Das eigentümliche innere Wörterbuch
Über diese Seite Werk
-
Wundersame Sprache
Ureigenwerk Liste Werke von Klaus Feldmann
Heft
16. Oktober 2020 n. Chr. erst.
Ausgabe 02
Ausgabe 02
Leserschaft: Niemand
veröffentlicht
ungeprüft
↑ Trugbild einer beständigen Muttersprache
→ Das eigentümliche innere Wörterbuch
↓ Wortbedeutung, Wortherkunft und deren Wandel
2020110304 überarbeitet
2020101602 Das eigentümliche innere Wörterbuch.pages
(1) Vorhandensein und Arbeitsweise des eigentümlichen inneren Wörterbuch.

Das einem meist unbewußt eigentümliche innere Wörterbuch ist von weit höherer Bedeutung als die Vielfältigkeit der Wörterbücher einer Sprache, da es eine Person für ihn auf eine eigene Weise beeinflußt, die sich meist für ihn ebenso unbewußt vollzieht, man sich dessen Einfluß auf sein Denken, Handeln und Verhalten bewußt machen kann und ich werde aufzeigen, wie man sich des Vorhandenseins des inneren Wörterbuches und dessen Arbeitsweise bewußt wird.
Das innere Wörterbuch besteht nicht in einer vergleichbaren Ausgestalt, wie die uns bekannten Wörterbücher. Man könnte sagen das Sprache als ein Geist zum einen durch deren Sprecher besteht und daß Sprache sich aus der Summe aller in Verwendung befindlicher jeweils eigenen inneren Wörterbücher herausbildet und somit ist jeder Sprecher einer Sprache auch wiederum meist für ihn unbewußt dessen Mitgestalter.
Heutzutage gibt es Wörterbücher, die auch online über Dienstanbieter zur Verfügung gestellt werden und deren Zugang bedarf es an erweiterten Kenntnissen im Umgang mit Computern. Dann gibt es viele Fachwortsammlungen, die oft nur den jeweiligen Fachleuten zugänglich sind, wie auch die der Geheimlehren, die uns weitestgehend verborgen bleiben, wobei diese an sich eher Begriffzeichen, Bildzeichen (Symbolen) nutzen.
Die Verfügbarkeit und der Zugang zu einem Wörterbuch ist für Verstehen und Begreifen entscheidend und für das innere Wörterbuch gab es bislang keinen Zugang und dessen Dasein (Existenz) war wohl bislang in den Kreisen der Gelehrten nicht einmal erahnt, zumindest deutet nichts darauf hin. Das eigene innere Wörterbuch gibt es weder gedruckt noch online und erscheint nur in dem Ausmaß, wie es und worin es angeregt wird und dennoch wird es wenn, nur für einen selbst sichtbar. Das eigene innere Wörterbuch ist also kein Buch, wie wir es kennen.
(1.1) Innere Wörterbuch ist bedeutend in Bezug auf Schlüsselworte.
Das innere Wörterbuch ist eigentümlich wie auch eigenartig und einzigartig und besonders bedeutend in Bezug auf Schlüsselworte, weniger auf die allgemeinen Wörter, wie zum Beispiel Tätigkeitswörter (Verben), Begleitwort (Artikel) und so weiter, besonders die für zwischenmenschliche Beziehungen wichtigen Worte und Begriffe, wie zum Beispiel Freiheit, Wahrheit, Liebe, Vernunft und so weiter sehr einflußstark, so daß sie für einen unbewußt das eigene Denken, Handeln und Verhalten vorbestimmen, erwirken können.

Die Worte wirken aus dem inneren Wörterbuch heraus erstrangig entsprechend der mit ihnen verbundenen ursprünglichen räumlichen Bedeutung, dieser zweitrangig mitschwingend entsprechend verbundener gegebenen Bedeutung und drittrangig weiterer Bedeutungen, die man erlernt hat, wobei letzteres dann jene sein könnte, die man im einem Wörterbuch finden könnte. Es ist somit entgegengesetzt, wie es wünschenswert wäre, wenn Worte vorbildlich mit deren Wortbedeutungen übereinstimmen. Mir fällt dazu Max und Moritz und ihre Streiche ein. Im Grund treiben Worte und Begriffe für uns unbewusst ihre "Spielchen" mit uns und wir wundern uns, daß uns so manches misslingt, was an sich so richtig erschien.
Je lauter das Geschrei, umso höher die Wahrscheinlichkeit der eigenen Tat. Es heißt, daß "Unwissenheit nicht vor Strafe schützt" und "der Herr straft die kleinen Sünden sofort und die größeren später" und dem ist auch so, nur daß man Sünder und Herr zugleich ist. Die Sünde besteht darin sich vom Dasein über Worte und Begriffe in dessen Tatsächlichkeit abgesondert zu haben, den das Wurzelwort zu Sünde ist sein, wie sein es auch für die Worte Sonde ist. Die Sünde, gemäß allgemeiner oder christlicher Vorstellung gibt es daher.
1.2) Der erste Anreiz in Bezug auf die Bedeutung eines Wortes.

