Werk:De docta ignorantia/200
Deus autem, ut est aequalitas essendi | omnia, creator est universi, [2] cum ipsum sit ad ipsum creatum. Aequalitas igitur summa atque maxima essendi omnia absolute illa esset, cui ipsa humanitatis natura uniretur, ut ipse Deus per assumptam humanitatem ita esset omnia [3] contracte in ipsa humanitate, quemadmodum est aequalitas essendi omnia absolute. Homo igitur iste cum in ipsa maxima aequalitate essendi per unionem subsisteret, filius Dei foret sicut Verbum, in quo omnia facta sunt, aut ipsa essendi aequalitas, quae Dei filius nominatur secundum ostensa in prioribus; nec tamen desineret esse filius [4] hominis, sicut nec desineret esse homo, prout infra dicetur.
Gott aber als die Gleichheit allen Seins, ist der Schöpfer des Gesamt, denn es ist auf ihn hin geschaffen. Die höchste und größte Gleichheit allen Seins wäre auf absolute Weise jene, mit der die Natur der Menschheit vereint würde; so wäre Gott vermittels der aufgenommenen Menschheit in dieser selbst alles auf verschränkte Weise ebenso, wie er die Gleichheit allen Seins auf absolute Weise ist.
Also wäre dieser Mensch, der sich durch diese Vereinigung in der größtmöglichen Gleichheit des Seins befände, der Sohn Gottes genau so wie das Wort, in dem alles gemacht ist, oder die Gleichheit des Seins selbst, die entsprechend dem im vorhergehenden Gezeigten, Sohn Gottes genannt wird. Dennoch würde er nicht aufhören, Menschen-Sohn zu sein, wie er auch nicht aufhörte, Mensch zu sein; das soll im folgenden gezeigt werden.== Einzelnachweise ==