Werk:Phaidon (Platon)/Anm.27
Erscheinungsbild
27. Über Aisopos ist historisch nur wenig überliefert. Ihm werden die meisten der griechischen Fabeln (oder Mythen) zugeschrieben. Bei diesen handelt es sich um die bildhafte Einkleidung allgemeiner Lebenswahrheiten, meistens sind Tiere oder Pflanzen die Handlungsträger. – Die Erwähnung des Mythos soll hier vielleicht darauf hinweisen, daß auch dieser in der Regel einen rationalen Kern hat. Wichtig ist dies deshalb, weil Sokrates nach eigenem Bekunden (s. 61e) Logos und Mythos gebrauchen will, um seine eigene Lebenswahl, die Entscheidung für die Philosophie mit ihren tödlichen Konsequenzen, zu begründen.