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Baum der Erkenntnis

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: Baum der Erkenntnis (Lucas Cranach der Ältere: Paradies (Ausschnitt), 1530 Kunsthistorisches Museum Wien)

Der Baum der Erkenntnis von Gut und Böse (עֵץ הַדַּעַת טוֹב וָרָע ‘eṣ hadda‘at ṭôv wārā‘) wird in der Paradieserzählung im Buch Genesis der Hebräischen Bibel erwähnt. JHWH Elohim[1] legte demnach einen Baumgarten im Osten an. Mitten darin ließ er den Baum der Erkenntnis und den Baum des Lebens wachsen (Gen 2,9 EU). Er ließ den Menschen, den er aus Staub vom Erdboden geschaffen hatte, in diesem Garten wohnen und erlaubte ihm, von allen Baumfrüchten zu essen, nicht aber vom Baum der Erkenntnis, „denn sobald du davon isst, musst du gewiss sterben“[2] (Gen 2,17 EU).

Im weiteren Verlauf der Erzählung aßen die Menschen auf Anregung der klugen Schlange trotzdem vom Baum mitten im Garten. Sie starben aber nicht unmittelbar, sondern gelangten zur Erkenntnis von Gut und Böse. JHWH Elohim verwies sie aus dem Garten, damit sie nicht auch noch vom Baum des Lebens essen und ewiges Leben erlangen konnten.

Exegese

Gartenmotiv

Höflinge im königlichen Garten von Nimrud, 9. Jh. (British Museum)

Schauplatz der Erzählung ist der von JHWH Elohim angelegte Baumgarten, der ähnlich einer Oase inmitten des unkultivierten Landes liegt. Vergleichsmaterial stammt vor allem aus Mesopotamien. In babylonischen Gärten standen große Dattelpalmen, in ihrem Schatten kleinere Obstbäume, Nutz- und Zierpflanzen. Solche Gärten waren Palästen und Tempeln zugeordnet. Königliche Gärten waren mit Mauern eingefasst und künstlich bewässert. Neuassyrische Könige stilisierten sich in literarischen Texten selbst als Gärtner. Pflanzen und Tiere, aus verschiedenen Teilen des Reichs zusammengebracht, symbolisierten die wohlgeordneten Schöpfung. Solche Gärten brachten ihrem Besitzer Prestige. Sie dienten der Repräsentation, aber auch der Erholung und dem Genuss.[3]

Zwei Bäume oder ein Baum in der Mitte

In der Mitte des Gartens wachsen zwei besondere Bäume: der Baum des Lebens und der Baum der Erkenntnis. Vom hebräischen Text her ist in Gen 2,9 EU auch möglich, nur an einen Baum in der Mitte des Gartens zu denken: „der Baum des Lebens, der (auch) der Baum der Erkenntnis von Gut und Böse ist.“ Wer den Text so versteht, hat mit Gen 3,3 EU kein Problem, wo nur von einem Baum in der Gartenmitte die Rede ist. Er kommt aber umso mehr in Schwierigkeiten, wenn in Gen 3,22–24 EU Lebensbaum und Erkenntnisbaum deutlich unterschieden werden.[4] Jan Christian Gertz nimmt an, dass der von ihm so genannte weisheitliche Erzähler in seiner Paradiesgeschichte einen Gottesgarten beschreibt, in dessen Mitte der Weltenbaum wächst (vgl. Ez 31,1−9 EU). Dass die Früchte des Weltenbaums Erkenntnis bringen, sei ein ganz eigener Zug der Paradiesgeschichte.[5]

Zwei Jugendliche flankieren den stilisierten Baum des Lebens. Elfenbeinschnitzerei, Nimrud, 9.−7. Jh. (Irakisches Nationalmuseum, Bagdad)

