z
Erscheinungsbild
Phö. 07 𐤆 zai, Zajin (Umschrift. z,s)
Ara. 07 ז Zajin (Umschrift. z,s)
Gri. 06 Ζ, ζ Zeta (ζῆτα)
Etr.
Lat.
Rune 15. ᛉ algiz (?), elhaz ‚Elch‘ -z, -R (Endungs-konsonant)
Dt. 26 Z, z
Phö. 18 𐤑 ṣädē, Zade z (ts)
Ara. 18 צ Tzade (Umschrift ts, z)
Gri.
Etr.
Lat.
Rune
Dt.
- Ursprung
- Zade ist ein Konsonant, der sich von der Darstellung entweder einer Heuschrecke oder einer Pflanze herleitet. Dieser Buchstabe wurde als Sampi vorübergehend in das griechische Alphabet übernommen, später aber nur noch als Zahlzeichen verwendet. Keine lateinische Entsprechung.
- The origin of ṣade is unclear. It may have come from a Proto-Sinaitic script based on a pictogram of a plant, perhaps a papyrus plant, or a fish hook (in Modern Hebrew, צד tsad means "[he] hunt[ed]", and in Arabic صاد ṣād means "[he] hunted").
- The Phoenician letter is continued in the Greek San (Ϻ) and possibly Sampi (Ϡ), and in Etruscan 𐌑 Ś. It may have inspired the form of the letter Tse in the Glagolitic and Cyrillic alphabets.
- Das Tzade hat als einziger hebräischer Buchstabe keine historische Entsprechung im griechischen oder lateinischen Alphabet. Nur das griechische Zahlzeichen Sampi geht darauf zurück. Das Tzade rührt vom phönizischen Buchstaben Sade her und entspricht dem griechischen Buchstaben San. Beide sind auch jeweils der achtzehnte Buchstabe im Alphabet.
- Verwendung
- Seine Aussprache entspricht im heutigen Hebräisch ziemlich genau dem deutschen „Z“ wie in „Zebra“ (nicht dem englischen weichen „Z“)
- Ursprung
- Zajin ist ein Konsonant, der sich von der stilisierten Darstellung einer Waage oder einer Stichwaffe, möglicherweise auch einer handschellenartigen Fessel herleitet. Im Griechischen wurde daraus der Buchstabe Zeta. Lateinische Entsprechung: Z.
- The Semitic symbol was the seventh letter, named zayin, which meant "weapon" or "sword". It represented either the sound /z/ as in English and French, or possibly more like /dz/ (as in Italian zeta, zero).
- Im phönizischen Alphabet wurde der Buchstabe leicht abgewandelt und bekam den Namen Zajin (Sajin), das Dolch oder Waffe bedeutet. Der Lautwert des Buchstabens im phönizischen Alphabet war das stimmhafte S [z]. Bei den Phöniziern war das Zajin an der siebten Stelle des Alphabets.
- The word zeta is the ancestor of zed, the name of the Latin letter Z in Commonwealth English. Swedish and many Romanic languages (such as Italian and Spanish) do not distinguish between the Greek and Roman forms of the letter; "zeta" is used to refer to the Roman letter Z as well as the Greek letter.
- In das griechische Alphabet wurde der Buchstabe als Zeta übernommen. Bei den Griechen stand das Zeta für den Lautwert [z] und für die Affrikate [dz]. In verschiedenen Dialekten wurde das Zeta auch als stimmhafter oder stimmloser dentaler Frikativ [ð] oder [θ] ausgesprochen (wie das englische th: th''in''' [θɪn], „dünn“; th''is [ðɪs], „dies“). Zu Beginn hatte das Zeta noch die dem I ähnliche Form des Zajin, bis zur klassischen Zeit kippte der Längsbalken allerdings nach rechts, wahrscheinlich weil es so schneller zu schreiben war, möglicherweise auch wegen der Ähnlichkeit zum Iota.
- The Greek form of Z was a close copy of the Phoenician Zayin (), and the Greek inscriptional form remained in this shape throughout ancient times. The Greeks called it zeta, a new name made in imitation of eta (η) and theta (θ).
- Zeta it was given a new name on the pattern of beta, eta and theta.