Daß dieses innere Wörterbuch existiert kann man wie folgt beweisen: Frage ich als Coach jemand für ihn unerwartet „Was bedeutet das Wort Stein für dich?“, so wird er allein auf Grund dessen, daß er so unmittelbar gefragt wurde aus dem inneren Wörterbuch die eigene Bedeutung für das Wort hervorbringen, nach dem er gefragt wurde. Die Frage stößt unmittelbar das innere Wörterbuch an und die erste Antwort kommt aus ihm hoch. Dann erst wird er logisch überlegen, welche Bedeutung nun dieses Wort allgemein hat, wie man dieses als Beschreibung und damit als Antwort auf die Frage verfasst (formuliert) und ausspricht.

Man hat den Drang gegenüber anderen möglichst immer richtig zu liegen, wahre, wirkliche und richtige Aussagen zu tätigen, und versucht eine Worterläuterung oder Worterklärung zum Ausdruck zu bringen, die man auch wahrscheinlich ähnlich in einem Wörterbuch finden könnte. Doch der erste Anstoß regt eine Antwort aus dem inneren Wörterbuch an, die je nach eigenem Daseinzustand mit einer Vielfalt von Erscheinungen verbunden ist, auf die ich im Verlauf dieser Ausarbeitung eingehen und aufzeigen werde, wie man diese für sich selbst ohne fremde Hilfe auflösen kann.
Dieser Anstoß ist der erste Beweis für das Dasein des inneren Wörterbuches, daß durch Anregung ins Dasein gelangt und es ist auch das, das in Unkenntnis über das innere Wörterbuch bis heute auch als Dämonen oder psychische Störung bekämpft wird. Diese Ausarbeitung beschreibt auch wie man zum Coach für sich selbst und andere wird, so dass man auch anderen Helfen kann ihren Daseinzustand nachhaltig im Hinblick auf Gesundheit und Wohlergehen anheben kann. Die erste Regel als Coach lautet "Wer schreibt, der bleibt". Ob als Coach für andere, oder als Coach für sich selbst wird man in gewisser Weise die Position eines Thot oder Schreibers einnehmen müssen, um sich sozusagen aus einer selbsterschaffenen Falle "herauszuschreiben", wobei dies nur einer der Bestandteile der Arbeitsweise ist.
Das Wort Thot ist mit der nordischen Gottheit Thor nicht nur von der Wortgestalther ähnlich und ebenfalls ungeahnt mit dem Wort Thun wesensverwandt. Thun ist die alte Schreibweise für tun, das Tun. In den Wörterbüchern vor der Rechtschreibreform 1902 findet sich das Wort tun noch als thun, ist mit englisch thunder zu Donner, zu Thor verwandt. Tatsächlich entpuppt sich die Rechtschreibung in Wörterbüchern oftmals eher als "Unrechtschreibung" und verhindert so, daß wir die wahre Bedeutung der Worte ermitteln können.
Das innere eigene Wörterbuch kennt jedoch die wahre Bedeutung der Wörter, vernimmt beständig und "schreibt" mit, jedoch so als würde die Statue des Schreibers schreiben, die es als Gestalt aus Stein sicherlich nicht kann.
(1.3) Eingewöhnte Nebenbedeutungen der Worte und Begriffe.

Selbst wenn man auf Grund einer Erlesenheit (Intellekt) auf diese logische überlegte Weise dieses besagte Wort annähernd genau in dessen Bedeutung oder Worterklärung wiedergeben könnte, ist dies lediglich die durch erlesen und erlernen auf Logik beruhende Wortbedeutung oder Begriffsbedeutung, die man sich gemerkt und durch dessen Verwendung eingewöhnt hat. Vermeintlich gehen wir davon aus, daß wir dieses Wort als Begriff im eigenen Sprachgebrauch genau so verwenden würden, wie es an sich der Tradition der Sprache entspricht.
Die eingewöhnte Verwendung kann sich je nach Lebensumfeld und Lebensbedingungen wandeln, jedoch bleibt es meist bei dem Eigengut gegenüber dem Allgemeingut, wie auch die wissenschaftliche Wortbedeutung an sich eine Eigengut zum tatsächlichen Dasein ist, dem an sich ein Wort oder Begriff zu entsprechen hat.
Wer schaut, fühlt, tastet, schmeckt, riecht ob das, was er las, auch im Dasein da ist, der wird wissen. Ein Ort zu wissen wird oft übersehen und dies ist neben der Natur der Anschauungsraum, der Raum in dem man sich entsprechend seines Vorstellungsvermögen etwas anschaut. Die Grundlage des Wissen ist Vernehmen und auch das Vernehmen aus dem Anschauungsraum ist ein Dasein.
Es kann jedoch in Dasein der Natur nur das da sein, dass auch möglich ist da zu sein! Der Fehler der Gelehrten besteht darin, dass sie meinen den Inhalt in ihrem Anschauungsraum würde auch so in der Natur bestehen und so setzen sie ihr Denken mit der Natur gleich und dies ist es, warum uns Gelehrte als weltfremd erscheinen.
(2) Der Standard der Sprache wirkt sich auf das eigene Wohlergehen aus.

Der Standard (die Norm) der Sprache ist weitesgehend das aus der Sprache und dessen Sprachgebrauch zu Stehen, zu Stande gekommene, wie gesprochen und geschrieben wird, sehr weitgehend keinesfalls ein Standard der vollkommen vorgegeben ist oder wird. Besonders in Fachbegriffen einer Fachsprache finden wir den Umstand vor, daß einzelne Begriffe Wortbeschreibungen erhalten haben, die den Bedeutungen der jeweiligen Zeitalter entsprechen, welche durch Gelehrte vorbestimmt worden sind und der jeweils bevorzugten Betrachtung und Annahme (Akzeptanz) entsprechend Verbreitung fanden und oft werden die mit einer Wortbedeutung verbundenen Ursprünge oder Quellen in Wörterbüchern nicht stimmig angegeben.
