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Deutung, Bedeutungen und Schlüsselbegriffe

aus AufEinWort, der freien Forschung

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Wundersame Sprache
Ureigenwerk Liste Werke von Klaus Feldmann 
Heft
18. November 2020 n. Chr. erst.  
Ausgabe 01
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Leserschaft: Niemand
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(1) Grundlegende Wortbedeutung Bedeutung:

Bedeutung ist die einer Erscheinung oder einem Dasein durch Deutung bestimmte Wesensart, Eigenschaft, ein auf Grund von Deutung zugewiesenes Dasein.

(1.1) Wandlung des Daseins entsprechend der Bedeutung.

Dadurch dass man dem Dasein eine Deutung zuweist, dem Dasein diese Deutung nun von sich ausgehend „entgegenwirft“, sie somit selbst dem Dasein gibt, wandelt sich die Deutung zur Bedeutung und fortan wird dieses Dasein der Bedeutung gemäß vernommen, beachtet, geachtet und behandelt, somit verhält man sich dem Dasein gegenüber entsprechend der Deutung. Durch Deutung wird ein Dasein zum Träger einer Bedeutung und deutet man etwas erneut, so ändert sich die Bedeutung und infolge das Verhalten, Umgang usw.

Die Bedeutung wird für einen unbewusst zu einem Verfertiger des Vernehmen und ist in der Lage eine entsprechend gewandelte Wahrnehmung des Daseins zu erwirken, so dass man nicht das Dasein in der Gestalt oder dessen Erscheinung vernimmt, wie es tatsächlich erscheint, sondern in derjenigen, die aus dem Unbewusstsein heraus zur Wahrnehmung gelangt.

Dies erfolgt in dem Ausmaß, wie stark die Bedeutung aufgenommen wurde und wie sehr diese durch Ähnlichkeiten im Dasein in Erscheinung treten. Je schlechter der eigene Daseinzustand ist, umso weniger wird in der Wahrnehmung die Unterscheidung von selbsterzeugter Vorstellung, zu unbewusster Wahrnehmung auf Grund von Anregung und der Wahrnehmung des gegenwärtigen Dasein unterschieden und umso mehr sieht man an sich die Gegenwart aus der Vergangenheit heraus.

(1.2) Verfassung dass Dasein in höherer Wahrheitsgüte zu erkennen.

An sich ist man selbst Träger der Bedeutung, und jeder kann über das gleiche Dasein völlig andere Bedeutungen in sich tragen, die man auf Grund eigener Deutung oder durch andere erhaltene Bedeutungsträger der Bedeutung, da das Dasein das ist, was es ist und an sich unabhängig von ihnen da ist, jedoch richtet sich der möglicherweise auch bestehenden Vielfalt der Bedeutungen entsprechend das Verhalten der Bedeutungsträger dem Dasein gegenüber aus.

Mit dem Dasein wird also so umgegangen und es so behandelt, wie es den Bedeutungen der jeweiligen Bedeutungsträger entspricht und ist nur dann angemessen, wenn die Deutung auch mit dem Dasein übereinstimmt. Man stimmt meist, schon allein auf Grund von Erziehung, mit erhaltenen Bedeutungen überein, ohne selbst je dies deuten zu können oder selbst zu deuten und so lebt man ein Leben auf der Grundlage von Bedeutungen anderer anstelle auf der Grundlage des Dasein an sich.

Erst wenn man erhaltene Bedeutungen über ein Dasein anhand des Dasein durch Beobachtung und erneutem oder erstmaligen unbetrachtetem Vernehmen, somit unbeeinflusster Wahrnehmung vernimmt und so zu einer eigenen Wahrnehmung des jeweiligen Daseins gelangt ist man in der bedingt notwendigen Verfassung, dass Dasein zu erkennen und zu einer höheren Wahrheitsgüte zu gelangen.

(1.3) Bedeutungen wirken über das Unbewusstsein auf das eigene Dasein ein.

Das Dasein ist das Dasein an sich – mehr ist es nicht. Durch Deutung und einhergehender Bestimmung gibt man denn Dasein eine Bedeutung und wird dadurch in erster Gerade selbst zum Bedeutungsträger. Der häufigste Fehler im Denken besteht nun darin das Dasein mit der Bedeutung gleich zu setzen und die Bedeutung fort an so zu belassen. Ein Bär in freier Natur Wird als wild und Wild wird auf Grund von Meinungen und Fehlverhalten des Menschen oft als gefährlich gedeutet und so wird Bär mit Gefahr gleichgesetzt.