- In earlier Greek of Athens and Northwest Greece, the letter seems to have represented /dz/; in Attic, from the 4th century BC onwards, it seems to have stood for /zd/ and /dz/ – there is no consensus concerning this issue.[4] In other dialects, such as Elean and Cretan, the symbol seems to have been used for sounds resembling the English voiced and voiceless th (IPA /ð/ and /θ/, respectively). In the common dialect (koine) that succeeded the older dialects, ζ became /z/, as it remains in modern Greek.
- siehe auch dz oder zd
- Die Etrusker übernahmen das Zeta in der dem I ähnlichen Form in ihr Alphabet. Da das Etruskische allerdings keine stimmhaften Verschlusslaute kannte, wurde aus [dz] ein [ts]. Dieser Buchstabe wurde auch von den Römern übernommen. Allerdings war die Affrikate [ts] im Lateinischen nicht vorhanden und so wurde im 5. Jahrhundert v. Chr. das I-förmige Z im Alphabet durch das (aus dem Buchstaben C) neu entstandene G mit dem Lautwert [g] ersetzt.
- The Etruscan letter Z was derived from the Phoenician alphabet, most probably through the Greek alphabet used on the island of Ischia. In Etruscan, this letter may have represented /ts/.
- Das griechische Zeta wurde im ersten Jahrhundert von den Römern zusammen mit dem Ypsilon ins lateinische Alphabet aufgenommen, um die griechischen Wörter und Eigennamen korrekt wiedergeben zu können. Daher ihr Platz am Ende des Alphabets. Marcianus Capella berichtet, der revolutionäre Staatsmann Appius Claudius Caecus habe das Z abgelehnt: „Z idcirco Appius Claudius detestatur, quod dentes mortui, dum exprimitur, imitatur.“ Der weitgeöffnete Mund des Toten entspricht der Haltung der Zähne beim Aussprechen des Z. Um im Bild zu bleiben: Es beginnt das Leben mit dem staunenden „A“ und schließt mit dem „Z“. A bis Z.
- The letter z was part of the earliest form of the Latin alphabet, adopted from Etruscan. Because the sound /z/ in Latin changed to /r/ by rhotacism in the fifth century BC, z was dropped and its place given to the new letter g. In the 1st century BC, z was reintroduced at the end of the Latin alphabet to represent the sound of the Greek zeta /dz/, as the letter y was introduced to represent the sound of the Greek upsilon /y/.[5]
- Before the reintroduction of z, the sound of zeta was written s at the beginning of words and ss in the middle of words, as in sōna for ζώνη "belt" and trapessita for τραπεζίτης „banker“.
- In some inscriptions, z represented a Vulgar Latin sound, likely an affricate, formed by the merging of the reflexes of Classical Latin /j/, /dj/ and /gj/:[example needed] for example, zanuariu for ianuariu "January", ziaconus for diaconus "deacon", and oze for hodie "today".[6] Likewise, /di/ sometimes replaced /z/ in words like baptidiare for baptizare "to baptize". In modern Italian, z represents /ts/ or /dz/, whereas the reflexes of ianuarius and hodie are written with the letter g (representing /dʒ/ when before i and e): gennaio, oggi. In other languages, such as Spanish, further evolution of the sound occurred.
- Old English used S alone for both the unvoiced and the voiced sibilant. The Latin sound imported through French was new and was not written with Z but with G or I. The successive changes can be well seen in the double forms from the same original, jealous and zealous. Both of these come from a late Latin zelosus, derived from the imported Greek ζῆλος zêlos. The earlier form is jealous; its initial sound is the [dʒ], which developed to Modern French [ʒ]. John Wycliffe wrote the word as gelows or ielous.
- Z at the end of a word was pronounced ts, as in English assets, from Old French asez "enough" (Modern French assez), from Vulgar Latin ad satis ("to sufficiency“).[7]
- Elhaz oder Algiz (ᛉ) ist die fünfzehnte Rune des älteren Futhark und die elfte Rune des altnordischen Runenalphabets[1] mit dem Lautwert z. Der rekonstruierte urgermanische Name bedeutet „Elch“. Die Rune erscheint in den Runengedichten als altnordisch yr, altenglisch eolhx bzw. gotisch ezec.[2] Zur Unterscheidung von der Madhr-Rune wird sie im jüngeren Futhark oft gestürzt verwendet (ᛣ).
- Der tatsächliche Name der Rune ist unklar, da die drei Quellsprachen sie unterschiedlich bezeichnen. Im altnordischen Runengedicht wird die Rune als yr (ȳr) bezeichnet, was „Eibe“ bedeutet. Dieser Name dürfte damit ursprünglich die gleichbedeutende Ihwa-Rune bezeichnet haben, die im nordischen Runengedicht fehlt. Zu der spätgotischen Überlieferung ezec fehlt bislang eine überzeugende Etymologie. Als Namenspate wurde daher die altenglische Variante eolhx gewählt, das auf ags. eolh „Elch“ zurückgeführt wird.
- Der urgermanische Laut *z kam durch die Wirkung von Verners Gesetz aus früherem *s nur im In- oder Auslaut zustande. Dementsprechend kommt die Elhaz-Rune nicht am Wortanfang vor. Sie wird mit dem lateinischen Buchstaben z transkribiert.
- Im Altnordischen entwickelte sich dieser Konsonant zu einem /r/-Laut, weshalb die Transkription hier üblicherweise durch den lateinischen Buchstaben ʀ (ersatzweise versales R) erfolgt.
- Verwendung
- standard ts
- Eine graphische Variante ist das „Z mit Unterschlinge“ oder auch „geschwänztes Z“, welches in Anlehnung an die gebrochenen Schriften (wie Fraktur) auch in lateinischen Schreibschriften auftaucht. In einigen lateinischen Antiqua- und Grotesk-Schriften ist diese Variante als Einzelbuchstabe ähnlich „ʒ“ und in Ligaturen (z. B. „ſʒ“ zu „ß“) anzutreffen. as does the yogh (ȝ)
- Eine graphische Variante des Z mit Unterschlinge ist der lateinische Buchstabe Ezh (Ʒ), wie er im Internationalen Phonetischen Alphabet als Symbol für den stimmhaften postalveolaren Frikativ verwendet wird.
- Eine weitere graphische Variante ist das ȥ (Z mit Haken), ein Graphem welches in der Standardtranskription des Mittelhochdeutschen für den mittelhochdeutschen koronalen Frikativ (ß, ss sowie einzelnes s unter bestimmten Bedingungen( gedacht ist, im Gegensatz zu der mit Z (Z ohne Haken) bezeichneten Affrikate.
- Bis in die mittelhochdeutsche Zeit schrieb man denjenigen Laut, der bei der 2. Lautverschiebung aus kurzem t entstanden war, mit z bzw. mit zz: mittelhochdeutsch daz, ez, ezzen im Gegensatz zu niederdeutsch dat, et, eten. Dieser Laut wurde vermutlich als stimmloser alveolarer Frikativ [s] ausgesprochen so wie unser heutiges stimmloses s und blieb lange Zeit vom alten germanischen s verschieden, das als stimmloser alveolopalataler Frikativ [ɕ] ausgesprochen wurde. Schon früh begann man, anstelle von zz auch sz zu schreiben, um es besser vom tz zu unterscheiden. So entstand das deutsche ß. Im zwölften Jahrhundert fiel der z/zz-Laut mit dem alten s/ss-Laut zusammen. Das hatte zur Folge, dass schon bald die beiden Schreibungen durcheinandergebracht wurden und schließlich nach vielen Jahrhunderten die heutige Verteilung der Buchstaben ß, ss, s entstand.
- Langes tt und t am Wort- bzw. Silbenanfang wurden hingegen zu einem ts-Laut, dem [t͡s] in der Lautschrift, der bis heute so ausgesprochen wird, z. B. in Zahl, sitzen im Gegensatz zu niederdeutsch Tahl, sitten.
- In vielen Sprachen unterscheidet sich die Aussprache des „z“ vom deutschen Zett und entspricht dem stimmhaften S, das in der IPA-Lautschrift als [z] dargestellt wird. Einige Beispiele sind englisch zoo, zero oder französisch zéro, Émile Zola. Das gilt auch für die slawischen Sprachen mit lateinischem Alphabet. Für das Griechische siehe die Beispiele bei Zeta.
- It represents /ʒ/ in words like seizure. More often, this sound appears as ⟨su⟩ or ⟨si⟩ in words such as measure, decision, etc. In all these words, /ʒ/ developed from earlier /zj/ by yod-coalescence.
- -ize endings, which are closer to Greek, to -ise endings, which are closer to French; however, -yse is preferred over -yze in Oxford spelling, as it is closer to the original Greek roots of words like analyse. The most common variety of English it is used in is American English, which prefers both the -ize and -yze endings.
