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Werk:Jakobusbrief

aus AufEinWort, der freien Forschung

Brief des Jakobus

https://www.bibelgriechisch.online/Jakobus.pdf

1 Jakobusbrief
1.1

Ἰάκωβος θεοῦ καὶ κυρίου Ἰησοῦ Χριστοῦ δοῦλος ταῖς δώδεκα φυλαῖς ταῖς ἐν τῇ διασπορᾷ χαίρειν.

Iacobus Dei et Domini nostri Iesu Christi servus duodecim tribubus quae sunt in dispersione salutem

Jakobus, Diener Gottes und des Herrn Jesus Christus, (sagt einen) Gruß den zwölf Stämmen in der Zerstreuung!

1.2

Πᾶσαν χαρὰν ἡγήσασθε, ἀδελφοί μου, ὅταν πειρασμοῖς περιπέσητε ποικίλοις,

omne gaudium existimate fratres mei cum in temptationibus variis incideritis

Haltet es für lauter Freude, meine Brüder, wenn ihr in verschiedene Prüfungen fallt,

1.3

γινώσκοντες ὅτι τὸ δοκίμιον ὑμῶν τῆς πίστεως κατεργάζεται ὑπομονήν·

scientes quod probatio fidei vestrae patientiam operatur

wissend, dass eure Bewährung des Glaubens Geduld bewirkt!

1.4

ἡ δὲ ὑπομονὴ ἔργον τέλειον ἐχέτω, ἵνα ἦτε τέλειοι καὶ ὁλόκληροι, ἐν μηδενὶ λειπόμενοι.

patientia autem opus perfectum habeat ut sitis perfecti et integri in nullo deficientes

Die Geduld wiederum soll ein vollkommenes Werk haben, damit ihr vollkommen und komplett seid, an nichts mangelnd.

1.5

Εἰ δέ τις ὑμῶν λείπεται σοφίας, αἰτείτω παρὰ τοῦ διδόντος θεοῦ πᾶσιν ἁπλῶς, καὶ οὐκ ὀνειδίζοντος, καὶ δοθήσεται αὐτῷ.

si quis autem vestrum indiget sapientiam postulet a Deo qui dat omnibus affluenter et non inproperat et dabitur ei

Falls es aber jemand an Weisheit mangelt, erbitte er (sie) bei Gott, der allen gern und nicht tadelnd gibt. Und (sie) wird ihm gegeben werden.

1.6

Αἰτείτω δὲ ἐν πίστει, μηδὲν διακρινόμενος· ὁ γὰρ διακρινόμενος ἔοικεν κλύδωνι θαλάσσης ἀνεμιζομένῳ καὶ ῥιπιζομένῳ.

postulet autem in fide nihil haesitans qui enim haesitat similis est fluctui maris qui a vento movetur et circumfertur

Er bitte nun im Glauben, nichts bezweifelnd. Denn ein Bezweifelnder gleicht einer Meereswelle, die vom Sturm bewegt und umhergetrieben wird.

1.7

Μὴ γὰρ οἰέσθω ὁ ἄνθρωπος ἐκεῖνος ὅτι λήψεταί τι παρὰ τοῦ κυρίου.

non ergo aestimet homo ille quod accipiat aliquid a Domino

Denn jener Mensch soll nicht denken, dass er beim Herrn etwas empfangen wird,

1.8

Ἀνὴρ δίψυχος, ἀκατάστατος ἐν πάσαις ταῖς ὁδοῖς αὐτοῦ.

vir duplex animo inconstans in omnibus viis suis

ein wankelmütiger Mann, unbeständig in allen seinen Wegen.

1.9

Καυχάσθω δὲ ὁ ἀδελφὸς ὁ ταπεινὸς ἐν τῷ ὕψει αὐτοῦ·

glorietur autem frater humilis in exaltatione sua

Es soll sich nun der niedrige Bruder mit seiner Hoheit rühmen,

1.10

ὁ δὲ πλούσιος ἐν τῇ ταπεινώσει αὐτοῦ· ὅτι ὡς ἄνθος χόρτου παρελεύσεται.

dives autem in humilitate sua quoniam sicut flos faeni transibit

der Reiche aber mit seiner Niedrigkeit, weil er wie die Blüte des Grases vergehen wird.

1.11

Ἀνέτειλεν γὰρ ὁ ἥλιος σὺν τῷ καύσωνι, καὶ ἐξήρανεν τὸν χόρτον, καὶ τὸ ἄνθος αὐτοῦ ἐξέπεσεν, καὶ ἡ εὐπρέπεια τοῦ προσώπου αὐτοῦ ἀπώλετο· οὕτως καὶ ὁ πλούσιος ἐν ταῖς πορείαις αὐτοῦ μαρανθήσεται.

exortus est enim sol cum ardore et arefecit faenum et flos eius decidit et decor vultus eius deperiit ita et dives in itineribus suis marcescet

Denn die Sonne geht mit Hitze auf und verdorrt das Gras und seine Blüte fällt ab und die Schönheit seines Aussehens ist verdorben. So wird auch der Reiche bei seinen Unternehmungen vergehen.

1.12

nemo cum temptatur dicat quoniam a Deo temptor Deus enim intemptator malorum est ipse autem neminem temptat

1.13

unusquisque vero temptatur a concupiscentia sua abstractus et inlectus

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1.17 Anmerkung

Anm. KF:

https://www.bibleserver.com/de/verse/Jakobus1,17

Vulgata

"Omne datum optimum, et omne donum perfectum desursum est, descendens a Patre luminum, apud quem non est transmutatio, nec vicissitudinis obumbratio"

"Alle beste Gabe und alles vollkommene Geschenk ist von oben her, herabkommend von dem Vater der Lichter, bei welchem keine Veränderung ist noch Beschattung des Wechsels."

Jokobus griechisch

"πᾶσα δόσις ἀγαθὴ καὶ πᾶν δώρημα τέλειον … ἀπὸ τοῦ πατρὸς τῶν φώτων, παρ᾽ ᾧ οὐκ ἔνι παραλλαγὴ ἢ τροπῆς ἀποσκίασμα"

"Alle gute Gabe und alles vollkommene Geschenk kommt von oben herab, von dem Vater der Lichter, bei welchem keine Veränderung ist noch Schatten einer Wendung."

Papyrus 23 (P.Oxy. X 1229), ein Fragment mit Jakobus 1,15–18, datiert ins frühe 3. Jahrhundert

"πᾶσα δόσις ἀγαθὴ καὶ πᾶν δώρημα τέλειον ἄνωθέν ἐστιν καταβαῖνον ἀπὸ τοῦ πατρὸς τῶν φώτων, παρ᾽ ᾧ οὐκ ἔνι παραλλαγὴ ἢ τροπῆς ἀποσκιάσματος."

"Alle gute Gabe und alles vollkommene Geschenk kommt von oben herab, von dem Vater der Lichter, bei welchem keine Veränderung ist noch Beschattung einer Wendung."

"τροπῆς ἀποσκίασμα" steht für "wendende Abschattung" und bezieht sich auf den Sonnenverlauf der Schatten zurfolge hat, welche beim Herrn der Lichter nicht sind. Der Satz sagt also aus, daß der Vater des Lichts ohne Veränderung und so auch sein Licht ohne Schatten ist, sein Licht nicht mit dem Sonnenlicht gleichzusetzen ist, der durch die Wendung entstehenden Schatten.

Der tiefreichende Sinn "Vater der Lichter … welcher ohne Veränderung und Wendabschattung ist" wird in allen mir aufgrund dieser Untersuchung bekannt gewordenen Übersetzungen verfälscht.