Würden sie stimmig angegeben werden, so würden wir insbesondere in Bezug auf Schlüsselworte feststellen, daß sie zum einen sehr stark vom Christentum und zum anderen vom jeweiligen Verständnis der Gelehrten her, Begriffe der deutschen Sprache abgewandelt wurden, es sich bei den scheinbaren Worterklärungen der Begriffe um die "Aufladung bis Überladung" oder Veränderung von Bedeutungen entsprechend der jeweiligen Vorstellungen, es sich um die Betrachtungen oft schon durch Philosophen des antiken Griechenland und antiken Rom handelt.
Dies besagt nicht, daß nun alle von ihnen gewandelten oder gebildeten Worte grundlegend falsch sind. Der Bürger geht mit seiner eigenen Sprache sehr nachsichtig um, während der Gelehrte sie oft nutzt, um sich durch vermeintliches Wissen abgehoben abzusondern. Aus Sicht der Herrscher besteht offenbar ihre Vorstellung über den Sündenfall darin, dass der Mensch durch vernehmen des Dasein wie es Wissen erlangt.
Was wirklich die Darstellung des Sündenfall darlegt ist, dass die Sünde aus Sicht des Herrn darin besteht, dass der Mensch erkennt, dass er als Wesen (Seele) ewig ist, einen Körper belebt und so als Mensch dem Sterben und ewigen Kreislauf ausgesetzt ist. Sobald der Mensch sich in seinem tatsächlichen Dasein erkannt hat, ist er für den Herrn nicht mehr beherrschbar. Erst mit dieser Erkenntnis, würde der Mensch auch in der Lage sein Gut und Böse voneinander unterscheiden zu können. Es ist jedoch so, dass der Mensch ohne diese Erkenntnis in Gut und Böse unterscheidet und mit dieser Erkenntnis nicht. Gelehrte erlernen ihre Deutung und deuten für uns meist das Dasein so, wie wir es für wahr nehmen sollen. Auf die Deutung der Gelehrten zu "Adam und Eva" für "Mensch und Leben (Seele)" werde ich später nochmals erleuchtend eingehen.
(3) Stringente wortwörtliche Bedeutung ermitteln.
Um den schlechten Zustand der Wörterbücher unserer Sprache zu verdeutlichen, ist es hilfreich ein neues vorbildliches Wort herauszubilden, zu bestimmen und darzulegen, wie ein vorbildliches Wort sein müsste, damit es unmittelbares unmissverständliches Verstehen bei demjenigen erwirkt, der dieses hört oder liest und daraus erkennen werden, wie wir dessen Missbrauch weitestgehend auszuschließen. Durch solch ein vorbildlich bestimmtes Wort können wir dann auch erkennen, wie wir die Wörter im inneren Wörterbuch so ausrichten, dass sie uns keine "Steine mehr in den Weg legen", da der Lebensweg auch so schon holprig genug ist. Wahlweise können wir auch ein Wort hernehmen und dessen stringente wortwörtliche Bedeutung als Wortbedeutung ermitteln und sie mit der hinzugefügten Begriffbedeutung, wie auch der eigenen Vorstellung über oder von dem Begriff, welche man in seinem inneren Wörterbuch selbst erschaffen oder erhalten hat und diese anhand des Daseins miteinander vergleichen.
(3.1) Worterklärung und Begriffserklärungen sind die Schlüssel zum Verstehen
Von klein auf werden wir auf die Bedeutungen der Worte und deren Anwendung hin eingewöhnt (konditioniert) und wir prägen uns die Aussprache und die Bedeutung durch wiederholtes Anwenden ein. Wiederholte Anwendung festigt scheinbar, wie wir was verwenden, jedoch wird sich nur auf diese Weise erhalten, was auch in einem Bezug zur Natürlichkeit steht. Was nicht natürlich ist, muss beständig eingewöhnt werden und Natürlichkeit drängt nach Erfüllung. So können wir ein und dasselbe Wort haben, für das wir eine Worterklärung und oft auch einige ähnliche bis abweichende Wortbeschreibung im Wörterbuch finden, die von der wortwörtlichen Bedeutung des Wortes als Begriff sogar völlig abweichen können und unbewusst erschaffen wir aus dem so vernommenen oft eine individuelle Wortbedeutung oder Begriffsbedeutung, mit der wir Denken und Sprechen, allein schon um einen Begriff verwenden zu können.
Gelehrte nennen ihre Worterklärungen Definitionen (Bestimmungen). Ich kann einfach meist den Begriff Worterklärung für die in Wörterbüchern angegebenen Bedeutungen zu Wörtern und damit auch deren Verfasser nicht zugestehen, da die meisten von ihnen lediglich beschreiben, was mit einem Wort oder Begriff gemeint ist, sie jedoch diese nicht wirklich erklären. Worterklärung sind der Schlüssel zum Verstehen eines Wortes und beziehen sich umittelbar auf das Wort. Begriffserklärungen entfernen sich von der reinen Wortbedeutung und nehmen Bedeutungen aus anderen Worten und Begriffen hinzu, die nicht aus dem Wort in seiner Schreibweise erkennbar sind. Somit ist die Begriffserklärung ein weiterer erforderlicher Schlüssel zum Verstehen.
(3.2) Zusammengenommene Sprachwortbedeutung
Ein vorbildliches Wort würde als Begriff genau das bezeichnen und bedeuten was das Wort wortwörtlich zum Ausdruck bringt und wir setzen für uns unbewusst oft voraus, dass dies auch so der Fall sei. Dem ist jedoch oft nicht so und kann es an sich auch nicht sein, wie ich es später noch aufzeigen werde. Letztendlich verbinden wir mit einem Wort als Begriff lediglich eine Bedeutung mit der allgemein übereingestimmt wird, wobei die grundlegende Kenntnis der eindeutigen Worterklärung und eindeutigen Begriffserklärung, wie auch der Schriftbedeutung und Schriftzeichenbedeutung zusammengenommen die Sprachwortbedeutung ergeben, die umfassende Bedeutung und mehr eines Wortes in einer Sprache und die Bedeutungen eines Wortes zu kennen ist die Voraussetzung für verständliche und erfolgreiche Verständigungsvermittlung (Kommunikation).
(4) Ausmaß an Abneigung bis Zuneigung über Wortbedeutungen einen Staat steuern
Ein Zweck schulischer Bildung besteht darin, dass durch Sprechen zwischen Sprecher und Hörer Verstehen des jeweils durch sagen vermittelten Gesagten bewirkt werden kann. Ein weiterer Zweck schulischer Bildung besteht darin durch die vermittelten Bedeutungen in Bezug auf Schlüsselworte, dass Vermögen standardgemäß zu Denken zu steigern, damit sich entsprechend zu entscheiden, zu handeln und zu verhalten weitestgehend vorbestimmt ist und z.B. die durch Social Engineering der über Politikwissenschaftler betriebenen Propaganda über die Massenmedien, die ebenfalls vorbestimmten Erscheinungen erwirkt. Dabei scheut man auch nicht davor zurück, Wörter mit neuen erfundenen Bedeutungen zu bekleiden, um bei den Hörern und Lesern das Ausmaß an Abneigung bis Zuneigung gegenüber etwas oder jemand zu steuern, was im Grunde Schulbildung und Propaganda bewirkt.
Sich selbst bewusst auszubilden würde einen in der Lage versetzen, sich von der zustandsbedingten (systembedingten) vorgegebenen Denkweise und damit auch deren Denkmuster abzuweichen – zu befreien – und daher gibt es die Schulpflicht und all die Titel und Zugehörigkeiten, die man sich erarbeiten muss, damit der Gesamtzustand Staat die Steuerung von Zuneigung und Abneigung über Wortbedeutungen wie vorbestimmt (systemkonform) arbeitet, wobei diese Vorgehensweise nicht grundlegend falsch ist, sondern aufgrund zustandsbedingter Fehler sich oft der Nutzen zum Schaden wendet.
(5) Getreu der Wortbedeutungen verschriften.
Ein vervollkommenes gleichförmiges Sprachverständnis und infolge Sprechverhalten kann an sich nur gewährt werden, wenn alle Menschen einer Sprachgruppe sorgsam die gleiche Ausbildung in Bezug auf Sprache, Sprechen und Schrift erhalten würden, alle mit der besten Note abschließen – jeder erkennt sofort, dass dem nicht der Fall ist. Somit sollte ein Sprecher nicht allgemeingültig voraussetzen, dass ein Hörer oder Leser das Gesagte so entsprechend versteht, wie es vom Sprecher gesprochen wurde. Ebenso gilt dies für einen Autor beim Verschriften seines Gesagten oder Gedachten usw., daß ein späterer Leser oder Hörer seiner Schriftgewebe (Texte) die vom Autor verschriftet wurden, auch wie gelesen entsprechend auch wieder gesprochen und gedacht werden. Daher verschrifte ich so weit es geht so nah wie möglich an der wortwörtlichen Bedeutung der Wörter, somit getreu der Wortbedeutungen.
(5.1) Aufwand wird als belastende Ausführlichkeit empfunden.
Als Autor ist mir bewußt, daß aufgrund der an sich verkommenen Sprache, aufgrund des allgemein verbreiteten nachlässigen Umgangs und Unkenntnis der Sprache auf Vernunft und dem jeweils unterschiedlich bis nicht ausgereiften Sprachvermögen, wie auch sicherlich meiner eigenen Sprachschwächen, davon ausgehen muß, daß es viele Leser gibt, die trotz des von mir betriebenen Aufwand, oft vom Leser als belastende Ausführlichkeit empfunden wird, dennoch mißverstanden werden kann, so daß ich mich immer noch gezwungen sehe zu meinen Schriften entweder ein eigenes Wörterbuch oder zumindest eine Fachwortsammlung beizufügen, so wie ich darauf achten muss, inwieweit mein eigenes inneres Wörterbuch mich beeinflußt, ich sicherstellen muß ob und inwieweit ich von allgemeinen Bedeutungen der Wörter und Begriffe abweiche.
(6) Die Wirkabfolge von Gleichsetzungen ist unmittelbar ein Anstieg der Unvernunft.
Mein eigenes inneres Wörterbuch steht offenbar nahe zu den Wortherkünften und ursprünglichen oder wortwörtlichen Bedeutungen und somit werden mir die Bedeutungsunterschiede, wie auch die falsche Verwendung von Begriffen im Sprechen anderer oder in Texten leichter bewußt und dies insbesondere dann, wenn eine falsche Verwendung eines Begriffs einen direkten nachteiligen Einfluß auf Daseinzustände haben wird wenn dies so belassen bliebe, wie es zum Beispiel bei der Gleichsetzung der Begriffe Gehirn und Verstand und infolge damit auch der Vernunft der Fall ist. Die Wirkabfolge (Konsequenz) von Gleichsetzungen ist unmittelbar ein Anstieg der Unvernunft.
(6.1) Mögliche Mißverstehen aufzulösen.
Wenn ich also falsche Verwendung oder Mißverstehen in Verbindung zu Daseinzuständen und deren Wirkabfolgen feststelle ist es wie, als würde mein Verstand eine Vollbremsung machen und darauf bestehen zuerst ein dadurch mögliches Mißverstehen aufzulösen, während die meisten Sprecher nachsichtiger sind und oft darüber hinwegsehen, folglich eigentlich selbst nicht wirklich wissen, was sie da sprechen und wirklich zum Ausdruck bringen. Mich drängt es dann sehr, dies erst aufzuklären und im Grunde ist alles, was jemand nach der falschen Verwendung eines Wortes sagt nicht nenneswert, da es auf dem Fehlbegriff beruhend bereits in seinem Denken zu einem Fehlschluss kam, ein Denkfehler besteht, auf dem er seine Schlussfolgerungen aufbaut. Dies dann zu erdulden und sich die langen Reden anzuhören und zu hoffen, dass der Sprecher doch noch im Verlauf trotz falscher Begriffe und falsch ausgesprochener Wörter zum Ende hin doch das richtigere meint ist manchmal belastend, da es an sich vergeudete Zeit und Anstrengung ist.
Nach meiner Erfahrung gelingt es denjenigen in 80% der Fälle nicht die Kurve zu bekommen und so wird ein an sich kurzes Gespräch ausgedehnt, da ich herausfinden muss, was die Person wirklich meint und will. Wenn ich feststelle, daß die Person seine Sprache nicht beherrscht, wie zum Beispiel bei einem Kind oder Arbeiter, dann steht das Gesprochene nicht im vordergrund sondern die Umstände und aus ihnen heraus ermittle ich dann, was gemeint sei und sage es dem anderen einfach als Antwort und lasse es ihn bestätigen, wodurch ich dann durch Fragen den Verlauf des Gesprächs bestimme. Schließlich ist die Sprache der Vermittlungsaufgabe untergeordnet, ein Hilfsmittel. Sprache wird oft überbewertet.
(7) Synthetische Sprache als „Sprechwortbaukasten“.
Ein vorbildliches Wort ist an sich ein Wort, dass eine bildliche Vorstellung erwirken kann und müsste jedem Mensch in seiner Wortbestimmung und Bedeutung gelehrt werden, so dass er es nicht mit anderen Bedeutungen und Wortbestimmungen verwechselt oder gleichsetzt, wie es entsprechend auch auf Begriffe zutrifft, und in genau einer vorbestimmten Weise bei Bedarf verwendet. Eine vorbildliche Sprache würde auch voraussetzen, dass für jeden Bedarf für jeden Gegenstand, Geschehen für jeden Zustand etc. ein vollkommened Wort bestimmt wurde oder durch die Wortgestalt des Wortes bestimmbar und erlernbar ist, wie man Wandlung der Zusammenstellung eines Wortes aus Wortwurzeln, Vorsilben und Nachsilben wie auch Beugung des Wortes sich selbst Wörter erschaffen kann, die bestens dafür geeignet sind das zum Ausdruck zu bringen, was zum Ausdruck gebracht werden soll und solch eine Sprache nennt man in den Sprachwissenschaften eine synthetische Sprache; eine zusammensetzende Sprache, eine Sprache mit der sich wie aus einem „Sprechwortbaukasten“ Worte bilden lassen, bestehend aus Buchstaben und Silben und gewissen Regeln, wie es die Deutsche Sprache vor der Christianisierung offenbar als Germanisch bis ins Althochdeutsch hinein noch war.
(7.1) Deutsch ist auf dem Wandlungsweg zur analytischen Sprache.
Um nicht zu weit abzuschweifen sollte man zumindest wissen, daß eine synthetische Sprache z.B. keine Geschlechtswörter benötigt, weil jeweils ein Wort dieses bereits durch die Endung des Wortes zum Ausdruck bringt. Durch Sprachwandel hat sich aus der synthetischen germanischen Ursprache über die Jahrtausende die deutsche Sprache heraus „ergeben“ und sich Deutsch dabei auf dem Wandlungsweg hin zu einer analytischen Sprache entwickelt, bei der im Gegensatz zur synthetischen Sprache die in den Wörter eingebundenen Bedeutungen durch sepparat gestellte Wörter zum Ausdruck gebracht werden. Dadurch kann oft ein Wort der synthetischen Sprache bei der Übersetzung zu einer analytischen Sprache nur durch zwei oder mehr Worte zum Ausdruck gebracht werden, sich somit die Texte der analytischen Sprache entsprechend verlängern.
(7.2) Mit beiden Spracharten dieselben Daseinzustände zum Ausdruck bringen.