- Castilian Spanish uses the letter to represent /θ/ (as English ⟨th⟩ in thing), though in other dialects (Latin American, Andalusian) this sound has merged with /s/. Before voiced consonants, the sound is voiced to [ð] or [z], sometimes debbucalized to [ɦ] (as in the surname Guzmán [ɡuðˈman], [ɡuzˈman] or [ɡuɦˈman]). This is the only context in which ⟨z⟩ can represent a voiced sibilant [z] in Spanish, though ⟨s⟩ also represents [z] (or [ɦ], depending on the dialect) in this environment
[2] Z,
- der sechs und zwanzigste
- und letzte Buchstab des Deutschen Alphabetes,
- und der zwanzigste unter den Consonanten.
- Es ist der härteste unter den sogenannten Sauselauten,
- welche den Graden der Härte nach so auf einander folgen:
- das gelinde s,
- in sehen, sieben, leise;
- das ß, oder einfach geschärfte nach gedehnten Vocalen,
- Spaß, spaßen, süß, fließen, außer;
- das doppelt geschärfte nach geschärften Vocalen,
- Wasser, wissen, lassen;
- und das harte,
- oder z,
- welches seiner Natur nach sowohl
- nach gedehnten, als geschärften Vocalen stehen kann,
- ob es gleich im Hochdeutschen nach gedehnten selten ist.
- welches seiner Natur nach sowohl
- Es wird, wie im Griechischen und Lateinischen,
- vermittelst eines starken Druckes der Zunge an die Zähne ausgesprochen,
- und stehet sowohl zu Anfange eines Wortes und einer Sylbe,
- Zahl, Zeit, zu, zur,
- als auch am Ende,
- und in diesem Falle am häufigsten nach gewissen Consonanten,
- besonders nach dem l, n, r und t,
- schmelzen, Filz, Lenz, schmerzen, Schatz, Witz, schützen.
- besonders nach dem l, n, r und t,
- oder z,
- das gelinde s,
- welche den Graden der Härte nach so auf einander folgen:
Da dieser Buchstab
- mit einem Drucke der Zunge an die Zähne ausgesprochen werden muß,
- welcher einige Ähnlichkeit mit dem t hat,
- und auch im Hochdeutschen nicht leicht nach gedehnten Vocalen gesetzet wird,
- so haben viele diesen Buchstab
- für einen zusammen gesetzten gehalten,
- der aus tz entstanden sey,
- und daraus weiter die Folge gezogen,
- daß das tz überflüßig sey,
- indem schon in dem bloßen z ein t liege.
- und daraus weiter die Folge gezogen,
- der aus tz entstanden sey,
- für einen zusammen gesetzten gehalten,
- Allein,
- es streiten sowohl wider die Voraussetzung,
- als die daraus gezogene Folge, folgende Gründe.
- 1. In der Figur des z ist keine Spur einer Zusammensetzung,
- sondern es ist ein bloßes einfaches Zeichen so wie die übrigen.
- Die Zusammensetzung müßte also bloß in dem Laute liegen.
- Allein auch hier kann sie
- 2. nicht liegen,
- weil der Druck, mit welchem ein Buchstab vor andern seiner Classe ausgesprochen wird,
- noch keine Zusammensetzung macht.
- F, k, p und t
- sind gleichfalls die harten Buchstaben ihrer Classe,
- erfordern also auch einen Druck,
- der, wenn man ihn langsam auflöset,
- Ähnlichkeit mit einem h hat,
- ohne das es bisher noch jemanden eingefallen wäre,
- diese Buchstaben für zusammen gesetzt zu halten.
- weil der Druck, mit welchem ein Buchstab vor andern seiner Classe ausgesprochen wird,
- 3. Ein doppelter Buchstab
- fordert zwar der Regel nach einen geschärften Vocal vor sich,
- und wahr ist es,
- daß das z im Hochdeutschen fast allemahl nach geschärften Vocalen stehet.
- Allein,
- wäre es seiner Natur nach doppelt,
- so könnte es weder in den Mundarten noch in andern Sprachen nach gedehnten Vocalen stehen,
- welches doch häufig genug geschiehet:
- gaza, oryza,
- die eigenen Nahmen Buzo, Mozyr, Wizo, Rozan,
- die provinziellen kuzeln für kitzeln, Striezel, Kietz, biezeln, bröckeln,
- und viele andere mehr,
- und selbst die Hochdeutschen Hiez, Miez, Katzen zu rufen, der Biez, u.s.f.
