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Entwurf der Wirkweise von Kommunikation

aus AufEinWort, der freien Forschung

Über diese Seite Werk

(1) Die grundlegende Bedeutung der Kommunikation.

(1.1) Wenn wir nach der innersten Bedeutung der Wortbegriffe Kommunikation, Kommunizieren, Kommunismus und Kommunion gehen und die Wortherkünfte dieser Wortbegriffe in Englisch nachforschen, so gelang man auf den kürzesten Wortbegriff englisch common. Dieser sei als mittelenglisch comun von anglonormannisch comun, dieser wiederum von altfranzösich comun übernommen worden und kam in den Gallo-Romanischen Sprachen seltener for, jedoch wieder durch Karolinger, dem Herrschergeschlechts der westgermanischen Franken, als Übersetzung des urwestgermanischen *gemeini, gamaini ins Altfranzösisch entsprechend dem lateinischen commūnis “gemein, allgemein, öffentlich" eingeführt worden.

(1.1.1) Hier haben wir also *gemeini, gamaini , common, comun und commūnis, commūne, welche vermeintlich von einem rückgebildeten vermuteten und unbelegten Urindoeuropäisch *ḱom-moy-ni mit der Wortbedeutung "gemein, gewöhnlich" abgeleitet worden sein sollen. Diese Rückführung beruht auf der Einstellung, das Griechenland und das römische Reich als Kulturen und Germanen wie Kelten als Barbaren angesehen werden. Kennzeichen einer Kultur ist insbesondere die jeweilige Kunst und in der Archäologie wird besonders darauf geachtet, welche Kunstgegenstände von früheren Kulturen in welcher Güte und Umfang hergestellt wurden. 

Ungefähre Ausdehnung des Aurignacien, wobei das Zeitalter dieser Kultur auf von 40.000 bis 30.0000 v. chr. festgesetzt ist, jedoch vom modernen Menschen besiedelt war, Menschen wie wir es heute sind, somit uns im Vermögen in nichts nachstanden, was man anhand ihrer Kunstwerke in Höhlen leicht erkennen kann und gar manch einer meinen Könnte, Michelangelo, Da Vinci und viele anderen wären ihre Wiedergeburten. 

(1.1.2) Die frühesten bislang noch erhalten gebliebenen gefundenen Kunstgegenstände (Artefakte) liegen mit ihren Fundstädten in Frankreich und Deutschland und reichen über 40.000 Jahre zurück, wobei es ein Gebiet von der Schwäbischen Alb südlich bis an das Mittelmeer, westlich an den Atlantik und östlich an das Schwarze Meer reicht und als die Aurignacien Kultur wissenschaftlich benannt ist. Das besondere an dieser Kultur gegenüber früheren Kulturen anderer Gebiete ist die außergewöhnlich hohe Qualität wie auch Funde von Flöten die auf ein musikalisches Kulturleben schließen lassen. In den Gebieten Frankreich und Deutschland liegen die frühesten und kunstvollsten Funde doch sollte dieses Streben "wir waren die Ersten", "wir waren vorher da" und so weiter mal ein Ende nehmen, da wir Europäer allesamt eine vielfältige Familie gleicher Abstammung sind und oft vermischt wurden und uns lange genug wegen irgendwelcher Herrscherkasten und deren Machtbestrebungen gegenseitig die Köppe eingeschlagen haben.

(1.1.3) Was die Kulturen der Griechen und Römer besonders zur Kultur machte, waren zum Beispiel die Bauten und Theater und heiligen Stätten, jedoch waren sie allesamt auf die Täuschung der Bevölkerungen ausgerichtet und ihrer Kulturen gründeten sich auf die Eroberung anderer Länder, der Versklavung der Bevölkerungen und Ausbeutung der Rohstoffe und dahingehend hat sich bis heute nicht viel geändert. Es ist also gar nicht so klar, daß wir mit den aus dem Orient heraus entstandenen Herrschaftsgebaren mit kultivierten Herrschen zu tun hatten, sondern an sich mit Barbaren, die andere als Barbaren und unterentwickelt betrachtet haben, weil sie kein Wohlbegehren an ihrer Ausgestalt von Zivilisation hatten. Die bedeutenden Kennzeichen einer Kultur sind vor allem ihre verwendeten Mittel um ein Gemeindeleben zu bilden, Gemeinschaften auf Überleben, Wohlwollen, Gemeinwohl und Wohlergehen auszurichten. 

