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Werk:De docta ignorantia/38

aus AufEinWort, der freien Forschung

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Adhuc, poteris te iuvare ad huius intelligentiam per ascensionem a triangulo quanto ad non-quantum. Nam omnem triangulum quantum [1] habere tres angulos aequales duobus rectis manifestum est; et ita, quanto unus angulus est maior, tanto alii minores. Et licet angulus unusquisque possit augeri usque ad duos rectos exclusive et non maxime secundum principium primum nostrum: admittamus tamen, quod maxime augeatur [2] usque ad duos rectos inclusive, triangulo permanente. Tunc est manifestum triangulum unum angulum habere, qui est tres, et tres esse unum.

Das Verständnis dieses Sachverhaltes kann man sich durch den Aufstieg von dem in seiner Größe bestimmten zu dem in der Größe nicht bestimmten Dreieck ermöglichen. Es ist klar, daß jedes in seiner Größe bestimmte Dreieck drei Winkel besitzt, die zwei rechten gleich sind und daß darum, je größer ein Winkel ist, die anderen um so kleiner sein müssen. Nach unserem ersten Prinzip kann jeder Winkel vergrößert werden, aber nur bis zur Größe von zwei rechten und nicht auf größte Weise. Lassen wir aber dennoch zu, daß er in größter Weise, bis zur Größe von zwei rechten einschließlich, vergrößert wird und das Dreieck dabei bestehen bleibt, dann ist es offenbar, daß das Dreieck einen Winkel hat, der drei ist und drei Winkel, die einer sind.

Einzelnachweise

  1. ↑ 28.15
  2. ↑ 28.20