Werk:De docta ignorantia/253
Et haec est ipsa natura completa, quam in Christo, mortificata carne et peccato, transformati in eius imaginem consequi poterimus; et non [1] illa phantastica magorum, qui hominem ad quandam naturam spirituum influentialium sibi connaturalium quibusdam operationibus mediante fide ascendere dicunt, ut in virtute spirituum talium, quibus per fidem uniuntur, plura et singularia mirabilia aut in igne aut in aqua aut scientiis harmonicis apparentiis transmutationum, [2] manifestatione occultorum et similibus efficiant. Manifestum est enim in hiis omnibus seductionem esse et recessum a vita et veritate. Propter quod tales ad foedera et pacta unitatis cum malignis spiritibus taliter [3] astringuntur, ut id, quod fide credunt, opere ostendant in thurificationibus et adorationibus Deo tantum debitis, quae spiritibus, quasi potentibus implere petita, et devocabilibus istis mediantibus magna cum observantia et veneratione impendunt. Consequuntur [4] aliquando per fidem ipsa caduca petita, uniti sic spiritui, cui etiam a Christo aeternaliter divisi in suppliciis adhaerebunt. Benedictus Deus, qui per Filium suum de tenebris tantae ignorantiae nos redemit, ut sciamus omnia falsa et deceptoria, quae alio mediatore quam Christo, qui veritas est, et alia fide quam Iesu, [5] qualitercumque perficiuntur! Quoniam non est nisi unus Dominus Iesus potens super omnia, nos omni bene|dictione adimplens, omnes [6] nostros defectus solus faciens habundare.
Das ist die vollkommene Natur, die wir in Christus, dem Fleisch und der Sünde gestorben und in sein Abbild umgestaltet, werden erlangen können. Und nichts sind jene Hirngespinste der Magier, die behaupten, der Mensch könne mittels gewisser Handlungen durch den Glauben zu einer bestimmten Natur von Geistern emporsteigen, die auf ihn Einfluß ausübten und von gleicher Natur seien, so daß er durch die Kraft dieser Geister, denen er im Glauben vereint sei, und durch Offenbarung geheimer Dinge, viele einzigartige Wunderdinge im Feuer oder im Wasser oder in den Wissenschaften harmonischer Veränderungs-Erscheinungen hervorzubringen vermöchte.
Es ist offenbar, daß in alledem Verführung und Verlassen von Leben und Wahrheit liegt. Deshalb verbinden sich solche Menschen mit den bösen Geistern zu Bündnis und Einheitsvertrag dergestalt, daß sie, was sie glauben, auch in Beräucherung und Anbetung, die Gott allein zukommen, tatsächlich zeigen. Das bringen sie in großer Verehrung und in Gehorsam den Geistern dar, als ob diese fähig wären, ihre Bitten zu erfüllen und sich durch solche Bannsprüche rufen ließen. Mitunter erhalten sie auch die in diesem Glauben erbetenen Güter, wenn sie auf diese Weise einem Geist vereint sind, dem sie dann in ewiger Trennung von Christus in der Verdammnis anhangen werden.
Gepriesen sei Gott, der uns durch seinen Sohn aus der Finsternis so großer Unwissenheit erlöst hat, daß wir erkennen: alles, was durch einen anderen Mittler als Christus, der die Wahrheit ist und durch einen anderen Glauben, als den an Jesus, in irgendeiner Weise vollbracht wird, ist falsch und trügerisch. Daher gibt es nur einen, der über alles mächtig ist, uns mit allem Segen erfüllt und allein alle unsere Mängel in Überfluß wandelt, Jesus den Herrn.== Einzelnachweise ==