(1.2) Wenn wir nun "gemein" als zentrale Bedeutung im guten Sinne als auf tatsächliche Gemeinschaft im Wohlergehen und gegenseitigem Wohlwollen verstehen und nicht wie dem Wort die ihm im Nachhinein auferlegten Wortbedeutung für "gewöhnlich, schlecht, niederträchtig" geben so müßte folgerichtig Kommunikation diese Urbedeutung vererbt haben und sich in den Kommunikationswissenschaften der heutigen Zeit als Hauptzweck der Kommunikation an sich zum Ausdruck bringen. Wenn man die Kommunikationswissenschaften aus der Ferne betrachtet findet sich kein anderes Ziel und kein anderer Zweck als der, daß es ihnen im Wesentlichen um die Beeinflussung durch Kommunikation zur Durchsetzung von Eigeninteressen geht und es ihnen oft auch um das Gegenteil der Kommunion der Einigung ihnen um Spaltung geht, sie sehr viel erforscht haben, wie man die Bevölkerung, Gruppen, Länder gegeneinander aufbringt, so daß sie sich bekämpfen werden, oder wie man sie beeinflußt, daß sie sich in einer vorbestimmten Weise verhalten.

(1.2.1) Nicht selten hetzen sie in ihrem eigenen Staatsvolk Gruppen gegeneinander auf, damit diese mit dem Kampf gegeneinander geschäftig sind und sich so selbst unterdrücken, so daß sie von den Machenschaften ihrer Regierung abgelenkt sind und nicht bemerken, wie sie immer autoritärer werden und sich zu kommunistischen Diktaturen nach dem Muster China der totalen Kontrolle von Kommunikation und Überwachung und Gängelung ihrer Volker hin entwickeln. Die gesamte Soziologie und Psychologie ist wie zur die Religion darauf ausgerichtet, den Menschen über Kommunikation nach ihrem Vorstellungen auszurichten. Von der Rhtorik bis zum Verkaufsgespräch ist Kommunikation überwiegend auf Beeinflussung, Täuschung, Überredung ausgerichtet. Ich kann dies aus meiner Berufserfahrung als Unternehmercoach sagen, da ich dies selbst als Training und Coaching gegeben habe und mir gar nicht bewußt war, wie sie es einsetzen und verwenden werden und wie umfangreich es bereits allgegenwärtig zur Täuschung eingesetzt wird.

(1.2.2) Der wesentliche Bestandteil öffentlicher Kommunikation ist nicht auf Gemeinwohl ausgerichtet sondern eher auf "gesamtes Mein unter meiner Macht", sei es als Regierung, Konzern, oder Gruppe. Ein wirkliches gemein würde alle Menschen auf eine gleichberechtigte Ebne in Würde und Rang als Mensch bringen, eine Stufe auf der alle Menschen gleiche Grundrechte, Grundpflichten und Grundleistungen zu erfüllen hätten und darin Übereinstimmung besteht und daß alle zu ihrer jeweiligen Gemeinde soweit beitragen, daß sie aus sich selbst heraus bestehen kann. Wir finden jedoch daß wie die Kommunikation ausgerichtet und ausgeführt wird eine Klassengesellschaft vor, gegenüber der sich Eliten und Machthaber alles erlauben dürfen, jedoch der einfache Bürger im Verhältnis um ein vielfaches härter bestraft und gegängelt wird, anstelle dafür die Bedingen zu erschaffen, so daß es kaum zu Straftaten kommt, da sich die Menschen in einem guten Daseinzustand sind und in einem guten Lebensumfeld leben.

(1.3) Um der vererbten Wortbegriffbedeutung gerecht zu werden müßte sich Kommunikation immer bedingt auf Einigung und die Gemeinde, wie auch jede Beziehung auf ein gemeinschaftliches Wohlergehen und Einbeziehung ausrichten und jede Kommunikation die diesen Zweck nicht vorangestellt hat, ist an sich vorsätzlicher Betrug. Als Coach erkenne ich bereits in den ersten Sekunden einer Begegnung ob jemand zu wirklicher Kommunikation bereit ist, oder ob er nur seine Einstellungen und eigenen Wahrheiten verkünden und andere damit überwältigen sucht, um seine Motive und Zielsetzungen zu verwirklichen, an einem Gemeinsam gar keine Absicht hegt, sondern auf die Unterordnung der anderen aus ist.