Ein Finne kann so die Aussage „in meinen Häusern“ mit dem synthetischen einen Wort taloissani aufgrund von talo für „Haus“ und i mit der Bedeutung Mehrzahl und durch ssaanzeigend, dass es innen ist und ni für „mein“ so für Finnen leicht verständlich zum Ausdruck bringen. Meines Erachtens und etwas genauer betrachtet, handelt es sich bei taloissani um ein aus mehreren Wörtern und Silben wie auch mit Bedeutung versehenen Buchstaben, die zu einem Wort zusammengezogen sind, sie auseinander gezogen genau die Worte hervorbringen werden, die wir in Wandlung zu einer analytischen Sprache hin nutzen. Somit können mit beiden Spracharten dieselben Daseinzustände zum Ausdruck gebracht werden, wobei die Verwendung einer synthetischen Sprache möglicherweise dazu führen würde, daß meine Texte sich um ein Drittel verkürzen ließen. Ob man nun die eine oder andere Art einer Muttersprache spricht merkt man den Unterschied erst beim Übersetzen von der einen zur anderen.
(7.3) Sprache als Denkweise hat Einfluß auf die Stringenz des Sprechers.
Davon ableitend ist eine synthethische Sprache eine „Zustand zu Wort bildende zusammenfügende, zusammensetzende Sprache“ und eine analytische Sprache eine „Zustand zu Worte zergliedernde, zerteilende oder zerlegende Sprache“ und dabei muß man wissen, daß sich dies unmittelbar auf die Denkweise, auf die Stringenz (Logik) des Sprechers Einfluß nimmt, sich sogar bis hin zur Kultur eines Sprachraums und Verhalten der jeweiligen Bevölkerung auswirkt, somit keineswegs zu vernachlässigen sei, wie es manche Sprachwissenschaftler einschätzen.
(7.4) Kürze und Eindeutigkeit eines Ausdrucks steigert das Erkenntnisvermögen.
Aus diesen Unterschieden ergibt sich der Umstand, daß man mit einer anderen Sprache auch zugleich eine Sprachstringenz oder Sprachvernunft und damit auch Denkstringenz oder Denkvernunft aufnimmt, da Sprachart bestimmt wie sich Vorstellungen durch das Vorstellungsvermögen jeweils räumlich aufbaut und es wäre sicherlich wissbegehrend, inwieweit sich dies auf die Geschwindigkeit des Denkens und der Eindeutigkeit, Wirksamkeit (Effektivität) und Sprachersparnis (Effizienz) der durch Sprachart erwirkten Vorstellungen auswirkt. Schließlich besteht ein deutlicher Unterschied zwischen „Achtung der Baum fällt um!“ und „Ahtbaumtun“, ein auf Althochdeutsch erfundenes zusammengesetztes Wort mit aht für achten und Baum und tun, da die Kürze und Eindeutigkeit eines Ausdrucks sicherlich das Erkenntnisvermögen steigert, der eine aufgrund der analytischen Sprache vom Baum bei Ausspruch des letzten Wortes „…um!“ auf Grund von 21 Buchstaben und fünf Wörtern erschlagen wird, während er bei einer synthetischen Sprache mit 9 Buchstaben und einem Wort hätte noch die Lage erkennen und zur Seite springen können.
(8) Verantwortung verstanden zu werden liegt beim Sprecher und Verschrifter.
Da es offenbar bislang unmöglich war, ein angemessenes Ausbildungskonzept für Sprache, Sprechen und Schrift zu entwerfen und durchzusetzen, kann ein Sprecher im Grunde nur ein verhältnismäßiges Verstehen beim Empfänger voraussetzen und müßte immer damit rechnen, dass er missverstanden werden könnte. Dies ist in der Gegenwartssprache und im engeren Sinn der Alltagssprache in seinem eigenen Umfeld weniger kritisch, jedoch von Bedeutung wird dies in Bezug auf Schlüsselworte, in Fachsprachen, bei Verträgen und Rechtsangelegenheiten usw. Die Verantwortung verstanden zu werden liegt beim Sprecher, Verschrifter (Schreiber, Autor) und zu Verstehen an sich beim Hörer oder Leser, jedoch kann Letzteres aufgrund eines mangelhaften Ausbildungskonzept über Sprache an sich als vorausgesetzt gelten und somit bleibt die volle Verantwortung beim Sprecher und Verschrifter.
(8.1) Mißverständnisse lösen unmittelbar körperliche Erwiderungen aus.
Wenn man sehr gebildet ist und sich sehr viele Sprachwortbedeutungen erarbeitet hat erkennt man umso mehr, daß je nach Erlesenheit und Sprachverständnis offenbar jeder gesondert auf der Basis seines inneren Wörterbuches und erlangten Wortschatzes, mit einer jeweils besonderen Mischung aus tatsächlichen, vermeintlichen, verfälschten bis erfundenenen Sprachwortbedeutungen spricht und schreibt. So kommt es nicht selten vor daß jemand sich durch Sprechen zum Ausdruck bringt und es im schlimmsten Fall so ist, daß er gar nicht weiß was er da wirklich zum Ausdruck bringt. Würden die Menschen sich selbst beim Sprechen zuhören und zugleich ihre Wortwahl bis zu den Wortwurzeln auflösen, das Gesprochene anhand eines Wörterbuches der jeweiligen Sprache vergleichen und überprüfen können, so würden sie feststellen, daß sie nur vermeintlich zum Ausdruck brachten, was sie eigentlich sagen wollten.