Explizit bezeichnet wird der Baum der Erkenntnis nur in 2,9 und 2,17. Das erschwert die Interpretation.[6] Der Baum des Lebens kommt sowohl im biblischen Buch der Sprichwörter[7] als auch in hellenistisch-jüdischer Literatur vor,[8] und vergleichbare Gewächse sind im Alten Orient wohlbekannt, zum Beispiel die im Gilgamesch-Epos beschriebene Lebenspflanze,[9] die sowohl Verjüngung als auch Erhaltung des Lebens bewirkt. Ein Baum der Erkenntnis dagegen kommt außerhalb der biblischen Paradieserzählung nicht vor; Westermann vermutet deshalb, dass der Verfasser diese Bezeichnung „aus der Erzählung heraus neu gebildet hat.“[10] Die Formulierung עֵץ הַדַּעַת טוֹב וָרָע ‘eṣ hadda‘at ṭôv wārā‘ ist schwieriger als die gängigen Übersetzungen vermuten lassen. Möglich ist, da‘at als Infinitiv mit folgendem Akkusativobjekt aufzufassen, wörtlich also: „der Baum des gut-und-böse-Erkennens.“[11]

Gen 2,9 – Ansatzpunkt der Literarkritik

Der Satzbau von Gen 2,9 irritiert. Das lässt sich an der Lutherbibel gut nachvollziehen, die hier nahe beim hebräischen Text bleibt: „Und Gott der HERR ließ aufwachsen aus der Erde allerlei Bäume, verlockend anzusehen und gut zu essen, und den Baum des Lebens mitten im Garten und den Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen.“[12] Das ist ein Beispiel für die „gespaltene Koordination“ im Bibelhebräischen: in eine Reihe durch Syndese verbundener gleichwertiger Satzglieder (hier kursiv) schiebt sich ein anderer Satzteil (hier unterstrichen) wie eine Sperre. Im Fall von Gen 2,9 lud dieser Befund seit Karl Budde zu literarkritischen Operationen ein. Umberto Cassuto versichert aber, dass „die Wortfolge von den rhythmischen Erfordernissen des Verses diktiert wurde; es wäre undenkbar gewesen, zu schreiben: auch der Baum des Lebens und der Baum der Erkenntnis von Gut und Böse in der Mitte des Gartens.“[13] Eine hebraistische Untersuchung Andreas Michels bestätigte Cassutos Sprachgefühl. Demnach ist Gen 2,9 ein wohlproportionierter Satz; der Lokativ „mitten im Garten“ bezieht sich auf Lebensbaum und Erkenntnisbaum gleichermaßen; dass der „Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen“ und nicht der „Baum des Lebens“ ans Ende gerückt ist, heißt nicht, dass er aus Sicht des Erzählers weniger Bedeutung hätte, sondern folgt der stilistischen Tendenz „kurz vor lang“.[14]

Die klassische literarkritische Lösung des Problems sieht so aus, dass der „Baum des Lebens“ als redaktionelle Hinzufügung gestrichen wird: Die ursprüngliche Paradieserzählung handelte nur vom Baum der Erkenntnis, Unsterblichkeit war nicht ihr Thema. Auch Gen 3,22.24 (Vertreibung der Urmenschen aus dem Garten und Bewachung des Zugangs zum Lebensbaum) werden daher als sekundär ausgeschieden. Nach Michels Untersuchung ist dieser Schnitt nicht mehr einfach mit der Syntax von Gen 2,9 zu begründen. Gertz vertritt sie mit einer Kombination mehrerer Argumente weiterhin. Der Bearbeiter hatte demnach das Interesse, einen Zusammenhang zwischen dem Paradiesgarten und dem Jerusalemer Tempel herzustellen; mythische Urzeit und eigene Erfahrungswelt konnten sich so gegenseitig durchdringen. Mit der Einführung des Lebensbaum-Motivs handelte sich der Bearbeiter allerdings neue Probleme ein.[15] Nahum Sarna etwa merkt an, dass Gott erlaubt hatte, die Früchte vom Baum des Lebens zu verzehren, sei es, dass ein Bissen davon unsterblich gemacht hätte oder dass der Mensch im Paradies immer wieder davon aß, um sich zu verjüngen. Der sterbliche Mensch hatte, so Sarna, die Unsterblichkeit in Reichweite.[16] „Hat der Mensch in seiner Naivität die Bedeutung dieses Baumes nicht erkannt oder die beiden Bäume nicht zu unterscheiden vermocht? Man kommt nicht umhin, festzustellen, dass sich der Verfasser von 3,22.24 für solche Fragen nicht interessiert hat.“[17]