Je nachdem wie man Furcht vor Gefahr entwickelt hat, besorgt um das eigene Überleben ist, also auch völlig unabhängig von der Gegenwärtigkeit eines Bär, wird man sich dann auch entsprechend gegenüber Bären an sich verhalten, da die Gleichsetzung auch auf die ganze Gattung der Bären übertragen wird. Dies besagt, dass zu der Bedeutung Bär ist gleich Gefahr auch der eigenen Daseinzustand in Bezug auf Furcht vor Gefahren für einen unbewusst mit zur Anregung führt und diese verstärkt und so wird der Bär zu etwas Bösen.

Die eigentliche Gefahr gegenüber einem Bär besteht jedoch im eigenen Verhalten in der freien Natur. Die Gefahr steckt also in den Umständen und nicht direkt in dem Dasein an sich, so wie ein Messer in der Schublade liegt ja auch aus sich selbst heraus keine Gefahr darstellt, sondern dazu dient das Brot schneiden zu können. Es muss erst ein Umstand auftreten in dem ein Messer als Bestandteil des Umstand an einer Gefahr beteiligt ist.

Dem Dasein falsche Ursächlichkeit, Grund und Ursprung zuzuweisen ist mit ein Bestandteil falscher Deutungen, wie es zum Beispiel auch bei Personifizierungen von Erscheinungen oder Vorstellungen der Fall ist. Es ist wichtig zu verstehen, dass Bedeutungen über das Unbewusstsein auf das eigene Dasein einwirken.

(1.4) Wirkliche Beobachtung beruht auf reinem Vernehmen bis zum Wahrnehmen des Daseins wie es ist.

Die unsichtbare Tracht des Daseins besteht aus den Bedeutungen, die man dem Dasein gegeben hat und Fort an sieht man das jeweilige da sein oder das gesamte Dasein an sich entsprechend dieser Tracht und somit betrachtet man das da sein und wird so zum Betrachter. Bedeutungen wandeln sich somit zu Betrachtungen, während Deutungen auf Beobachtungen beruhen.

Würde man sich beständig seiner Betrachtungen bewusst sein und sie zur Seite stellen, so würde man wieder beobachten und das Dasein vernehmen wie es ist. Wirkliche Beobachtung beruht auf reinem Vernehmen bis zum Wahrnehmen des Daseins wie es ist, ohne Einfluss von bereits erhaltenen Bedeutungen oder erlangten Betrachtungen.

Für den Menschen meist unbewusst wandeln sich Betrachtungen zu Einstellungen, wie man gegenüber ein Dasein voreingestellt ist und wie man Gegenüber sich selbst eingestellt ist beruht auf den eigenen Deutungen und den Deutungen anderer die man eins annahm, weil man damit übereingestimmt hat. Man behandelt und handhabt das Dasein, somit auch sich selbst, immer entsprechend der selbst bewirkten Einstellungen, auch wenn sie von anderen erwirkt worden sind.

Entsprechende Einstellungen und der jeweiligen Lebens Umstände können diese Motive, Ziele und streben erwirken, In denen die Vielfalt früherer Deutungen dann für einen selbst nicht mehr erkennbar enthalten sind.

(2) Kenntnisse beruhen in ihrem Kern auf Schlüsselbegriffe, wirkliches Wissen ist davon losgelöst.

Albrecht Dürer, Melancholie (Quelle: Wikipedia)

Kenntnisse, die wir vermeintlich als Wissen und Wahrheit im Sinne von Tatsächlichkeit erlernen, beruhen im Wesentlichen auf gegenwärtigen und vorangegangenen Deutungen durch Politiker, Herrscher, Wissenschaftler, Gelehrte, Kleriker usw. somit jenen, denen wir gegewärtig mehr oder weniger stark vertrauen, sowie Vorfahren bis hin zu den Schamanen, die es in Worte, Begriffe, Zeichen, Riten, Bräuche, Recht usw. einbrachten und auf dessen Grundlage sich jeweils die gesamte Kultur heraus entwickelt hat.

Wie üblich fasse ich alle, von denen wir Kenntnisse aufnehemen als Gelehrte, um nicht imme eine endlose Liste verschriften zu müssen und ich erinnere daran, dass für mich Wissen selbsterlangtes Wissen ist, dass sich durch Beobachtung bestätigt hat.

Kenntnisse der Gelehrten sind über die Zeitalter einem ständigen Bedeutungswandel ausgesetzt und man sollte sich darüber bewusst sein, dass schon die Veränderung der Deutung eines Daseins und damit der Bedeutung eines Schlüsselbegriff in der Lage ist eine gesamte Kultur zu verändern, denn Kenntnisse beruhen in ihrem Kern auf Schlüsselbegriffe, die mit Bedeutungsinhalten vorangegangener Deutungen sozusagen aufgeladen, beladen bis aufgepumt und aufgebläht sind und nur wenige davon entsprechen noch der Deutung die jemand bei hohem Bewusstsein und Daseinzustand erlangt hat.

Wirkliches Wissen ist von Begriffen und Worten losgelöst und kann von einem selbst nach meinem Eindruck kaum auf einfache Weise zum Ausdruck gebracht werden, daher schreibe ich so viel. Der Daseinzustand des Deutenden selbst ist für die Auslegung der Deutung höchst entscheidend und je tiefer das Gemüt ist, umso falscher, unwirklicher fällt diese aus und wird als Tatsächlichkeit missgedeutet.

Schon Aristoteles bemerkte in einer seiner Schriftstücke, dass er sich darüber wundere, dass viele der Philosophen Melancholiker seien und sich wohl fragte, wie und ob diese in ihrem Zustand zu wirklicher Erkenntnis des Daseins gelangen können. Ich kann ihm im Nachhinein diese Frage wie folgt beantworten, dass man immer die Lösungen entsprechend seines eigenen Gemüt heraus entwickelt und auch nur Lösungen entsprechend seinem eigenen Gemüt bereit ist anzunehmen.

Was mein eigenes Dasein angeht, würde ich niemals jemand folgen, der in dem tiefen Gemüt der Melancholie festhängt, und wortwörtlich bedeutet dies „schwarze Galle“, da für ihn die Welt durnkel wie auch aussichtsloser ist, werden dessen Lösungen ihm ähnlich sein.

(3) Ein Wesen behandelt ein Dasein grundlegend entsprechend seiner Einstellungen zuvor erlangter Bedeutungen.

In einem vorangegangenen Schriftstück habe ich bereits angemerkt das Tier, über die Wortwurzel uig. *dʰewh₂-, als Wort und Begriff ursprünglich Träger der Bedeutung „das Atmende“ und "Wesen" bedacht wurde, zu Atem in Bezug steht, wie es auch die Begriffe Atman, Psyche und Spiritausgenommen davon Seele tun. Alle Bedeutungen, die einem nun beim Lesen oder Hören dieses Wortes bewusst werden sind hinzugefügte Bedeutungen, die wir im Wesentlichen schon durch Schamanen und vor allem Gelhrter entsprechend ihrer Gemüter angenommen haben und entsprechend der Zeitalter die jeweiligen Einstellungen wandelten und hervorbrachten.

Rein wissenschaftlich betrachtet könnte man mit Atem auch noch Stoffwechsel als Art des Atmen und beobachtbare Eigenschaften hinzufügen. Somit ist ein Tier ganz grundlegend ein Dasein dass atmet oder in irgendeiner Form einen Stoffwechsel aufweist, da nicht alle Tiere oder alle Organismen Luft atmen. Auf diese Beobachtung und grundlegende Bedeutung des Daseins beschränkt, ist der Mensch tatsächlich ein Tier.

Der Mensch ernährt sich von Tieren, behandelt Tiere wie er sie nun mal behandelt und um dies tun zu können bedingt dies, dass der Begriff Tier andere Bedeutungen erhält und sich durch diese von den Begriff Mensch abgrenzt, da ein Wesen grundlegend ein Dasein entsprechend seiner Einstellungen zuvor erlangter Bedeutungen behandelt. So sehen wir weltweit die Vielfalt dessen, wie mit Tieren umgegangen wird.

(3.1) Wie sehr unser Verstehen und Begreifen von Worten, Zeichen und Begriffen unser Dasein bestimmt.

