Werk:Compendium/21
▷Ita de formatore omnium conceptum facito ut de mente. Quodque ipse in verbo de se genito se cognoscit atque in creatura, quae est increati verbi signum, se ostendit in variis signis varie, et nihil esse potest, quod non sit signum ostensionis geniti verbi. Et sicut mens nolens se amplius ostendere a verbi vocalis prolatione cessat et, nisi indesinenter proferat, exsistere nequit, sic se habet creatura ad creatorem. Cuncta autem alia, sine quibus vocale verbum bene fieri nequit, quae Musae dicuntur, ad finem vocalis verbi ordinata mentis manifestationi serviunt. Pariformiter sunt creaturae, quae sunt notae et ostensiones interni verbi, et sunt creaturae illis ad finem servientes.
Vom Bildner aller Dinge mache dir in derselben Weise einen Gedanken-Entwurf wie vom Geist: nämlich, daß er sich in dem von ihm erzeugten Wort erkennt und sich in dem Geschöpf, das ein Zeichen des ungeschaffenen Wortes ist, mannigfach in verschiedenen Zeichen zeigt und nichts sein kann, das nicht ein Zeichen der Erscheinung des gezeugten Wortes wäre. Und so wie der Geist, der sich nicht weiter zeigen will, mit der lautlichen Hervorbringung des Wortes aufhört, und dieses, wenn er es nicht unablässig hervorbringt, nicht bestehen kann, so verhält es sich mit Geschöpf und Schöpfer. Alles andere aber, ohne das ein lautliches Wort nicht gut werden kann und das man die Musen nennt, ist auf das lautliche Wort hingeordnet und dient der Offenbarung des Geistes. Ähnlich verhalten sich die Geschöpfe, welche Begriffe und Erscheinungen des inneren Wortes sind; sie sind Geschöpfe, die jenen zu ihrem Ziel dienen.◀▷