- und wahr ist es,
- fordert zwar der Regel nach einen geschärften Vocal vor sich,
- 4. Die Etymologie zeiget sehr deutlich,
- daß das z am Ende einer Sylbe
- und in der Mitte der Wörter
- aus dem gelindern s entstanden ist,
- besonders wenn es nach gewissen Consonanten stehen sollte,
- die ihrer Natur nach dieses s gern in das härtere z verwandeln,
- wohin besonders l, n und r gehören:
- schmelzen, salzen, schmerzen, tanzen, u.s.f.
- wo es aus den Ableitungssylben -sen und seln entstanden ist.
- Wenn das t ein s nach sich haben sollte,
- so theilet sich dessen eigenthühmlicher Druck gern auch dem folgenden s mit,
- daher dasselbe gleichfalls in ein z übergehet:
- Platz, sitzen, Schatz, hetzen, schützen, reitzen, putzen u.s.f.
- daher dasselbe gleichfalls in ein z übergehet:
- Man sehe, was von jedem dieser Wörter in Ansehung der Etymologie gesaget worden,
- so wird man allemahl finden,
- daß das z aus einem bloßen gelinden s entstanden ist,
- und daß folglich das t zur Wurzel gehöret;
- daher auch die Niederdeutschen,
- welche das s gern durch ein t ausdrucken, [3]
- dergleichen Wörter oft vermittelst eines tt sprechen und schreiben:
- Schatt, sitten, schütten,
- außer wo die Onomatopöie noch zu merklich ist,
- wie in blitzen, platzen u.s.f.
- dergleichen Wörter oft vermittelst eines tt sprechen und schreiben:
- welche das s gern durch ein t ausdrucken, [3]
- daß das z aus einem bloßen gelinden s entstanden ist,
- Es ist also eine wahre Verstümmelung und Verletzung der nächsten Abstammung,
- wenn man in solchen Fällen das t,
- da es doch zur Wurzel gehöret, weglassen,
- und Schaz, sizen, hezen u.s.f. schreiben wollte,
- weil dergleichen Wörter nicht anders als gedehnt gesprochen werden können,
- Schāz, sīzen, hēzen.
- da es doch zur Wurzel gehöret, weglassen,
- wenn man in solchen Fällen das t,
- Eben so groß ist die Verstümmelung,
- wenn man dem tz ein zz unterschieben will,
- weil zwar die Aussprache dadurch erhalten,
- aber der Bau des Wortes nicht minder zerstöret,
- und zugleich eine Wirkung ohne Ursache angenommen und angebracht wird;
- indem das z in allen diesen Fällen seinen Grund bloß in dem vorher gehenden t hat,
- und wieder in ein s übergehen müßte,
- wenn dieses wegfallen könnte,
- daher auch ein zz ganz wider die Analogie der Deutschen Sprache ist.
- wenn man dem tz ein zz unterschieben will,
- Es ist dieser zugleich ein neuer Beweis,
- so wird man allemahl finden,
- so theilet sich dessen eigenthühmlicher Druck gern auch dem folgenden s mit,
- besonders wenn es nach gewissen Consonanten stehen sollte,
- 1. In der Figur des z ist keine Spur einer Zusammensetzung,
Eben so wenig
- kann das z,
- wenn es zu Anfange eines Wortes stehet,
- für einen doppelten Buchstaben gelten,
- indem die Niederdeutsche Mundart,
- als eine Feindinn der Sauselaute,
- ihn gern mit dem zwar eben so harten, aber dennoch einfachen t vertauschet:
- taë, Tagel, Tack, Tahl, tehen u.s.f.
- für, zähe, Zagel, Zacke, Zahl, ziehen;
- dagegen sie in manchen andern Fällen
- das sanftere Hochdeutsche s
- in das härtere z verwandelt:
- Zabel, zuften, für, Säbel, seufzen.
- indem die Niederdeutsche Mundart,
Den alten Mundarten hatte dieses z noch nicht Härte genug, daher sie es noch durch ein vorgesetztes c verdoppelten: erczaigen, Pfalczgraff, Maincz, czu, Getäncz, churcz, Arczt, Erczeney, Churczweyl.
- ↑ Quelle: Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 4. Leipzig 1801, S. 1641-1642. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20000543411; Lizenz: Gemeinfrei; Faksimiles: 1641 | 1642; Kategorien: Lexikalischer Artikel
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