Eine Veränderung der eigenen Einstellung bedingt ein bewusstwerden der damit verbundenen Bedeutungen und ist man sich alle Bedeutungen die man einem Dasein über ein Wort, Zeichen oder Begriff verknüpft gegeben hat, so beginnt man deren Wirkung in Bezug auf Einstellungen zu verlieren, da man sich jetzt auf der Ebene der Bedeutung befindet und sich dessen bewusst ist. Auf diese Weise beginnt man die Betrachtung fallen zu lassen, die auf dem Dasein als Tracht gemäß der Tradition des Denkens lagen und die Fähigkeit das Dasein zu beobachten und zu vernehmen wie es ist stellt sich ein.

Aus Betrachtungen heraus leitet man seine Rechte ab und rechtfertigt damit sein Denken, Handeln und Verhalten. Wer dieses als Verfahren auf den Begriff Tier durchlaufen hat, kann eigentlich nicht anders als das Dasein der Tiere in ihrem Dasein zu erkennen und würde infolge höchstwahrscheinlich Vegetarier oder Veganer werden und da der Mensch sich ernähren muss um selber zu überleben, Tiere nur noch dann mästen, schlachten und essen, wenn es keine andere Möglichkeit gibt. Würden dies viele tun und eine Schwellwert im Verhältnis zur Bevölkerungsmenge überschritten, so würde sich dessen Einstellung insgesamt kippen und sich dies auf die gesamte Kultur auswirken und so dürfte jeder dem diesen bekannt ist auch erkennen, wie sehr unser Verstehen und Begreifen von Worten, Zeichen und Begriffen unser Dasein bestimmt. Wer dies tut wird auch erkennen, dass der Unterschied zwischen Mensch und Tier, insbesondere bei Säugetieren sehr gering ist, es so gut wie kaum etwas gibt, dass ein Tier nicht in irgendeiner Weise zumindest in einer niedrigerem erkennbaren Ausmaß auch aufweist.

Tiere fühlen, denken, handeln und verhalten sich oft dem Menschen sehr ähnlich und auch Sprache kann man ihm nicht absprechen, nur weil sie keine Worte verwenden. Wenn Tiere lange mit Menschen zusammenleben, fangen sie an dieselbsen Zivilisationskrankheiten aufzuzeigen, wie es Menschen tun. Ich verwende dieses Beispiel Tier zu Mensch gerne, da dies jeder selbst beobachten kann und auch sich dabei entdecken wird, dass er Tiere entsprechend seiner Einstellungen und erhaltenen Bedeutungen, jedoch nicht auf Grund seiner eigenen Beobachtung des Daseins beruhend behandelt.

Er wird auch gleich dabei feststellen, dass aufgrund seiner Gewohnheit entsprechend seiner Einstellungen er anfänglich in Bezug auf Ernährung den inneren Anstoß empfinden wird, dies doch so zu belassen, denn in der stringenten Abfolge würde dies bedeuten, dass man auf den Verzehr von Tierfleisch verzichten müsste, da man dann auch genauso gerechtfertigt Menschenfleisch verzehren könne. Der Mensch als Tier streichelt seine Katze, geht mit seinem Hund spazieren, reitet mit seinem Pferd aus, jedoch das Huhn landet im Topf, der Hintern vom Schwein auf dem Teller, das Filet aus der Seite vom Rind auf den Grill – warum?

(3.2) Deutungen wandeln sich in Bedeutungen zu Ritualen, wie auch Bräuchen.

Hermes der eine Ziege zum Opfer führt. Malerei auf einem kampanischen rotfigurigen Vase, etwa 360 bis 350 v. Chr. (Quelle: Wikipedia)

Durch Beibehaltung des Wort Tier, dessen Aussprache und Schreibweise sich entsprechend des Sprachwandels veränderte, wurde entsprechend der Einstellungen über die Zeitalter hinweg durch Hinzufügen, Weglassen, Verändern von Bedeutungen die Wandlung des Begriff für Tier bewirkt und das Wort Tier als Bedeutungsträger erwirkt entsprechend der damit verbundenen Sitten und Bräuche den Umgang mit Tieren.

Von der Frühzeit an wurden Tiere geopfert meist Schafe, Geflügel aber auch Pferde und Menschen. Sie entstammen der Natur und man nimmt sie aus iherm Lebensumfeld, Stall oder Kerker und schlachtet sie einem Gott und denkt in dadurch Günstig zu stimmen oder seinen Tribut zu geben. Nun heißt es, dass es Gottes Schöpfung sei und was man tatsächlich tut besteht darin eines seiner Geschöpfe herzunehmen, diese am Altar ihm zu Ehren zu schlachten, ausbluten zu lassen und sie im Ganzen oder dessen Teilen gegen Himmel zu strecken und seine Rituale durchzuführen.

