bereichen
bereich-en | im 18. Jh. untergegangenem bereichen erreichen, bis wohin reichen, sich erstreckend umfassen’,
- mhd. bereichen;
- vgl. mnl. nl. bereiken.
BEREICHEN[1], attingere, consequi, mhd. bereichen,nnl. bereiken: da schlugen sie alles darnider, was siebereichen konden und mochten. Aimon N 4; diejenigen, so vonden gottlosen menschen, als unhulden, werwölfen etwas durchzauberei beibracht, allein mit dem oppopanace im wachsendenmon bereichet, werden erlediget. Thurneisser infl. wirk. 13; dader thäter entwiche, soll derselbe dem spur nachfolgen bisz inden nächsten flecken, da er ihne bereichen mag. weisth. 2, 187;so viel man mit den augen bereichen (übersehen) kann; so weitihn das geschütz bereichte.
BEREICHEN, locupletem facere, mhd. berîchen: dierömischen bienen sollen sich nach lust begrasen undbereichen. bienenk. 138a;
dasz er (der fruchtbaum) zu seiner zeit erquicket aug, nas, mund,
ja der den gärtner stets erfreuet und bereichet.
Weckherlin 1;
einen schatz der wissenschaft und kunst,
damit dein herz und geist gesegnet und bereichet.
691;
mit wie viel laub sich auch die wäld bereichen. 409;
dasz wir uns mit ihrem schweisz und blut bereichen sollen.Zinkgr. apophth. 17, 28. Lehmann 256; vortheil mit betrug suchenbereichet nicht. Lehmann 869;
bereichst den süszen herbst mit obs und traubenbären.
Rompler von Löwenh. gebüsch 5;
die weiche brust der schwanen weisz
war nie so wol gebleichet,
die gülden pfeil der sonnen heisz
nie so mit glanz bereichet.
Spee trutzn. 5;
die bäum und näst
auch thun das best,
bereichen sich mit schatten.
37;
und diese gesellschaft habe so zugenommen, habe mit kriegenund siegen sich so bereicht, dasz sie ganze fürstenthümer untersich bracht haben. Schuppius 77; für die anzahl meiner kinder,mit welchen er (gott) mich bereicht hat. Schuppius 730. heutedurch bereichern verdrängt.