Verbot der Baumfrucht und Todesdrohung

In einer älteren Fassung der Erzählung war laut Westermann einfach von einem „Baum in der Mitte des Gartens“ die Rede; damit hat sich für ihn das Problem erledigt, warum Gott den Menschen die Erlangung von Erkenntnis vorenthalten wollte.[18] Das sieht Andreas Schüle völlig anders: Durch die Einhauchung des Lebensatems ist bei der Menschenschöpfung eine starke Nähe zu Gott entstanden; mit der Todesdrohung wahrt Gott die Differenz. Sie dient der Abschreckung. Der Mensch wurde für den begrenzten Zweck erschaffen, den Garten zu pflegen – Höheres war für ihn nicht vorgesehen.[19] Christoph Riedweg sieht im Baum der Erkenntnis ein „Mahnmal für die göttliche Überlegenheit“; das Verbot, seine Früchte zu essen, sichere wie jedes Tabu die bestehende Machtordnung und setze Grenzen.[20]

Sarna interpretiert das Verbot als Aufforderung, bei der Befriedigung des Appetits Zurückhaltung und Selbstbeherrschung zu üben. Er findet hier das Paradigma für die künftigen Speisegebote der Tora.[21]

Die Exegeten fragen sich, warum der angedrohte Tod nach dem Genuss der verbotenen Frucht nicht eintritt. Im Anschluss an Theodoor C. Vriezen[22] hält Westermann fest, dass der Tod nicht direkte Folge des Essens ist und nicht am gleichen Tag zu erwarten steht. Ebenso wenig scheint ihm aber plausibel, dass damit lediglich gemeint sei, dass der Mensch in Zukunft irgendwann einmal sterben werde. Festzuhalten bleibe, dass Gott in seiner Souveranität unerklärlichweise darauf verzichte, die Todesstrafe zu vollziehen.[23] Aber es ist gar nicht eindeutig, ob es um die Todesstrafe geht. Der Erzähler adaptierte nämlich in Gen 2,17 den sogenannten Todesrechtssatz: „wer … tut, der wird gewiss getötet werden“ (מוֹת יוּמָת môt jûmāt). Thomas Hieke kommentiert: „Obwohl die Menschen vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse essen, werden sie nicht getötet, vielmehr werden eine Reihe anderer Strafen ausgesprochen, und Gott bewahrt die Menschen sogar durch seine Fürsorge hinsichtlich der Kleidung (3,21). Das zeigt, wie die göttliche Todesdrohung gedacht ist: nicht als gesetzliche Sanktion …, sondern als eine Warnung, die auf die furchtbaren Folgen des Verstoßes gegen das göttliche Gebot aufmerksam macht.“[24]

Erkenntnis von Gut und Böse

Zwei pharao-artige Menschen flankieren einen stilisierten Baum. Beide tragen Szepter, die linke Person außerdem eine Kanne. Die Uräus-Schlange wird mehrfach als Motiv verwendet. Phönizische Elfenbeinschnitzerei in „ägyptisierendem“ Stil, Nimrud, 9.−8. Jh. (Metropolitan Museum of Art)

Der Genuss der Baumfrucht ermöglicht es, „Gut und Böse“ zu erkennen. In einer Kontroverse zwischen Karl Budde und Julius Wellhausen vertrat Budde die Interpretation, es gehe um sittliche Erkenntnis.[25] Wellhausen widersprach: „Im Hebräischen bedeutet Gut und Böse zunächst immer nur heilsam und schädlich“[26] – und viele Exegeten haben sich Wellhausen in diesem Punkt angeschlossen.[27]

Sarna zufolge ist „Gut und Böse“ ein Merismus und steht für umfassende Erkenntnis. Zwar erlangen die Menschen durch den Genuss der verbotenen Frucht keine Allwissenheit, aber ihr intellektueller Horizont erweitert sich; sie sind imstande, verantwortliche Entscheidungen zu treffen.[28]

Der Hebraist Dirk U. Rottzoll vertritt mit Bezug auf 2 Sam 19,36 EU die These, dass „Erkenntnis des Guten und Bösen“ ein hebräisches „Idiom für den Geschlechtstrieb“ gewesen sei.[29] Er nimmt eine ursprüngliche Fallerzählung an, „einen kanaanäischen Götter-Neid-Mythos …, der davon berichten wollte, wie es den Menschen gelang, in den Besitz der ursprünglich nur den Göttern (Elohim!) vorbehaltenen Sexualität (‚Erkenntnis des Guten und Bösen’) zu gelangen.“[30] Diese verortet er im kanaanäischen Kultbereich mit seinen „orgiastischen Zeremonien“.[31] Der Jahwist überarbeitete diesen Stoff laut Rottzoll mit massiv antikanaanäischer Tendenz. Demnach hatte JHWH das Menschenpaar bereits bei der Schöpfung mit dem Sexualtrieb ausgestattet (Gen 2,24 EU); dieser musste nicht „gestohlen“ werden. Beide Erwähnungen des „Baums der Erkenntnis“ (Gen 2,9.17) gehören laut Rottzoll der jahwistischen Bearbeitung an.[32]

David M. Carr betont mit Verweis auf Jes 7,15 EU und Dtn 1,39 EU, dass das elementare Erkennen dessen, was lebensförderlich und schädlich ist, den „Übergang von der Kindheit zum Erwachsenenalter“ markiert.[33] Carr zufolge geht es vor allem um Körperbewusstsein und Scham, d. h. der junge Erwachsene orientiert sein Aussehen und Verhalten am Blick der anderen und vermeidet beschämende Situationen.[34]

Dass die Urmenschen als erstes ihre Nacktheit erkennen, wird in älteren Kommentaren gern als „böses Erwachen“ und Platzen der Träume von gottgleicher Allwissenheit diskreditiert;[35] Gertz verweist dagegen auf die große Bedeutung von Statusfragen in antiken Gesellschaften, die anhand der (angemessenen) Kleidung verhandelt werden. Die Urmenschen haben demnach echte Erkenntnis erlangt, wenn sie sich bekleiden. Zug um Zug nehmen sie sich im weiteren Verlauf der Erzählung als Individuen wahr – von Gott geschieden und zugleich bestrebt, Schuld von sich weg auf andere zu schieben.[36]

Antike Übersetzungen

Griechisch

Im 3. Jahrhundert v. Chr. wurde die Genesis als erstes Buch ders Tora von einem jüdischen Gelehrten, wahrscheinlich in Alexandria, ins Griechische übersetzt. Gen 2,9 lautet hier wie folgt: „Und Gott ließ noch dazu aus der Erde jeglichen Baum aufgehen, prächtig im Anblick und gut zur Nahrung, und den Baum des Lebens in der Mitte des Gartenparks, und den Baum des Wissens dessen, was von Gut und Böse erkennbar ist (ξύλον τοῦ εἰδέναι γνωστὸν καλοῦ καὶ πονηροῦ xýlon toũ eidénai gnōstòn kaloũ kaì ponēroũ).“[37] Der Übersetzer hielt es also für nötig, den Text seiner Vorlage zu erweitern und den Erkenntnisbaum recht umständlich näher zu charakterisieren. Doch klärte er damit nicht, welches „Wissen“ gemeint ist oder wofür „Gut und Böse“ steht.[38]

Lateinisch

Die frühen lateinischsprachigen Christen nutzten Versionen der Vetus Latina, einer Tochterübersetzung der Septuaginta. Der Septuaginta-Formulierung von Gen 2, 9 schließt sich folgende Variante am engsten an: ligum ad sciendum cognoscibile bonum et malum.[39]

Hieronymus übersetzte dagegen im frühen 5. Jahrhundert den hebräischen Text: „Und der Herr, Gott, brachte aus dem Boden jeden Baum hervor, schön anzusehen und schmackhaft zu essen; auch den Baum des Lebens in der Mitte des Gartens und den Baum des Wissens um Gut und Böse (lignumque scientiae boni et mali).“[40]

Wirkungsgeschichte

Jüdische Leser

Schriften aus hellenistischer und frührömischer Zeit

Das um 150 v. Chr. in hebräischer Sprache abgefasste Buch der Jubiläen ist eine viel gelesene Nacherzählung der Bücher Genesis und (teilweise) Exodus. Abweichend von der biblischen Darstellung, macht sich Eva laut Jubiläenbuch einen Schurz aus Feigenblättern, direkt nachdem sie von der verbotenen Frucht gegessen hat. Dann erst reicht sie die Frucht an Adam weiter. Damit legt das Jubiläenbuch das Verständnis nahe, dass sich die ganze Szene unter einem Feigenbaum abspielt.[41]

Targumim

Die Targume sind kommentierende Übersetzungen des hebräischen Bibeltextes ins Aramäische.

  • Gen 2,9 im Targum Neofiti 1: „Und aus dem Boden ließ Gott der Herr wachsen jeglichen Baum, der schön anzusehen und gut zu essen war, und den Baum des Lebens mitten im Garten, und den Baum der Erkenntnis, dank dem jeder davon Essende [den Unterschied] zwischen Gut und Böse wusste.“[42][43] Das ist relativ nah an der Septuaginta-Übersetzung.
  • Gen 2,9 im Targum Pseudo-Jonathan: „Und aus dem Boden ließ Gott der Herr wachsen jeglichen Baum, der erfreulich anzusehen und gut zu essen war, und den Baum des Lebens in der Mitte des Gartens, dessen Höhe eine Reise von 500 Jahren war, und den Baum, dessen Frucht jene, die davon essen, befähigt, zwischen Gut und Böse zu unterscheiden.“[44][45]
  • Gen 2,9 im Targum Onkelos: „Und Gott der Herr ließ aus der Erde wachsen jeden Baum, der erfreulich anzusehen und gut zu essen war, mit dem Baum des Lebens in der Mitte des Gartens und dem Baum, der [jene, die seine Früchte essen] einsichtig macht, Gut von Böse [zu unterscheiden].“[46][47]

Talmud und Midrasch

Die Amoräer diskutierten, zu welcher Pflanzenart der Baum der Erkenntnis gehörte. Vielleicht war es ein Weinstock, denn der Weingenuss hat oft geschadet – man denke an die Trunkenheit Noachs. Vorgeschlagen wurde auch Weizen, denn ein Kleinkind beginnt erst dann zu sprechen, wenn es Getreideprodukte essen kann. Rab Nechemja vermutete, dass die Urmenschen die Früchte des Feigenbaums aßen, „denn mit der Sache, die sie ruinierte, wurden sie (wieder) restituiert, wie es heißt: und sie nähten Feigenblätter zusammen (Gen 3,7 EU).“[48]

Eine etwas andere Auswahl von Pflanzen wird im Midrasch Bereschit Rabba diskutiert. Rabbi Meirs Vorschlag Weizen stößt auf Kritik, da der Weizen kein Baum sei. Doch, der Weizen im Garten Eden sei so hoch wie die Zedern des Libanon geworden. Nach dem Weinstock ist die Zitrone im Gespräch, da ihr Holz ebenso schmecke wie ihre Frucht. Zum Feigenbaum wird erzählt, dass alle Bäume sich von Adam abwandten. Aber der Feigenbaum nahm ihn auf, so dass er sich einen Blätterschurz machen konnte. Schließlich wird festgestellt, dass Gott die Identität des Baumes der Erkenntnis für immer verborgen habe.[49]

Mittelalterliche Kommentare

Abraham Ibn Esra (um 1092−1167) erläuterte die Formulierung עֵץ הַדַּעַת טוֹב וָרָע ‘eṣ hadda‘at ṭôv wārā‘ in Gen 2,9: „Gemäß meiner Meinung ist es notwendig, den Begriff דעת da‘at (vor טוֹב וָרָע ṭôv wārā‘ hinzuzufügen, als ob geschrieben stünde): Der Baum der Erkenntnis, (der) Erkenntnis des Guten und Bösen.“[50] Da nämlich hadda‘at mit dem Artikel determiniert ist, kann es keine Constructus-Verbindung mit dem folgenden ṭôv wārā‘ eingehen. Ibn Esras Lösung ist die Ergänzung des undeterminierten da‘at nach hadda‘at. Zu Gen 3,6 schrieb er: „Der Baum der Erkenntnis gebiert die Beischlafbegierde, Deshalb bedeckten der Mann und seine Frau ihre Nacktheit.“ Weiter heißt es „Als Adam vom Baum der Erkenntnis aß, „erkannte“ (wusste) er seine Frau. „Wissen – Erkennen“ ist ein Euphemismus für Geschlechtsverkehr. Der Geschlechtsverkehr wird „Wissen – Erkennen“ genannt, weil das sexuelle Verlangen vom Baum der Erkenntnis kam. Außerdem beginnt ein junger Mann in dem Alter, in dem er beginnt, Gut und Böse zu „erkennen“, sexuelles Verlangen zu haben.“[51] Ibn Esra bezieht sich hier auf Dtn 1,39 EU und argumentiert, dass ein Junge im Lauf der Pubertät Erkenntnis des Guten und Bösen erlange; „dieser Erkenntnisgewinn bestehe aber nicht im Zugewinn intellektueller Fähigkeiten, sondern dem Aufkommen des Wunschs nach Sexualität.“[52]

David Kimchi (1160–1235) stimmte Ibn Esra zu. Der Urmensch habe umfassendes Wissen gehabt, sei aber vor dem Genuss der verboenen Frucht wie die Engel ohne Geschlechtstrieb gewesen.[53]

Nachmanides (1194−1270) erläuterte die Übersetzung des Onkelos, der zufolge Lebensbaum und Erkenntnisbaum beide „in der Mitte“ wuchsen. Er nahm an, dass es in dieser Mitte ein Gartenbeet gab, in dem beide Bäume wuchsen. Die Interpretation des Ibn Esra, der zufolge die Frucht des Erkenntnisbaums das sexuelle Verlangen weckte, lehnte Nachmanides ab, da es in der Paradieserzählung um ein „Sein-wie-Gott“ gehe. Nachmanides zufolge handelten die Urmenschen aus ihren Instinkten heraus und gewannen durch die Frucht die Fähigkeit zur Willensfreiheit und bewussten Entscheidung.[54]

Christliche Leser

Spätantike

Adam und Eva unter dem Baum der Erkenntnis (Katakombe der Heiligen Marcellinus und Petrus)

Der Verfasser des Briefs an Diognet (Mitte des 2. Jahrhunderts) interpretiert die Erzählung vom Verzehr der Frucht so: Sterblich geworden seien Adam und Eva nicht wegen der Frucht der Erkenntnis, sondern weil sie beim Verzehr noch ohne Erkenntnis gehandelt hätten, also ungehorsam gewesen seien. Im Nebeneinander der beiden Bäume sieht er einen tieferen Sinn: Das Beieinander von „Erkenntnis“ und „Leben“ weise auf etwas hin, was auch 1 Kor 8 EU andeute: Es gebe sowohl eine leblose als auch eine lebendige, „das Leben suchende“ Erkenntnis, und sowohl ein dumpfes Leben als auch eines, in dem man nach Erkenntnis strebt. Geboten sei eine Lebenführung, die beides verbindet.[55]

Der Apologet Theophilos von Antiochia schrieb im späten 2. Jahrhundert, der Baum der Erkenntnis sei ebenso wie seine Frucht gut. „Denn in der Frucht war nichts anderes, als nur die Erkenntnis. Die Erkenntnis aber ist gut, wenn man sie auf rechte Weise benützt. Adam dort aber war seinem dermaligen Alter nach noch ein Kind, deswegen konnte er die Erkenntnis noch nicht nach Gebühr fassen.“ Gott war nicht missgünstig, wenn er Adam diese Frucht verbot. Vielmehr handle es sich um eine Gehorsamsprobe. „Zugleich auch wollte er, daß der Mensch in seinem Kindesalter noch für längere Zeit in argloser Einfalt verbleibe. Denn es ist dies nicht bloß vor Gott, sondern auch bei den Menschen etwas Heiliges, in Einfalt und Arglosigkeit den Eltern untertan zu sein.“[56]