Wäre ich Gott und würde dies sehen, so würde ich mich fragen, wie sie in aller Welt denn da mit meiner Schöpfung umgehen? Ich würde mich auch Fragen, wie man denn dazu kam Messopfer in der Form von Leib Christi und Blut Christi, dies im Grunde zumindest einem „geistigen Kannibalismus“ oder geistig vollzogenen Kannibalismus gleichkommt, zu halten und was da wohl mit einem geschehen würde, wenn man da mal aufkreuzt?

So wie Menschen Opfer erbringen, gehen sie wohl auch offensichtlich mit dem im allgemeinen um, je nach dem was sie bereit sind auf deren Weise zu opfern – ist zumindest beobachtbar, wenn man die vielen Milliarden an Todesopfern der Menschheit durch Religion mal nachzählt. Nun… alles auf Grund von Deutungen irgendwelcher Gelehrter die sie in Bedeutungen und zu Ritualen, wie auch Bräuchen wandelten.

Während Tiere bei indigenen Völkern noch nahezu oder tatsächlich als dem Menschen gleichwertig betrachtet wurden, hat der Begriffwandel den gegenwärtigen Stand erlangt, dass Tiere weitestgehend als Gegenstand betrachtet, wie Gegenstände behandelt und besitzt werden, sie daher Eigentum sein können. Dies ist bis in das jeweilige Rechtswesen eines Staates eingeflossen und so gelten Tiere auch im Eigentumsrecht und Versicherungswesen als Sache. Wie gesagt, ich nehme den Begriff Tier nur her, weil man daran sehr schön verdeutlichen kann wie Worte und Begriffe unser Dasein bestimmen, oder wir uns durch sie uns in unserem Dasein bestimmen lassen.

(3.3) Einem Veränderten Verhalten gehen meist veränderte Schlüsselbegriffe voran.

Karl Kardinal Lehmann († 2018), Bischof von Mainz, mit modernem Krummstab und Mitra.
 Ramses II. Regierungszeit 1279–1215 v. Chr. Statue 
(Quelle: Wikipedia)

Der Mensch neigt dazu, dass er beobachtetes Dasein entsprechend seiner Deutungen sinngemäß auf sich selbst und seine Gattung überträgt und so findet sich der Gedanke, dass ein guter Führer oder Priester auch der Hirte seines Volkes oder seiner Gemeinde sein sollte, wie es der Begriff Pastor lateinisch nur sinngemäß und nicht wortwörtlich für Hirte zeigt, der Hirtenstab zum Krummstab des Bischof wurde, wie es in vielen Religionen der Fall ist, der zuvor noch bei Pharaonen im königlichen Herrscherbild ein Zeichen der Macht und göttlichen Auftrags ist, wodurch sie aufgrund der vorangegangenen Trennung von Mensch und Tier und der Abwertung der Tiere gegenüber dem Menschen, der Mensch für Hirten zu dessen Schaf wird und er ihn fortan als solchen betrachtet und behandelt.

So wirken Begriffe nun mal im Verstand und es ist über die Zeitalter hinweg geschehen, dass Menschen dazu gebracht wurden oder für sie unbewusst begonnen haben Menschen ebenfalls wie niedere Tiere und gegenwörtig wieder sehr verbreitet als Gegenstände zu betrachten und zu behandeln. Der Mensch hat schon vor langer Zeit begonnen seine eigene Gattung so zu behandeln, wie er es zuvor gegenüber Tieren tat, er begann Menschen wie Tiere zu betrachten und tat und tut sich so selbst an, was er Tieren antat und noch tut. Dies geht einher mit dem Begriffwandel für Mensch.

Mensch ist eine eigene Gattung der Tiere, wie Hunde, Affen, Schafe, Kühe usw., Arten der Gattung Tiere sind. Eine Gattung unterscheidet sich von der Wortbedeutung Art darin, dass eine Gattung durch begatten Nachfahren zeugen und dies fortgeführt werden kann. Um Menschen wie Tiere betrachten und behandeln zu können, sie also wie auf Weiden in Städten halten und „ausnehmen“ zu können, musste der Begriff Mensch gewandelt werden um zum Beispiel Sklaven halten, haben und damit Handel betreiben zu können. Dem Veränderten Verhalten gehen meist veränderte Schlüsselbegriffe voran.

