verdeutschen
Erscheinungsbild
verdeutsch + -en;
‘ins Deutsche übertragen’, früher verteutschen (15. Jh.); älter ist noch im 17. Jh. vorkommendes deutschen, teutschen, mhd. diutschen, tiutschen ‘auf deutsch sagen, erklären’.
Anmerkung zur Konjugation:
- Die konjugierte Form „du verdeutscht“ ist in Österreich zulässig, da gemäß dem Österreichischen Wörterbuch bei Verben mit dem Stammauslaut …sch „auch die Endung -t (ohne vorangehendes s) korrekt“ ist. Diese Verbform wird jedoch auch im gesamten deutschen Sprachgebiet umgangssprachlich verwendet.
Worttrennung:
- ver·deut·schen, Präteritum: ver·deutsch·te, Partizip II: ver·deutscht
Aussprache:
- IPA: [fɛɐ̯ˈdɔɪ̯t͡ʃn̩]
Bedeutungen:
- [1] ins Deutsche übersetzen
- [2] in verständlicheres Deutsch bringen
Herkunft:
- Das Verb ist in dieser Form seit dem 17. Jahrhundert belegt.[1]
- Ableitung zu deutsch mit dem Derivatem (Ableitungsmorphem) ver- (und zusätzlicher Flexionsendung)
Sinnverwandte Wörter:
- [1] eindeutschen, übersetzen
Beispiele:
- [1] „Sie schrieben in dem veralteten, unlebendig gewordenen ‚Iwri-Teutsch‘(= Hebräischdeutsch) der alten Frauengebete, der Techinot, das sie obendrein noch reich mit modernen deutschen Ausdrücken durchspickten und auch in den Wendungen nach Möglichkeit verdeutschten.“[2]
- [1] „Nicht jedes Fremdwort läßt sich so verdeutschen, daß sich durch die Ersetzung am Sinn nicht viel änderte.“[3]
Wortbildungen: