Werk:De docta ignorantia/181
Doctae ignorantiae
DE DOCTA IGNORANTIA
Liber tertius
Prologus.
Paucis hiis de universo praemissis, quomodo in contractione subsistat, ad finem ut de maximo absoluto pariter et contracto, Iesu Christo semper benedicto, aliqua docte in ignorantia perquiramus in [4] augmentum fidei et perfectionis nostrae, amplius tuae admirandae industriae quam breviter de Iesu conceptum pandemus, ipsum invocantes, ut sit via ad seipsum, qui est veritas; qua nunc per fidem et posthac per adeptionem vivificemur in ipso per ipsum, qui et vita exstat sempiterna.
DIE WISSENDE UNWISSENHEIT
[p.421]
Drittes Buch
Vorwort
Nachdem wir nun Verschiedenes über das in Verschränkung bestehende Gesamt gesagt haben, wollen wir zuletzt versuchen, über Jesus Christus, den stets Gepriesenen, der in gleicher Weise das absolut und verschränkt Größte ist, in wissender Unwissenheit einiges zu erfahren, auf daß unser Glaube vermehrt und unsere Vollkommenheit vergrößert werde.
In Hinblick auf deinen so bewunderungswürdigen Eifer möchten wir in aller Kürze die Grundgedanken über Jesus darlegen; wir wollen ihn anrufen und flehen, daß er uns Weg zu sich selber sei; er ist die Wahrheit, die uns in ihm und durch ihn, der das ewige Leben ist, jetzt durch den Glauben und später durch endgültigen Besitz, das Leben schenkt.== Einzelnachweise ==