(3.4) Das Ausmaß und Auswirkung von Bedeutungswandel ist vielfältig und unermeßlich.

Platon war einer der ersten, der sich traute dies umfassend schriftlich zu hinterlassen und bestimmte den Begriff Philosoph für die wahre höchste Art des Menschen, denen die Herrschaft über die niederen Menschenarten der Soldaten, Bürger, Bauern und Sklaven zustehe. Für gewöhnlich fressen sich Tiere innerhalb einer Gattung nicht gegenseitig, töten sich eher im Revierkampf, bei Menschen nennt man dies meist Krieg, und vielleicht wäre es angebracht innerhalb der Tierwelt eine Unterteilung und einen neuen Begriff zu schöpfen, der Tiere dementsprechend unterteilt.

Daß Menschen als Menschenfresser aufkamen hat mit einer rituellen Vorstellung voller Bedeutungsinhalte zu tun, dass man durch verzehren des kürzlich Verstorbenen, wie es auch heute noch bei manchen indigenen Völkern rituell vollzogen wird, man dessen Energie oder Wesensart in sich aufnehmen würde, wie es durch Vorstellungen der Schamanen auch zuvor bei Tieren üblich war. Ist an sich ein dummer Gedanke, da dies nicht der Fall ist und der Verzehr von Blut oder Fleisch seiner eigenen Gattung sich gesundheitlich nachteilig für den eigenen Organismus auswirkt und bis hin zu Wahn auf Grund der Einflüsse auf das Gehirn führen kann. Hingehen können Gehirn und andere innere Körperteile auch durchaus einen Rausch oder zumindest ein Glücksgefühl auslösen, wie Katzen auch gerne den Kopf zuerst verspeisen, da zumindest Roh sich darin reichlich Hormone und Neurotransmitter befinden.

Je ähnlicher ein Organismus von dessen Genstruktur der eigenen Gattung und Art ist, umso nachteiliger ist dies für den eigenen Organismus, soweit er diese als Mittel zur Ernährung nutzt. Ein Nahrungsmittel sollte genetisch so weit wie möglich von der eigenen Genstruktur entfernt sein und dies sind in Bezug auf Tiere an sich Pflanzen, so wie Pflanzenfresser krank werden, wenn sie Erzeugnisse aus Tierfleisch verfüttert bekommen, wie es bei der angeblichen Rinderseuche in den 1970gern, wie auch öfter danach der Fall war.

Auch im Fall Rinderseuche wurden einfach Begriffe umgewandelt um tierisch günstige"Nahrungsergänzung" verfüttern und die wahren Ursachen verschleiern zu können, da man dem Geldgewinn mehr Bedeutung zumaß, als der Gesundheit der Menschheit. Das Ausmaß und Auswirkung von Bedeutungswandel ist vielfältig und unermeßlich. So wie Platon die Gattung Mensch in Arten aufgeilte, um sich so wohl auch selbst als Philosoph sein Losn und Anteil am Herrschertun vorzubestimmen, so taten es schon zuvor auch Stämme, sich selbst als Auserwählte Gottes bestimmende Völker, Herrschergeschlechter, Priester, Adel, Gelehrte und bis heute setzt sich dies fort, so dass wir uns Politikern, Wissenschaftlern und Eliten gegenübergestellt sehen, die insgeheim ihre Wörter mit Begriffen ausgestattet, oder neue Wörter erfunden haben, um sich selbst als höhere Art auf Grund irgendwelcher erdachten Merkmale ihr Dasein und den Umgang mit anderen rechtfertigen zu können.

(4) Deutung des Daseins erfolgt durch Beobachtung und Erleben über das Begreifen des Daseins.

Sprachworte als die Worte einer Sprache teilen sich in Sprechworte, Wortgegenstände, Wortbilder, Wortsigel und Wortzeichen, Schriftzeichen, Schrift auf, wobei Sprache in der Gestalt von Sprechen völlig ohne die anderen auskommt. In der genannten Reihenfolge sind sie meinem Eindruck nach auch entwickelt und verwendet worden, so dass als erstes Gegenstände wie Figurinen genommen oder gebildet wurden, die dann Träger der Wortbedeutung wurden und die anderen im Verlauf als Erweiterung entsprechend dem Bedarf an Verständigungsvermittlung und Verständigungsmittel entstanden sind. Zumindest ergibt sich dieser Eindruck aus den Artefakten und der zeitlichen Zuordnung archäologischer Befunde und ich stelle hier keinen Anspruch auf die Vollständigkeit und Wahrhaftigkeit derer geschichtlichen Abfolge.