(1.3.1) Die Wörter *gemeini, common und commūnis werden oft mit den Sinndeutungen von "teilen, mitteilen" und Kommunikation mit der Bedeutung "Mitteilung, Unterredung, Austausch" angegeben und wenn man in den Kommunismus hineinschaut, so sei alles auf gleich und gleichen Anteil, Gleichheit und Gemeineigentum ausgerichtet und dennoch gab es im Kommunismus eine Klassengesellschaft und es gab eben diejenigen, die gleicher waren als die anderen. Der Kommunismus war nichts anderes als eine Gemeindiktatur, wie auch Demokratie eine ist. Wirklicher Kommunismus und Demokratie würden auf der Gemeindeebene stattfinden und Kennzeichen jeder auf Unterdrückung ausgerichteten Regierungsstruktur ist Zentralismus, wie auch die meisten Religionen zentralistisch ausgerichtet und schon von daher Diktaturen sind.

(1.3.2) Die Grundlage jeder Beziehung und damit jeder Gemeinde und Gemeinschaft besteht offenbar aus Teilen, Mitteilen, Vermitteln und beim Teilen und Mitteilen besteht das ein ehrbares Ziel darin, jedem einen gleichen Anteil zukommen zu lassen und selbst unter Kriegern versuchte man auf gerechte Weise die Raubbeute untereinander aufzuteilen, deswegen bedeutet Kommunikation jedoch nicht zugleich Teilen oder Austausch, nur weil sie in Gemeinschaften als solche beobachtbar sind. Kommunikation bedingt daß jedwede Aufteilung oder Verteilung von Gewinn, Leistung oder Pflicht die Einigung vorausgeht, die jedem Mitglied einer Gruppe bekannt ist und der er aus freiem Willen heraus selbstbestimmt zugestimmt hat.

(1.3.3) Teilen ist die Folge von erreichter Kommunion, die auch als Hochzeit der Einigung und Bindung betrachtet werden könnte. Bei einem Staat würde die Grundlage jedweder Kommunikation und Vorbedingung von Einigung auf einer Verfassung beruhen, die allen wirklich bekannt ist, sie gelehrt wird, alle Staatsbürger sich ihr Verpflichten und all dafür verantwortlich und darin tätig sind, daß diese Verfassung erhalten und verwirklicht wird. Nenn mir einen Staat, in dem dies der Fall ist. Am ehesten würde da wohl noch die USA in Frage kommen, jedoch ist die Beteiligung und Einbeziehung an dem Erhalt und der Durchsetzung ihrer Verfassung gering und so zerfällt dieser Staatenbund immer mehr.

(1.3.4) Kommunikationswissenschaftler haben vermeintlich eine Vielfalt von Problemstellungen in Bezug auf Kommunikation entdeckt und verschwenden ihre Zeit darauf diese zu lösen und haben nie die Ursachen, Gründe und Ursprünge erkannt, die vor der Entstehung und Ausübung von Kommunikation liegen, den Bedarf an Kommunikation wecken und dann zu deren Ausgestalt in der Vielfalt deren Erscheinungen führen. So versuchen Wissenschaftler wie zumeist, die Erscheinungen zu Erklären und in den Griff zu bekommen und kämpfen wie üblich wie Don Quijote gegen Windmühlen. Im Schulterschluß mit Soziologie, Psychologie und Politik stehen die Kommunikationswissenschaften auf Seiten der indirekten Beeinflussung der Massen, wie auch Arbeitnehmer in Unternehmen, wie es auch Propaganda gegenüber der Bevölkerung stehen, denen Marketing und Werbung zuzurechnen ist. Der Aufwand der indirekten Beeinflussung ist unermeßlich und der Masse der Menschheit ist nicht bewußt wie unbewußt sie ist. Kommunikation ist maßgebend auf die Umgehung der Selbstbestimmung und dem freien Willen ausgerichtet!

(2) Uneinigkeit und Verwirrung der Wissenschaften.

(2.1) Die Kommunikationswissenschaften sind im Grunde im Verlauf der Entwicklung der Massenmedien, anfänglich der Zeitungen, einhergehend mit der Zensur im Verlauf der letzten 300 Jahre entstanden. Die früheste Zugleich kamen sie im Militär, Politik und Wirtschaft als Informationswissenschaften auf. Vor der Wende des 19. zum 20. Jahrhundert wurde der Begriff Kommunikation versucht neu zu bestimmen und nach den Angaben von Frank E. X. Dance und Carl Everett Larson (1976) sollen es vor der heute weit verbreiteten Definition für Kommunikation 126 verschiedene veröffentlicht worden sein. Ob dies stimmt habe ich bislang nicht herausgefunden, da ich diese nicht auffinden konnte.

(2.1.1) Der Wortbegriff Kommunikation ging nach dem, was ich bislang herausfinden konnte vom kirchlichen Zusammenhang auf das Gemeindewesen, dann auf Versammlungen und außerkirchliche Gemeinschaften über, dann wurde er auch Im Handel in Bezug auf Warenaustausch und Verkehrswege wie auch in der Medizin zum Beispiel in der Zusammenarbeit der beiden Herzkammern verwendet. Seit der Antike wurde Kommunikationswissenschaften bis in die heutige Zeit fortbestehend in Bezug auf die Kunst der Rede als Rhetorik bezeichnet und es ging vornehmlich darum überzeugende Reden zu halten und vor Gericht geschickt Klage zu erheben und sich verteidigen zu können. Es gibt reichlich Bücher über die Entwicklung und die Theorien der Kommunikation, doch kommt es letztlich auf den Kern der Definitionen an, die sich offenbar allesamt um Einigung, Teilen, Gemeinwerken (Kooperation) drehen.

(2.2) Als Zweck der Kommunikation werden die Erfüllung, Verwirklichung, von Zielsetzung, Bedarf, Verbindung, Austausch, Gemeinsinn (Konsens) und so weiter angegeben und der Kommunikationstheoretiker Denis McQuail veröffentlicht 1987 84 Zwecke der Kommunikation erkannt zu haben und kommt zu der Schlußfolgerung, daß Kommunikation erstrangig dem Motiv zu sein dient und dann Anpassung, Kontrolle und Zugehörigkeit. Gerade in Bezug auf Denis McQuail kann deutlich erkennen, welche Zwecke für ihn selbst Kommunikation dienlich ist und die Vielfalt der unterschiedlichen Ergebnisse, was Kommunikation sei, welches Ziel und Zweck sie erfüllt wird je nach Wissenschaftler so ausfallen, wie er selbst mit Kommunikation umgeht und sie daher wohl eher nach seinen eigenen Motiven entsprechend deutet. Wie sonst kann es sein, daß es derart viele Definitionen und Auslegungen der Kommunikation gibt, wenn sie sich selbst offenbar nicht über den Wortbegriff im Klaren sind.

(2.1.1) So kann man aus der heutigen Definition von Kommunikation im Duden mit "Verständigung durch die Verwendung von Zeichen und Sprache" doch sehr deutlich erkennen, daß diese höchstwahrscheinlich aus den Informationswissenschaften heraus geprägt wurde und sehr technisch oder mechanisch klingt. Ein Sanderson King behauptet 1889, daß Kommunikation als einzige Zwecke das Herstellen, Überwachen, Aufrechterhalten und Beenden von Beziehungen habe und man könnte daraus vermuten, daß er mit Sicherheitsdiensten oder Geheimdiensten zu tun habe. Dann kommt man unter Kommunikationswissenschaftlern zu der auf zweiwertiger Logik beruhenden Schlußfolgerung, daß Kommunikation nur zwei Daseinszwecke habe, die sich auf Beziehung und Kommunikation an sich beziehen würden.

(2.1.2) Je mehr man in den Kommunikationswissenschaften versucht, herauszufinden, was Kommunikation an sich ist, verursacht und bezweckt, wie sie von statten geht und warum sie mit so vielen Schwierigkeiten behaftet ist und offensichtlich weltweit nicht zum Allgemeinwohl, Wohlergehen und Frieden in der Lage ist beizutragen, warum es mit der Kommunikation in Beziehungen von gut bis nicht gut reicht, umso weniger weiß man letztlich und umso größer wird die Verwirrung, also muß man es wohl selbst herausfinden. Wie in allen wichtigen Fragen gelingt es den Wissenschaftlern nicht zu bestimmen wie, was ist und was es tut und letztlich ist es ein Kampf um Definitionen, bis sich eine durchsetzt, man sich einig wurde und diese Definition dann zum Urgrund wird, wie wir Menschen von Wissenschaften, Religion, Politik und so weiter behandelt werden. Ihre eigene Art und Weise der Kommunikation sollte ihnen verdeutlichen, daß sie bis heute nicht wissen, was sie ist, denn gerade die Wissenschaftler zeigen untereinander durch ihre Art und Weise zu kommunizieren, daß sie weit davon entfernt sind gute Kommunikation zu betreiben und als Vorbild zu gelten – so auch in der Politik.

(2.3) In einer kürzlich erschienen Studie wird in Bezug auf Kommunikation und Organisationen vom Autor Ștefan Vlăduțescu verkündet, daß sich die Anlässe und Ausübung von Kommunikation maßgebend auf Beziehungen und Kommunizieren an sich beruhen. An der zweiwertigen Festlegung erkennen wir das Muster zweiwertiger Denkweise eines Wissenschaftlers. Wenn ein Kinderschänder ein Kind auflauert, es vergewaltigt und tötet, dann sicherlich nicht um eine Beziehung aufzubauen und dennoch ist es von Anbeginn bis zum Ende Bestandteil der Kommunikation, wie auch ein Soldat einen gegnerischen Soldaten tötet und dies auch eine Art von Kommunikation ist, da jede Ausgestalt von Wirkung der Kommunikation zugeordnet werden kann, wie es auch bei Computern untereinander bei der Signalverarbeitung oder Datenverarbeitung der Fall ist.


(2.3.1) Beziehungen zu knüpfen und aufzubauen ist also nur eine der vielen Erscheinungen in Bezug auf Kommunikation. Selbst der Umgang mit einem Gerät ist als Kommunikation einzubinden, wie es auch das Zuhören, Lesen, Schauen und so weiter ist und grundlegend ist Warnehmung wie auch Denken, Fühlen und so weiter an sich Kommunikation. Es gibt kein Dasein ohne Kommunikation, auch wenn scheinbar alles stillsteht, da Kommunikation sofort mit dem Dasein entsteht und es zu Wechselwirkung mit anderem Dasein kommt und sei es nur mit Raum, in dem ein Dasein besteht. Viele der Aussagen der Wissenschaftler in Bezug auf Kommunikation hinterlassen bei mir den Eindruck, daß sie von dem geprägt ist, was sie mit Kommunikation bewirken wollen und nicht auf der Wirkweise von Kommunikation achten oder sie erkannt haben.

(3) Wirkweise der Kommunikation

(3.1) Wenn man einen Bereich untersucht, so gelangt man an einen Punkt, an dem man sich eine Stütze als Ausgangspunkt weiterer Forschung aufbauen sollte. Als Stütze habe ich ein räumliches Modell der Kommunikation aufgebaut, daß in diesem Entwicklungsstand nicht stimmen und wahr sein muß. Es wird sich im Verlauf der weiteren Forschung aus sich selbst heraus in seiner Wahrheitsgüte beweisen und gegebenenfalls zur höheren Wahrheitsgüte hin wandeln. Durch die Bindung an ein räumliches Modell schützt man sich zugleich in zweiwertiger Logik der Gelehrten abzusinken.

(3.1.1) Dieses erstes Modell als Entwurf der Wirkweise von Kommunikation ergibt sich für mich aus dem bisher ermittelten Kenntnissen über zwischenmenschliche Kommunikation im Sinne von Gespräch, Dialog, Unterhaltung, Informationsaustausch und so weiter als Kommunikationsmodell entwickelt. Ich habe soweit wie es möglich war die höchsten Wortbegriffe für jeden Bestandteil der Kommunikation in unserer deutschen Sprache ermittelt, um ein unmittelbares verstehen zu erwirken. Dies Wortbegriffe können sich bei besserem Begreifen noch wandeln und sie alle sind an sich Wandlungen von Zielsetzung, zu Ähnlichkeit, zu Angleichung und Übereinstimmung.

