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Werk:De docta ignorantia/178

aus AufEinWort, der freien Forschung

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[1] Quis non admiraretur hunc opificem, qui etiam tali siquidem arte in sphaeris et stellis ac regionibus astrorum usus est, ut sine omni praecisione cum omnium diversitate sit omnium concordantia, in uno mundo magnitudines stellarum, situm et motum praeponderans et stellarum distantias taliter ordinans, ut, nisi quaelibet regio ita esset [2] sicut est, nec ipsa esse nec in tali situ et ordine esse nec ipsum universum esse posset; dans omnibus stellis differentem claritatem, influentiam, figuram et colorem atque calorem, qui claritatem concomitatur influentialiter, et ita proportionaliter partium ad invicem proportionem constituens, ut in qualibet sit motus partium ad totum, [3] deorsum ad medium in gravibus et sursum a medio in levibus, et circa medium, uti stellarum motum orbicularem percipimus.

Wer bewunderte nicht diesen Baumeister, der für die Sphären, die Sterne und Regionen der Gestirne eine derartige Kunst angewandt hat, daß alles ohne letzte Abgrenzung zugleich verschieden und in Eintracht ist; in der ganzen Welt hat er die Größe der Sterne, ihren Ort und ihre Bewegung zuvor erwogen und ihre Abstände dergestalt geordnet, daß jede Region, wäre sie nicht so, wie sie ist, weder sie selbst noch an diesem Ort und in dieser Ordnung sein könnte; und ebensowenig das Weltgesamt. Allen Sternen gab er verschiedene Helligkeit, verschiedenen Einfluß, Gestalt, Farbe und Wärme, die die Helligkeit wechselwirkend beeinflußt, und gestaltete die Bezugsverhältnisse der Teile zueinander so, daß in Jeglichem die Teile zum Ganzen streben, die schwereren von oben zur Mitte, die leichteren von der Mitte empor und andere auf die Mitte hin, wie wir es an der kreisförmigen Bewegung der Sterne erfahren.== Einzelnachweise ==

  1. ↑ 112.15
  2. ↑ 112.20
  3. ↑ [p.113]