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Werk:De docta ignorantia/129

aus AufEinWort, der freien Forschung

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Ipsum autem contrahens, cum terminet possibilitatem contrahibilis, ab aequalitate unitatis descendit. Aequalitas enim unitatis est [1] aequalitas essendi; ens enim et unum convertuntur. Unde, cum contrahens sit adaequans possibilitatem ad contracte istud vel aliud essendum, recte ab aequalitate essendi, quae est Verbum in divinis, descendere dicitur. Et quoniam ipsum Verbum, quod est ratio et [2] idea atque absoluta rerum necessitas, possibilitatem per ipsum tale contrahens necessitat et constringit: hinc ipsum contrahens quidam formam aut animam mundi et possibilitatem materiam vocaverunt; alii fatum in substantia, alii, ut Platonici, necessitatem complexionis, quoniam a necessitate absoluta descendit, ut sit quasi quaedam contracta [3] necessitas et forma contracta, in qua sint omnes formae in veritate, – de quo infra dicetur.

Das Verschränkende aber, das die Möglichkeit des Verschränkbaren begrenzt, stammt aus der Gleichheit der Einheit. Die Gleichheit der Einheit ist nämlich die Gleichheit des Seins. Das Seiende und das Eine sind vertauschbar. Weil daher das Verschränkende die Möglichkeit zu diesem oder jenem wirklichen [p.359] Sein in Verschränkung angleicht, sagt man mit Recht, es stamme von der Gleichheit des Seins, die im Göttlichen das Wort ist. Und weil das Wort, das Wesenssinn, Idee und absolute Notwendigkeit der Dinge ist, die Möglichkeit, die es durch ein solches verschränkt, nötigt und fesselt, so nannte man das Verschränkende die Gestalt oder Seele der Welt und die Möglichkeit den Stoff der Welt. Andere bezeichneten es als das Geschick im Grundbestand, andere, wie die Platoniker, als die Notwendigkeit der Verbindung, denn sie stammt von der absoluten Notwendigkeit und ist eine Art verschränkter Notwendigkeit und verschränkter Gestalt, in der alle Gestalten in Wahrheit sind. Davon wird später die Rede sein.== Einzelnachweise ==

  1. ↑ [p.83]
  2. ↑ 83.5
  3. ↑ 83.10