(3.2) Ich gehe davon aus, daß jeder Kommunikation eine Zielsetzung, damit bereits eine Entscheidung und Absicht für das Ergebnis der Kommunikation voraus besteht, die jemand bereits für sich unbewußt bis bewußt aufrecht erhält und somit jemand über diese Zielsetzung den Verlauf und die Dauer der Kommunikation vorbestimmt hat und während dessen sich Anhand der Zielsetzung reguliert.

(3.2.1) Der Beginn einer Kommunikation, gleich welcher Art und Weise sollte an sich auf eine Ähnlichkeit abzielen, die angesprochen oder aufgezeigt wird, oder bereits besteht um in Hinblick auf eine Angleichung eines Dasein hin zu wirken. Am Beginn machen viele den Fehler die Unähnlichkeit zum Ausdruck zu bringen, einen Mangel aufzuzeigen und im Hinblick auf Angleichung zu etwas zu drängen bis zu durch Androhung zu erzwingen. Das erste Erscheinungsfeld wird Aus Zielsetzung, Ähnlichkeit im Hinblick auf Angleichung gebildet und bringt den Bindungsaufbau hervor. Es regt als im Ersten Verlauf bestehende Bindung an, steigert sie oder baut sie erstmalig auf. Dafür wird in irgendeiner Weise Übereinstimmung in Bezug auf eine Ähnlichkeit benötigt. Beginnt man mit Nichtübereinstimmung, so drückt man die Bindungsaufbau hinunter und die Kommunikation erschwert sich.

(3.2.2) Ist der Bindungsaufbau erfolgreich so bildet diese die Grundlage auf der zum Beispiel ein Gespräch geführt wird und ermöglicht erst die Einigungsbildung im Hinblick auf Übereinstimmung. Hierbei steht die eigene bereits entschiedene Zielsetzung im Vordergrund und trifft spätestens im Bereich der Angleichung zur Einigung auf die Zielsetzung des anderen. Oft geben die Menschen ihre eigene Zielsetzung nicht bekannt und hinterfragen auch die des anderen nicht ab, so führen sie ein Gespräch aneinander vorbei, da entweder nur einer oder beide ihre wahren Zielsetzungen nicht offenbaren. Daher ist am Ausgangspunkt der Ähnlichkeit bevor man mit der Angleichung beginnt schon die Klarstellung oder Angleichung der Zielsetzungen von Wichtigkeit.

(3.2.3) Wenn die Einigugungsbildung und gegebenenfalls zugleich auch die Angleichung der Zielsetzungen zur Übereinstimmung gelangt ist, so bewirkt die Übereinstimmung die man auch als Kommunion bezeichnen könnte das Gemeinwerken, ein Wirken auf eine gemeinsame Zielsetzung hin. Das Gemeinwerken steigert im Verlauf die Ähnlichkeit und infolge die Bindung und dieser Ablauf trifft auf jeden Satz, die Begrüßung, das Hand geben, den gemeinsamen Kaffee und so weiter zu. Es dreht sich beständig und mit jedem guten Verlauf erfolgt eine Steigerung der Ausgleichung, die sich durch Ähnlichkeit, Angleichung und Übereinstimmung gegenüber der Zielsetzung heraus bewirkt wird.

(4) Kommunikation und Tugendhaltung

(4.1) Dies ist ein einfaches grundlegendes Kommunikationsmodell, das auf der Grundlage guter Kommunikation aufgebaut ist. Es steht für die gesamte Kommunikation und für jeden seiner Bestandteile und Abschnitte, für jede Frage, Antwort und so weiter auch jeweils einzeln. Jede Person hat seine eigene Kommunikationsweise und so treffen also mit zwei Personen auch zwei solcher Modelle entgegengesetzt aufeinander. Einigung, Vertragsabschluß, Entscheidung und so weiter, findet am Punkt der Übereinstimmung statt, und im Gemeinwerken steckt die Erfüllung dessen worin übereingestimmt wurde, während die Ausgleichung dann die fortgeführte Wandlung der Verwirklichung zeigt, die immer noch entlang der Zielsetzung bewirkt wird.