Dieser Umstand der Bedeutungen aus dem inneren Wörterbuch ist oft Ursache für eine Vielzahl von Auseinandersetzungen bis Zerwürfnissen und schlimmer. Mir unterlaufen diese Fehler ebenso, jedoch höre ich mir beim Sprechen meist zu und noch im Verlauf des Satzes, pflege ich die Richtigstellung ein. Wenn man den jeweiligen Hörer genau beobachtet, so kann man die Güte seines Verstehens anhand an seiner körperlichen Haltung, seiner Mimik und Gestik gut einschätzen, da Mißverständnisse unmittelbar körperliche Erwiderungen auslösen, auf die ich in einer noch zu erstellenden Schriftausgabe eingehen werde.
(8.2) Wörterbuch mit einem mehr oder weniger mangelhaften Wortschatz.
Jemand der die gesprochene und geschriebene Sprache genau auflöst und die Person in dem hinterfragt, was sie wirklich meint und mit ihr die jeweiligen Begriffe durchgeht, so würde man oft feststellen, daß derjenige seine Muttersprache nicht wirklich beherrscht und dies ist besonders der Fall wenn es an Erlesenheit und Sprachausbildung mangelt und jemand politische Nachrichten vernimmt – Nachrichten sind an sich immer politisch und Propaganda. Er kann es an sich nur über sich ergießen lassen, da er die Wirkabfolge des Gesagten aus dem Gesagten nicht aufgrund seines inneren Wörterbuches mit einem mehr oder weniger mangelhaften Wortschatz ermitteln kann; wobei dieser Umstand besonders in der Politik, wie auch gezielt durch entsprechend geschulte Verkäufer usw. genutzt wird. Dieser Umstand sollte bei scheiternden Verträgen und Gesetzesverstößen an sich zu Lasten der jeweiligen Organisationen gehen, wie es auch bei zu Fehlverhalten verleitend gestalteten Gesetzen gegenüber persönlich haftenden Politikern einer Regierung der Fall sein sollte.
(9) Sprache und deren Sprechweise bringt Gemüt bis hin zur Gesinnung zum Ausdruck.
Jede Sprache, Wortwahl und Satzstellung enthält somit in gewisser Weise eine Sprachvernunft und vorbestimmt die Vernunft des Sprechers, wie sich auch für den Sprecher unbewußt er durch Verwendung seines inneren Wörterbuches seine Vernunft entsprechend der Sprache und Sprechweise zum Ausdruck bringt und sein Gemüt wie auch das Ausmaß seiner verwirklichbaren Vernunft bis hin zur Gesinnung, den unangemessenen Gleichsetzungen, fehlerbehaftete Bedeutungen usw. behindern und beschränken die an sich bestehende deutlich höhere Auffassungsgabe und Erkenntnisvermögen (Intelligenz), die der Mensch als Sprachvermögen auf natürliche Weise an sich hat, wobei sich dies leicht beweisen läßt, wenn sich jemand daran setzen würde und das Sprachverständnis und den Inhalt der inneren Wörterbücher von Straftätern auflösen würde. Es könnte gut sein, dass ein Straftäter die Bedeutungen von mein und dein, Haben, Besitz, Eigentum, Arbeit oder Zeit usw. nicht verstanden hat. Dies ist kein Scherz, ich habe solche Fälle schon gehabt.
(9.1) Mit dem Verfall einer Muttersprache verfällt auch die Moral der Gesellschaft.
Im Idealfall würde also ein Wort wörtlich und buchstabengetreu das zum Ausdruck bringen, was als Zustand, Geschehen und Beziehung damit im Dasein oder als Dasein bezeichnet wird und jeder dies als Begriff so verstehen und verwenden würde, wie es bezeichnet ist. Es dürfte auch nur eine Sprachwortbedeutung und eine an entsprechende Anwendungsweise dieses Begriffs bei der Satzbildung einer analytischen Sprache geben und dies würde den Bedarf an eine Vielzahl von Wörten als dessen Wirkabfolge haben, die wir noch erfinden müßten, um alles auf eine entsprechende Weise zum Ausdruck bringen zu können.
Bei einer synthetischen Sprache liegt der Schwerpunkt auf die Regeln und Bedeutungen der Wortbildungsglieder. Es besteht somit ein enormer Mangel an entsprechenden Begriffen und hätten wir dies würde unser Wortschatz so grenzenlos anwachsen, den wir erlernen und kennen müssten, um sich bei jeder Gelegenheit unmißverständlich und entsprechend, eigentlich eher ersprechend zum Ausdruck bringen zu können, wobei dies bei einer synthetischen Sprache sicherlich einfacher wäre, jedoch eine höheres Sprachverständnis erfordert. Man kann daher vermuten, daß mit dem Verfall einer Muttersprache auch die Moral der Gesellschaft verfällt, somit die Gesellschaft verdummt, somit die Vernunft der Einzelpersonen (Individien) sinkt. Die Begriffe müßen dem Dasein entsprechen, so das aus ihrem ersprechen heraus die jeweilige Vorstellung erwirkt wird.
(9.2) Wirklichkeitsnähe durch einen „Wortbildungsbaukasten“ steigern.
Die analytische Sprache wird die synthetische Sprache dann in dessen Wirklichkeitsnähe übersteigen, wenn die Begriffsbedeutungen mit all ihren Nebenbedeutungen im Sprachgebrauch auf die jeweiligen Wortbedeutungen weitestgehend beschränkt werden und die Sprecher solch eine Sprache erlernen, sich aus ihrem „Wortbildungsbaukasten“ ihres inneren Wörterbuches sich spontan die benötigten Worte selbst herausbilden und unmittelbar verwenden. Jemand, der sich daran gewöhnt, wird aufgrund der nahen wortwörtlichen Bedeutung schneller zu den zu bewirkenden oder erwirkenden räumlichen Vorstellungen gelangen, ohne in ein Wörterbuch schauen zu müssen.
