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Werk:De docta ignorantia/144

aus AufEinWort, der freien Forschung

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Et ita modus essendi in anima mundi est, secundum quem dicimus mundum intelligibilem. Modus essendi actu per determinationem [1] possibilitatis actu per explicationem, ut iam dictum est, est modus essendi, secundum quem iste mundus est sensibilis secundum eos. Neque voluerunt illas formas, ut sunt in materia, esse alias ab ipsis, quae sunt in anima mundi, sed tantum secundum modum essendi [2] differenter, ut in anima mundi veraciter et in se, in materia verisimiliter, non in sua puritate, sed cum obumbratione; adicientes veritatem formarum solum per intellectum attingi, per rationem, imaginationem et sensum non, sed imagines, prout formae sunt permixtae [3] possibilitati; et quod propterea non vere attingerent quidquam, sed opinative. .

Und so ist der Modus des Seins in der Weltseele. Nach ihm nennen wir die Welt eine intelligible. Der Modus des Wirklich-Seins, wirklich durch die Bestimmung der Möglichkeit, und, wie schon gesagt, durch die Entfaltung, ist jener Seinsmodus, demgemäß diese Welt nach Meinung jener eine sinnliche ist. Auch wollten sie nicht zugeben, daß die Gestalten, wie sie in der Materie sind, von jenen in der Weltseele verschieden sind. Sie seien vielmehr nur der Art ihres Seins nach verschieden; in der Weltseele seien sie wahrhaft und in sich, im Stoff aber nur dem Wahren ähnlich, nicht rein sondern verdunkelt. Sie fügen hinzu, daß nur der Geist [p.375] die Wahrheit der Gestalten erreichen kann, nicht aber Verstand, Vorstellung und Sinn. Diese erreichen nur die Bilder, je nachdem, wie die Gestalten mit der Möglichkeit vermischt sind, und erfassen deshalb nichts in Wahrheit, sondern nur der Meinung nach.== Einzelnachweise ==

  1. ↑ 91.20
  2. ↑ [p.92]
  3. ↑ 92.5