(4.1.1) Das Gelingen der Kommunikation ist bereits in der Zielsetzung desjenigen eingebettet, der die Kommunikation beginnt, da es entscheidend ist, wie er grundlegend eingestellt ist. Eine Kommunikation die auf Wohlwollen, Wohlergehen für sich selbst den anderen und der Natur und damit auf Gemeinwohl ausgerichtet ist, hat sicherlich bessere Erfolgsaussichten gleich zu Beginn die Bindung anzuregen, als eine dem entgegengesetzte Absicht. Bei günstigen Umständen besteht bereits eine Einigung im Bezug auf die gleiche Ausrichtung im Hinblick auf gegenseitigem Wohlwollen, Wohlergehen und Gemeinwohl aufgrund ähnlicher Tugendgüte und Einstellungen. Wenn dem so ist, dann findet die Kommunikation bereits innerhalb des Kommunikationsmodell statt. Die Gesprächspartner sind somit von einer vorangegangenen Einigung oder bestehender Ähnlichkeiten umgeben, in der die jeweilige Kommunikation stattfindet, welche sich entsprechend als das Ausmaß an Zuneigung bis Liebe zeigt.

(4.1.2) Ist diese vorbedingte ähnliche Tugendhaltung bereits gegeben, so können die Zielsetzungen sehr unterschiedlich oder auch entgegengesetzt sein, jedoch werden sie nach einem Gespräch mit einer Einigung im Hinblick auf das Gemeinwohl zu dessen Stärkung auseinander gehen. Wenn diese Tugendhaltung nicht gegeben ist, kann man letztlich noch so sehr miteinander verhandeln, diskutieren, streiten und wird sich schon auf Grund der voreingenommenen Haltung nicht einig und wenn es doch zu einer Übereinstimmung kommt, so beruht sie auf Betrug, Täuschung, Zwang oder Gewalt und wird höchstwahrscheinlich nicht eingehalten oder Nachteil für einen oder alle Beteiligten werden.

(4.1.3) Die Zielsetzungen entsprechen in deren Auslegung, wie auch die Auslegung der Kommunikation an sich bereits der jeweiligen Tugendgüte der Beteiligten, die jeweils eine Tugendhaltung der Person gegenüber sich selbst, anderen und der Natur erwirken. Ob ein Gespräch gut verläuft und zum Erfolg führt wird mehr von dem vorbestimmt, das sich vor dem Gespräch an Bedingungen bereits eingestellt hat, als das Gespräch selbst dazu beitragen wird. Da vorher oft bereits Schieflage bestehet, werden all die Tricks der Rhetorik und Gesprächsführung wie auch Täuschungen benötigt, auf die man allesamt verzichten könnte, wenn die jeweilige Tugendgüte und Zielsetzung auf hoher Ebene bestehen würden, man also ehrenhaft und wahrheitsgemäß miteinander kommunizieren würde.

(4.2) Es dürfte damit verdeutlicht sein, daß ein Kommunikationsmodell als Bezugssystem allein nicht nützlich oder aufschlußreich ist, wenn man es nicht in Beziehung zu anderen Bezugssystemen setzt. Aus diesen beiden kann man für sich selbst heraus ermitteln, welche Tugendhaltung und Kommunikationsweise man selbst hat und wie die Zielsetzungen ausfallen. Man kann dies auch nutzen, um geeignete Maßnahmen zur Verbesserung des eigenen Daseinzustandes zu ermitteln und andere in ihrem Daseinzustand einzuschätzen. Wenn man gewillt ist eine Beziehung einzugehen, sei es geschäftlich oder privat so besteht der Schlüssel in dessen Ausgestalt und Dauer in der Angleichung und Ausrichtung der Tugendgüte durch Kommunikation, bevor man diese eingeht. In Bezug auf Kommunikation und der Frage ob dieser Wortbegriff für das, was er beschreiben soll auch geeignet ist, schauen wir mit dem nächsten Schriftstück auf das, was Kommunikation ins Dasein bringt oder erwirkt.