Ich erwähne dies, weil es von Wichtigkeit ist zu verstehen, dass der Wortbildung meist an sich die Deutung durch Beobachtung und Erleben des Daseins über das Begreifen des Daseins erfolgt, dessen Deutung über Vernehmen, Wahrnehmen, Erkennen, Einschätzen, Bestimmen als natürlicher Vorgang des Begreifen kommt, bevor eine Deutung gesetzt ist und ein Wort gebildet oder ausgewählt und als Bedeutungsträger wurde.

Die Tatsächlichkeit von Erkenntnis, Beobachtung und Deutung ist Sprache überlegen, sie sind immer räumlich, während Worte nur im Anteil der Tintenschwärze auf dem Papier und am Computermonitor ein Licht, im Computer ein paar Elektronen sind, sie jedoch alle nicht die Worte sind, da deren Bedeutung als Räumlichkeit entsprechend dem räumlichen Dasein da sind und was nicht alle Raumausdehnungen zugleich aufweist und fortbestehend angeregt ist, hat kein Dasein.

Wendet man anstelle Beobachtung Erfahrung und erleben Logik an, so kehrt sich das durchaus um, so dass Worte das Dasein als Dasein bestimmen könnten, wenn sie vom Sprecher ausgesprochen oder Gedacht werden, da sie durch Anregung auch bereits im Unbewusstsein beginnen räumlichkeit aufzustellen. Insbesondere im Fall von Gelehrten und Wissenschaftlern wie auch Werbefachleuten werden oft neue Worte und Begriffe gebildet oder bestehende gewandelt, die sich in ihrem Denken einer erlernten Logik bedienen, anstelle auf der von Natur aus gegebenen natürlichen Denkweise zu stützen.

(4.1) Vorhersage handelt, der traditionell ein Hauptzweck der Deutung

Der natürliche Vorgang besteht darin dass man nach dem Begreifen eines Daseins sozusagen in seinem Wortschatz herum wühlt und kramt und nach den Worten sucht die dieses Dasein am besten verständlich und begreifbar machen und widergeben können. Findet sich keines wird als nächstes versucht von bekannten Worten ein paar Wortbestandteile herzunehmen und daraus ein Wort zu bilden und wenn einem dies nicht gelingt, so wird sich ein anderer Weg finden, ein Wort zu bilden, aus einer anderen Sprache vielleicht oder im schlimmsten Fall oder mit Absicht, nehmen wir halt ein bestehendes Wort her und gestalten es um, oder belassen es so und setzen im eine neue Bedeutung auf.

Im Rechtswesen und bei Gesetzen wird dies gerne verheimlicht und so findet man sich bei Gericht ein und ist sich dessen nicht bewusst, dass die dort verwendeten Worte nur wenig mit deren wortwörtlichen oder allgemein bekannten Wortbedeutungen zu tun haben, da es eine Rechstsprache (Juristische Fachsprache) mit eigen Wortbestimmungen gibt. Über Logik zu einer Erkenntnis oder Deutung zu gelangen ist der Erkenntnis aus tatsächlicher Beobachtung untergeordnet, damit ist auf die wissenschaftliche Methode alles über Logik oder Mathematik zu deuten und diese Deutungen als Wahrheiten anzusehen und sich so der Tatsächlichkeit des Daseins zu entziehen ein schwerer Fehlgriff, insbesondere wenn es sich um Vorhersage handelt, der traditionell ein Hauptzweck der Deutung ist.

Wenn Gelehrte Begriffe wandeln oder nicht in ihrer tatsächlichen Bedeutung bekannt geben, entziehen sie den Ungelehrten die Fähigkeit Wörter und Begriffe entsprechend zu deuten und es ist keinesfalls so, dass in einem Wörterbuch alle Wortbestimmungen in Bezug auf Schlüsselwörter aufgeführt und der Bestimmung entsprechend wahr im Sinne von wahrnehmbar sind, wobei dies vernehmbar voraussetzt.

Klaus Feldmann

Urheber