in-/Wgb.
(Klassische) IPA(Taste): /in/, [ɪn]
(modernes italienisch-kirchliches) IPA(Schlüssel): /in/, [in]
Esw./Etymologie 1
[✐ | ✎]Esw./Präfigierung der Esw./Präposition in.[3]
Esw./Präfix
[✐ | ✎]in als in-
- präpositional Präfix, das im Allgemeinen an Verben angehängt wird, um neue Verben mit unterschiedlichen Bedeutungen abzuleiten.
- in, innerhalb, innerhalb, hinein, ein
- in- + hālō „atmen“ → inhālō „einatmen, einatmen“
- in- + nūbō „heiraten“ → innūbō „einheiraten“
- in, ob, auf, gegen
- in- + gradior „treten, gehen“ → ingredior „hineingehen, eintreten“
- in- + cadō „fallen“ → incidō „fallen in, fallen auf“
- in- + pangō„setzen, fixieren, festsetzen, befestigen“ → impingō „festmachen, dagegen stoßen, dagegen schlagen“
- in- + flīgō „schlagen“ → īnflīgō „schlagen auf, schlagen gegen, zufügen, auferlegen“
- in- + vocō „rufen“ → invocō „rufen, anrufen, aufrufen“
- in, innerhalb, innerhalb, hinein, ein
- Wird als Verstärker verwendet.
- in- + crepō „Ich rassel“ → increpō „Ich rassel, tadele“
- Kann an inchoative Verben angehängt werden und das Gefühl ausdrücken, dass eine Veränderung begonnen hat oder teilweise abgeschlossen ist
- in- + ārēscō „Ich trockne, werde immer trockener“ → inārēscō „Ich fange an, trocken zu werden, werde etwas trockener“[4]
Wird hauptsächlich an Verben angebracht.
Es gelten die gleichen Rechtschreibregeln wie für Etymologie 1 oben; siehe dort die Nutzungshinweise.
Nicht zu verwechseln mit Etymologie 1 oben, was „nicht“ bedeutet.
Lateinische Begriffe mit dem Präfix in- (in)
Esw./Etymologie 2
[✐ | ✎]Von Abk./uhel. *ən-, von uig. *n̥- 'nicht' (s. *n̥-) , nullgradige Form des negativen Teilchens uig. *ne
(s. *ne). Ähnlich wie ne-, nē, nī.[1]
Esw./Präfix
[✐ | ✎]in-
Wird hauptsächlich an Adjektive angehängt.
Die Aussprache oder Schreibweise des Präfix kann in manchen Esw./Situationen geändert werden:
Vor b-, p- oder m- kann ggf. in- zu im- werden.
- in- + barba → imberbis „bartlos“ oder inberbis.
- in- + patiēns „duldend“ → impatiēns „ungeduldend“ oder inpatiēns.
- in- + mātūrus „reif“ → immātūrus „unreif“ oder inmātūrus.
Vor l- oder r- kann in- zu il- bzw. ir- werden.
Diese Assimilationen wurden erst im nachaugusteanischen Latein üblich: Bis zu einem späteren Zeitpunkt waren die üblichen römischen Schreibweisen inl- und inr-.[2]
- in- + labōrātus „bearbeitet, mühsam“ → illabōrātus „unbearbeitet, unkultiviert“ (nach Augustan) oder inlabōrātus.
- in- + reverēns „ehrfürchtig“ → irreverēns „respektlos“ (nach Augustan) oder inreverēns.
Nutzungshinweis 3
Vor gn- und manchmal n- wird es zu ig- (ausgesprochen [ɪŋ-]).
Nutzungshinweis 4
Vor f- oder s- wird es zu īn- (ausgesprochen [ĩː-]).
in- + fīnītus („endlich“) → īnfīnītus („endlos, unendlich“)
in- + sānus („gesund, gesund“) → īnsānus („verrückt, verrückt“)
Nutzungshinweis 5
Vor g-, c- oder q- bleibt die Schreibweise in-, aber die Aussprache wird zu [ɪŋ-].
Nachkommenschaft
- → Catalan: in- (sometimes i-, or im- before p, b and m)
- → French: in-
- → Italian: in-
- → Middle English: in-
- → Portuguese: in- (im- before p or b, i- before l, n, or m, and ir- before r)
- → Sicilian: n- (m- before p, b or m, il- before l, and ir- before r)
- → Spanish: in- (im- before p or b, i- before l, and ir- before r)
Esw./Etymologie 3
[✐ | ✎]In-
Abgeleitete Begriffe
Lateinische Begriffe mit dem Präfix in- (danach)
- “in-”, in Charlton T. Lewis (1891) An Elementary Latin Dictionary, New York: Harper & Brothers
- De Vaan, Michiel (2008) Etymological Dictionary of Latin and the other Italic Languages (Leiden Indo-European Etymological Dictionary Series; 7), Leiden, Boston: Brill, →ISBN, page 301