Werk:De docta ignorantia/185
Non est igitur nisi unus terminus aut specierum aut generum aut [1] universi, qui est centrum, circumferentia atque connexio omnium. Et universum non evacuat ipsam infinitam absolute maximam Dei potentiam, ut sit simpliciter maximum terminans Dei potentiam. Non attingit itaque universum terminum maximitatis absolutae, neque genera terminum universi attingunt neque species terminum generum [2] neque individua terminum specierum: ut omnia sint id, quod sunt, meliori quidem modo intra maximum et minimum, et Deus principium, medium et finis universi et singulorum, ut omnia, sive ascendant sive descendant sive ad medium tendant, ad Deum | [3] accedant. Connexio autem universorum per ipsum est, ut omnia, quamquam [4] sint differentia, sint et connexa. Quapropter inter genera unum universum contrahentia talis est inferioris et superioris connexio, ut in medio coincidant, ac inter species diversas talis combinationis ordo existit, ut suprema species generis unius coincidat cum infima immediate superioris, ut sit unum continuum perfectum universum.
Es gibt sowohl für die Eigengestalten und die Gattungen als auch für das Gesamt nur eine Ziel-Grenze; sie ist Mittelpunkt, Umfang und Verbindung von allem. Auch schöpft das Gesamt nicht jene unendliche und auf absolute Weise größte Macht Gottes aus, so daß es das schlechthin Größte wäre, das die Macht Gottes begrenzt. Es berührt darum nicht einmal die Ziel-Grenze der absoluten Große; noch berühren die Gattungen die des Gesamt, die Eigengestalten die der Gattungen und die Individuen die der Eigengestalten. Daher sind alle das, was sie sind, innerhalb des Größten und Kleinsten auf die relativ beste Weise. Und da Gott Ursprung, Mitte und Ziel des Gesamt und eines Jeden ist, ob es nun auf oder absteigt oder zur Mitte hin strebt, so nähert sich alles Gott.
Die Verbindung des Gesamten geschieht durch ihn, so daß alles, wiewohl getrennt, auch verbunden ist. Daher ist die Verbindung zwischen den das eine Gesamt bildenden, verschränkten Gattungen nach oben und unten eine derartige, daß diese in der Mitte koinzidieren; ebenso besteht zwischen den verschiedenen Eigengestalten die Ordnung einer so gestalteten Kombination, daß die oberste Eigengestalt der einen Gattung mit der untersten der unmittelbar Höheren koinzidiert und so ein zusammenhängendes, vollkommenes Gesamt entsteht.== Einzelnachweise ==