Klassisches Speedreading
Über diese Seite Werk
Gründet auf dem Werk „KI-Revolution“ Arnold Oberleiter
25. Oktober 2024 n. Chr. hrsg.
AI mit Arnie
Speedreading & KI
Überarbeitung Liste Werke von Klaus Feldmann
Abschrift
6. Dezember 2024 n. Chr. erst.
19:08 Uhr Ausgabe 00
Ausgabe 00
veröffentlicht
geprüft
↑ Die größten Probleme, wenn du normal liest
→ Klassisches Speedreading
↓ Was ist ein Buch?
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Klassisches Speedreading.mp4
📽️ 3 Klassisches Speedreading (5:11)
Verschiedene Arten des Lesens & Probleme davon
▷In dieser Lektion will ich erstmal übers klassische speed reading sprechen. Ich bin der Meinung, dass das klassische speed reading nicht besonders gut funktioniert. Und einige Lektionen, die man lernt, wenn man ganz normales speed reading betreibt, könnten sogar schädlich sein. Gibst du auf YouTube oder im Internet sonst irgendwo "speed reading" ein, dann findest du die allgemeinen Tipps.
Ein Tipp ist zum Beispiel, nichts zu vokalisieren. Das heißt, du sprichst die Wörter nicht mit, weil du dich limitierst an deine Sprechgeschwindigkeit. Das kann in einigen Fällen Sinn machen, in anderen aber nicht. Wenn die Dinge wirklich wichtig sind, dann solltest du sie auch im Kopf vokalisieren. Unwichtige Dinge kannst du so lesen.
Ein zweiter Tipp ist es, ganz einfach mit dem Finger mitzulesen. Das heißt, du gehst auf einen solchen Text, und du fährst mit dem Finger, genau wie ich jetzt mit der Maus fahre, so ganz einfach immer und immer wieder mit. Das soll theoretisch einige Vorteile haben. Wenn du zum Beispiel einen Punkt auf der Mauer fixierst und du siehst weiter und weiter, auch zum Beispiel nur mit den Augen – ich wollte das mit dem Kopf machen, damit du es besser siehst –, dann bemerkst du, dass die Augen in Sprüngen weitergehen. Das ist relativ suboptimal beim Lesen, weil du so immer vom Wort zu Wort springst, und du springst auch immer wieder zurück. Das mit dem Finger soll dir ganz einfach lernen, dass du flüssig liest und dass du nichts doppelt und dreifach liest. Ich bin der Meinung, dieser Tipp ist eher hinderlich.
Ein weiterer Tipp ist es, gewisse Dinge abzudecken, um das vorherige Gelesene nicht weiterzulesen. Könntest du dir das also mit einem Blatt Papier von oben nach unten abdecken. Das heißt, wenn du ein Buch hast, dann nimmst du ein Blatt Papier oder etwas und ziehst es so am Buch runter, sodass du niemals zurückblicken kannst. So solltest du dir doppeltes und dreifaches Lesen abgewöhnen. Auch diesen Tipp mag ich nicht.
Ein weiterer klassischer Tipp ist es, die Dinge nur in der Mitte zu lesen. Haben wir zum Beispiel dieses Bild von diesem Text, dann ist es tatsächlich ein Tipp, dass du hier zum Beispiel links und rechts Linien zeichnest mit Bleistift und du liest ganz einfach nur die Dinge, die hier in der Mitte stehen. Die restlichen Wörter soll sich dein Gehirn alleine dazu denken. Und auch das ist ein Tipp, der Sinn macht, aber nur in einigen Fällen. Der Tipp macht nur Sinn, wenn du wieder sehr, sehr schnell irgendwas lesen musst, was jedoch nicht ganz, ganz wichtig ist.
Ich bin der Meinung, dass diese Tipps einigen vielleicht helfen können. Ich wollte dir alle an die Hand geben – vielleicht bringen sie dir etwas. Ich habe jedoch rausgefunden, dass diese Tipps einem Großteil der Menschen nicht wirklich viel bringen. Zwei bis drei Tipps kannst du umsetzen, und zwar genau das hier, genau dieses "Nur-Mitten-Lesen". Aber das macht man nur bei Stellen, wo es nicht besonders wichtig ist. Auch das Nicht-Vokalisieren im Kopf solltest du an Stellen machen, wo es nicht besonders wichtig ist. Das mit dem Fingerzeigen und die Dinge abdecken, das sind Dinge, die ich überhaupt nicht mag, die ich hasse.
Das klassische Speed reading hat in meinen Augen das Konzept vom Lesen nicht verstanden. Deshalb will ich in diesem Kurs ein komplett neues Konzept vom Lesen aufwerfen. Wir versuchen den "Fluff" zu streichen und die wichtigen Dinge zu lernen. Deshalb werden wir im nächsten Video auch erst mal sehen, was Bücher sind und was Lesen überhaupt ist. Das ist wirklich ein wichtiges, wichtiges Konzept.
Außerdem geht es beim klassischen speed reading darum, die Wörter pro Minute zu erhöhen. Und das macht man hier ganz, ganz didaktisch. Man misst seine Wörter pro Minute, man setzt sich hin, man arbeitet hart, man lernt all diese Techniken – obwohl es eigentlich nur diese vier bis fünf sind, die ich dir hier jetzt aufgezählt habe. Und man misst Ergebnisse, man arbeitet. Lesen macht keinen Spaß mehr. Man zwingt sich, unglaublich schnell zu lesen, verliert den Spaß. All das fühlt sich wie Arbeit an, und den Kontext vom Buch versteht man nicht mehr.
Deshalb habe ich diesen Kurs gemacht. Dieser Kurs soll ein komplett neues, ein anderes Konzept vom Lesen aufwerfen. Ein Konzept, das Spaß macht. Ein Konzept, das man gerne macht. Ein Konzept, wie man wirklich sehr schnell sehr viel vom Buch verstehen kann – vielleicht mehr, als wenn man es noch mal liest. Und ein Konzept, wie man tatsächlich zehn Mal so schnell lesen kann.
Also sei gespannt! Jetzt definieren wir erstmal, was Bücher sind und was Lesen ist.