörtern um sich schmeißen, die sie kaum selbst verstehen, und dass sie durch komplexes Reden ganz einfach gescheiter klingen wollen, als sie tatsächlich sind. Ich weiß nicht, wann das angefangen hat. Ich weiß nur, dass das aufhören soll.
Meiner Meinung nach haben die Leute, die ihr Thema am besten verstehen, oft die einfachsten Erklärungen. Wenn du ein Thema einem zehnjährigen Jungen nicht erklären kannst, dann ist es vielleicht nicht die Schuld von den Leute, dass sie dich nicht verstehen. Vielleicht ist es dann deine Schuld, dass du es den Leuten einfach nicht gut erklären kannst. Also, wenn du vielleicht einen Autor findest, der von Anfang an zu geschwollen redet und einfach zu viel um den Brei herumredet, so dass du nie wirklich weißt, was meint er, was er von dir will, dann ist es nicht immer die Schuld von dir – also nicht die Schuld des Lesers. Sondern es ist ganz einfach auch die Schuld des Autors. Und solche Bücher kannst du dann relativ schnell beiseitelegen.
Wenn ein Autor nicht wirklich gute Key Insights hat, wenn ein Autor sein Thema selbst nicht wirklich gut verstanden hat, warum sollst du dich dann mit ihm herumschlagen? Du kannst deine Zeit besser aufheben. Ein Konzept, das wirklich cool ist, ist sozusagen „Knowledge Compounds“. Also Wissen läuft wie der Zinseszinseffekt – Wissen summiert sich einfach.
Nehmen wir an, du hast 20 Bücher übers Marketing. Sagen wir, du hast auch 20 Stunden Zeit, um zu lesen. Wenn du jetzt 20 Stunden alleine mit einem Buch verbringst, dann kann es sein, dass du Pech hattest. Du hattest ein Buch, wo der Autor vielleicht nicht wirklich gut war, der sein eigenes Thema nicht richtig gut verstanden hat, der es einfach nicht einfach präsentieren konnte, und du bist nach dem Buch gleich verwirrt wie vorher. Du hast noch nicht mal die Kernprinzipien verstanden, und es war nicht mal deine Schuld.
Aber du hast so wenig gelesen, da du so langsam liest, dass du noch nicht mal weißt, dass der Autor nicht gut ist. Mit wem sollst du es schließlich vergleichen? Mit meiner Technik, mit dem Suchen nach dem Baumstamm, du hättest vielleicht mit dem Buch eine halbe Stunde verbracht. Du hättest herausgefunden, vielleicht ist es hier schwierig wirklich tiefe Key Insights zu extrahieren. Du hättest das Buch zur Seite gelegt und wärst das nächste angegangen. Vielleicht wäre hier der Autor besser – das wüsstest du danach.
Aber wenn du das nicht so probierst, dann hast du gar nicht erst die Chance, den anderen Autoren eine reale Chance zu geben. So kannst du einfach sehr viele Bücher sehr viel schneller screenen, und du kannst sofort den Baumstamm suchen. Wenn du den Baumstamm hast, dann verstehst du den Blickwinkel von diesem Autors auf dieses Ding – auf Marketing in dem Beispiel. Und wenn du das bei 20 Büchern machst, dann hast du einen Rundumblick auf das Thema Marketing.
Du weißt, wie 20 intelligente Menschen über Marketing denken. Du kannst einschätzen, welches der Bücher besser war, welches schlechter. Normalerweise sind gute Key Insights einfach, und sie werden auch einfach präsentiert, wenn es der Autor richtig macht.
Also bist nicht du schuld, wenn du etwas nicht verstehst. Es könnte einfach auch sein, dass der Autor es nicht gut erklären kann. Vielleicht hat er es selbst nicht gut verstanden. Und wenn du liest, so wie du immer gelesen hast, dann hast du aber nicht mal die Chance, rauszufinden, ob andere Autoren das Ding besser erklären können.
Knowledge Compounds: Wenn du viele Bücher liest, wenn du viele Blickwinkel auf ein Thema siehst, dann wirst du auch einschätzen können, welcher Typ, welcher Autor die klarste Vision hat, den klarsten Blick auf das Thema hat. Und wenn sich bei allen 20 Büchern zum Beispiel ein, zwei Dinge immer und immer wieder wiederholen, dann ist das zum Beispiel wahr.
Deshalb habe ich auch das Buch „Starting Strength“ vorhin als Beispiel genannt. Denn progressive Überlastung ist etwas, das man in so gut wie jedem Kraftsportbuch liest. Das ist wirklich ein Key Insight, das fast jeder immer und immer wieder erwähnt.
Und wenn danach jemand Neues um die Ecke kommt mit einem Buch, der noch nicht mal von progressiver Überlastung spricht, dann weiß man auch höchstwahrscheinlich, dass er sein Thema nicht wirklich gut verstanden hat.
Wenn man schon hunderte Bücher gelesen hat und alle sagen, dass du dich im Training irgendwie steigern musst, und auf einmal kommt jemand mit einem Buch namens FSD7 und der sagt dir, du kannst deine Arme abbinden und baust dadurch Muskeln auf, dann kannst du das auch mal kritisch hinterfragen. Vielleicht hat er nicht wirklich tiefgründig genug verstanden, worum es im Training geht.
Also zusammengefasst: In dieser Lektion hast du gelernt, dass die meisten Key Insights einfach sind. Und es ist die Aufgabe vom Autor, die Dinge auch einfach zu erklären. Wenn jemand die Dinge sehr schwer erklärt, sehr umständlich erklärt, dann ist das nicht deine Schuld, dass du das nicht verstehst. Vielleicht ist der Autor schuld. Leg das Buch zur Seite, lies ein neues Buch.
Wenn du viele, viele Bücher liest, dann wird sich dein Wissen summieren. Du erhältst verschiedenste Blickwinkel auf ein Thema. Und durch das Baumstammsuchen in vielen Büchern kannst du so noch viel, viel mehr Wissen akkumulieren. Wenn du das nicht machst, dann liest du nur ein einziges Buch. Und du kannst es noch nicht mal vergleichen. Du kannst nicht einschätzen, ob es gut ist, da du keine Referenzen hast.
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