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geschwind

aus AufEinWort, der freien Forschung

ge- + schwind | Egsw.

  • ‘schnell’,
  • mhd. geswinde ‘schnell, vorschnell, ungestüm, kühn’,
  • mnd. geswint, geswinde ‘stark’
  • stehen als durch das Präfix ge- (s. d.) verstärkte Bildungen neben
    • mhd. swinde, swint ‘gewaltig, stark, heftig, gewandt, schnell, böse, gefährlich’;
  • von schwind, schwinden abstammend abgeleitet;
  • Als Ausgangsbedeutung des
    • Egsw. geschwind ist ‘stark, kräftig’ anzunehmen,
      • die sich über ‘gewandt’ zu ‘schnell’ entwickelt (ähnlich wie bei bald).
        • siehe dazu geschwind und gesund,
          • somit schwinden, das verlieren an Sträke, Kraft bedeutet.
  • asächs. swīð, swīði,
  • afries. swīthe ‘heftig, sehr’,
  • aengl. swīþ ‘kräftig, geschickt’,
  • anord. svinnr ‘rasch, verständig, klug’, got. swinþs ‘stark’ (ger.*swinds-);
  • ahd. Vorkommen wird durch Namen wie Amalswind, Swindbert erwiesen.
  • Als nächste Verwandte dürfen die unter gesund genannten schwundstufigen Formen angesehen werden.
  • Das Ablautverhältnis läßt hohes Alter beider Wörter vermuten und erlaubt wohl trotz fehlender sicherer außergermanischer Beziehungen einen Ansatz uig. *su̯ento- ‘rüstig, gesund’.