fugen
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FUG, adj.[1]
passend. nur in einer stelle aus dem dem 15. jh. angehörenden krieg Nürnbergs gegen den markgrafen Albrecht von Brandenburg nachweisbar: wann er (markgraf Albrecht) daz velt nicht mer vermocht zu haben und must das raumen, dann die im ausz andern landen waren zu dinst geriten vermocht er nit mer lenger bei im ze haben: daucht in, mit den seinen wurd er zu krank (zu schwach) und meint nun frid zu haben, wie es im fug wer gewesen. chroniken d. deutsch. städte 2, 132, 19. es ist hier das subst. fug adjectivisch aufgefaszt, wozu die adjectivisierung von mhd. ande (s. ahnd), durft, nôt, schîn, sêr, zorn als vorbild dienen mochte. vgl. gramm. 4, 244. mhd. galt ein adj. vuoc, das jedoch nie anders erscheint, als in den zusammengesetzten adjectiven gevuoc manierlich, geschickt, klug, passend, ungevuoc unpassend, unvuoc unpassend, ungeschickt, wozu sich nhd. noch widerfug, contrarius (Henisch 1277, 66) anführen läszt.
fugen Vb. ‘fest zusammensetzen, mit einer Fuge verbinden’,
- die in der Handwerkersprache bewahrte obd. umlautlose Form von fügen; heute meist als Ableitung von Fuge empfunden.
fug,fuge,fugt,fugend,fugte,gefugt,
- Anm. KF:: Bei fugen liegt die Aufmerksamkeit mehr darauf eine Fuge fachgerecht zu erhalten und man fügt dabei meist bspw. Mauersteine derselben Art geschickt und einander Halt gebend zu, während man bei fügen die Aufmerksamkeit mehr auf die zu fügenden Bausteine hat, bspw. unterschiedliche Mauersteine mit unterschiedlichen Fugen, somit fügen zu fugen eine Steigerung des Können oder der Anforderung ist (21 Jh. ndt.).
- Angeblich soll Fuge aus uital. *fugā, aus uig. *bʰugéh₂. Verwandt mit agr. φῠγή phygḗ Flucht.
- ↑ Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 2 (1866), Bd. IV,I,I (1878), Sp. 377, Z. 59.