(10) Kein Wort oder Begriff steht in Übereinstimmung mit dem Dasein.
Wer bis hier hin zu lesen oder zu hören gelangt ist und dies versteht, versteht dies lediglich aufgrund seines jeweils besonderen Sprachvermögens, wie auch aufgrund seines Bewußtseins, Daseinzustand und seines Gemüts und je höher das direkte Verstehen ausfällt umso ähnlicher werden die jeweils verwendeten inneren Wörterbücher sich sein. Und dennoch bedeutet und steht keines der von mir bislang verwendeten Worte oder Begriffe in voller Übereinstimmung mit oder zu dem Dasein, welchen ich damit zum Ausdruck zu bringen suche und ich komme im Verlauf dieses Ausarbeitungsanteil noch darauf zu sprechen.
(10.1) Angesammelte Bedeutungsuneinigkeiten – Widersprüche innerer Wortbedeutung.
Wenn wir eine Schrift nehmen die ein Gelehrter vor 1000 Jahren verfaßt hat, so hat er seine Worte, Begriffe, Satzbildung seinem Zeitalter nach, wie auch seinem Kenntnisstand, seinen mehr oder weniger besonderen inneren eigenen Wörterbuch verfaßt und somit kann man an sich in Unkenntnis darüber nicht davon ausgehen, dass man versteht was da geschrieben steht, da man dann meistens von den heutigen Bedeutungen der Begriffe ausgeht und von damit den gegenwärtig bereits gewandelten Begriffen ausgehend, einen Text entsprechend einer dadurch erwirkten Bedeutungsuneinigkeit auslegt. Wenn man eine solche Schrift verstehen will, müßte man sich das Wissen über die damaligen Umstände aneignen und wissen wie diese Begriffe aufgrund welcher Vorstellungen damals verwendet worden sind. Leider haben die jeweiligen Gelehrten dies nur sehr selten erkannt und zu ihren Schriften meist keine Fachwörterbücher hinzugefügt. In gleicher Weise wirkt die Verwendung innerer Wörterbücher, in der sich vielfältige Bedeutungsuneinigkeiten oder Widersprüche der inneren Wortbedeutungen angesammelt haben. Dies war auch bei mir so und ich habe Verfahren entwickelt, wie man diese bereinigt, auf die im Verlauf der Ausarbeitung näher eingehen werde.
(10.2) Sprache kommt einem Brechen von räumlichen Bildern gleich.
Um den Einfluss der inneren Wörterbücher zu minimieren und somit die richtige Auslegung und Deutung meiner Schriftstücke zu steigern habe ich in den letzten zwei Monaten mich daran gemacht zumindest eine Fachwortsammlung für meine Schriftgewebe zu erstellen, so dass ein Leser anhand der Fachwortsammlung die jeweils von mir verwendete Sprachwortbedeutung erkennen und mit dessen Hilfe das jeweilige Schriftstücke wie verschriftet zu vernehmen und so möglichst zu denselben Vorstellungen gelangt, die ich als Vorstellungen beim Verschriften hatte und in diese in Worte brechen mußte die hier die Zeilen füllen, den Sprache kommt einem Brechen von räumlichen Bildern gleich, wie als würde man aus einer Vorstellung oder Beschreibung dessen, was man erkannt oder erlebt hat, jeweils ein Puzzle erstellen, was für mich an sich jeder Absatz eines Schriftgewebes ist.
(10.3) Sprache ist immer räumlich bezogen anregend.
Bei dem Begriff Bild, wie auch Abbild oder Ebenbild sollte man besser die Verwendung der Begriffe im frühen Althochdeutsch kennen, da Wörter und Begriffe die Bild enthalten immer sich auf räumliches Dasein mit all seinen möglichen Inhalten beziehen, somit der Begriff Bild früher immer vierdimensional gemeint ist und ein aufgehängtes Bild an der Wand lediglich eine zweidimensionale Darstellung von Dasein oder Vorstellung in Bezug auf dessen räumliche Erscheinung auf Täuschung beruht. Das Bild einer Person wäre die räumliche Person im Dasein selbst, ein Abbild von einer Person wäre somit zum Beispiel eine Büste und damit räumlich, ein Ebenbild wäre aufgrund von eben- zum Beispiel ein Spiegelbild, oder Gemälde oder „Gleichbild“ eines Daseins, somit eine mehr oder weniger gut entsprechende Verdopplung.
Der Begriff Bild beinhaltet in sich bereits die Bedeutung herausgebildetetes räumlichesDasein und so komme ich in Bezug auf den biblischen Spruch „… Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn…“, den ich der Luther Bibel entnehme, ins Grübeln und lese dies wissend vorausgesetz daraus heraus, dass jeder Mensch somit ein oder zumindest annähernd wie ein Gott sei, sowie auch andere Auslegungen dieses Spruch möglich sind. Wie dem auch sei muß man verstehen, daß Sprache immer räumlich ist, sich auf Räumlichkeit bezieht und daher auch nur wirksam sein kann, wenn sie räumlich anregend und anregbar ist.
Klaus Feldmann
Urheber