Werk:De docta ignorantia/152
Hunc spiritum connexionis procedere ab utroque, scilicet possibilitate et anima mundi, dixerunt. Nam materia cum habeat ex aptitudine sui recipiendi formam quendam appetitum, ut turpe appetit bonum et privatio habi|tum, et cum forma desideret esse actu et non [1] [2] possit absolute subsistere, cum non sit suum esse nec sit Deus, descendit, ut sit contracte in possibilitate; hoc est, ascendente possibilitate versus actu esse descendit forma, ut sit finiens, perficiens et terminans possibilitatem. Et ita ex ascensu et descensu motus exoritur connectens utrumque; qui motus est medium connexionis potentiae [3] et actus, quoniam ex possibilitate mobili et motore formali oritur ipsum movere medium.
Sie führten aus, daß dieser Geist der Verknüpfung von beiden, von der Möglichkeit und der Weltseele ausgehe.
Denn da der Stoff auf Grund seiner Eignung, eine Gestalt anzunehmen, ein gewisses Verlangen danach hat, wie das Böse nach Gutem verlangt und die Beraubung nach Besitz, und da die Gestalt danach begehrt, wirklich zu sein, aber nicht in Absolutheit bestehen kann, weil sie weder eigenes Sein ist noch Gott, steigt sie herab, auf daß sie verschränkt in der Möglichkeit sei; d. h., daß die Gestalt herabsteigt, um die Möglichkeit zu umgrenzen, zu vollenden und zu bestimmen, während sich die Möglichkeit zum Wirklich-Sein erhebt. Und so entsteht aus Aufstieg und Abstieg die Bewegung, die beide miteinander verknüpft und das Mittel der Verknüpfung von Möglichkeit und Wirklichkeit ist, da aus der beweglichen Möglichkeit und der bewegenden Gestalt die bewegende Vermittlung selbst entsteht.== Einzelnachweise ==