Der Genesis-Kommentar des Origenes (185−253/54) ist nur sehr fragmentarisch erhalten. Seine Interpretation der Paradiesbäume referierte Epiphanios von Salamis in abwertender Absicht, ohne dass man sie am Originaltext des Origenes nachprüfen könnte: „[…] wer kann ruhig anhören, dass Origenes uns ein Paradies innerhalb des dritten Himmels bietet und damit jenes Paradies, das die Schrift erwähnt, von der Erde in die himmlischen Bereiche versetzt und alle Bäume, von denen in der Genesis geschrieben wird, allegorisch versteht, das heißt, dass die Bäume Engelsgewalten sind (quod arbores angelicae fortitudines sint) […]?“[57]

Gregor von Nyssa (spätes 4. Jahrhundert) verglich in De opificio hominis den Baum des Lebens und den Baum der Erkenntnis und zog zur Erklärung Spr 3,18 EU heran: Die Weisheit, die Gregor mit Christus identifiziert, ist demnach ein Baum des Lebens. „Gegenüber aber diesem Baume steht ein anderer Baum, dessen Genuß Erkenntniß des Guten und Bösen ist, nicht als ob er jede von beiden entgegengesetzten Erscheinungen gesondert und theilweise als Frucht trüge, sondern weil er eine Bastard- und Mischlingsfrucht hervorbringt, die aus entgegengesetzten Eigenschaften gemischt ist.“ Während das Gute „einfach und einheitlich von Natur“ sei, begegne das Böse dem Menschen „bunt und aufgeputzt, etwas Anderes scheinend und als etwas Anderes in der Erfahrung sich zeigend, dessen Erkenntniß, d. h. erfahrungsmäßige Bekanntschaft damit, des Todes und Verderbens Anfang und Grundlage sei.“[58]

Augustinus von Hippo (354–430) verfasste mit De Genesi ad litteram den klassischen lateinischen Kommentar zur Paradieserzählung. Er insistierte, dass das irdische Paradies ein wirklicher Garten gewesen sei und der Baum des Lebens sowie der Baum der Erkenntnis reale Bäume. Dem guten Schöpfergott sei nicht zuzutrauen, dass der Erkenntnisbaum schädliche Früchte getragen habe. „Der Baum, der hier in Frage steht, war daher nicht schlecht, sondern man nennt ihn den Baum der unterscheidenden Erkenntnis von Gut und Böse (de ligno scientiae dignoscendi bonum et malum), weil dieser Baum zum Gegenstand der Übertretung des Gebots werden sollte. ... [Er] empfing seinen Namen nicht von der Frucht oder dem Apfel (non de fructu vel pomo[59]), den er hervorzubringen hatte, sondern aus dem Ergebnis, das seiner gebotswidrigen Berührung folgen sollte.“[60]

Die Urmenschen essen vom Baum der Erkenntnis (Wiener Genesis, 6. Jh., wahrscheinlich Syrien)

Sofern sich spätantike christliche Bibelausleger überhaupt zur Art der verbotenen Frucht äußerten, wurde diese im griechischsprachigen Raum als Feige bezeichnet, einerseits in Aufnahme der älteren jüdischen Tradition, andererseits aufgrund der großen Bedeutung des Feigenbaums im östlichen Mittelmeergebiet. Die Apfel-Tradition stammt, so Hans-Günter Leder, nicht aus der exegetischen Literatur und ist daher auch kein lateinisches Wortspiel von mālum (= Apfel) bzw. mālus (= Apfelbaum) und malum (= das Böse). Er weist sie erstmals in der Bibelparaphrase Heptateuchos (frühes 5. Jahrhundert) und in De spiritalis historiae gestis des Avitus von Vienne (um 500) nach. Diese beiden eher poetischen Werke behandeln sie wie eine bekannte volkstümliche Auffassung. Demnach ist Gallien die Heimat der Apfel-Tradition, und zwar, so Leder, weil der Apfelbaum in Mitteleuropa die kulturelle Bedeutung hatte, die im Osten dem Feigenbaum zukam.[61]

Scholastik

Als Generaloberer der Franziskaner war Bonaventura (1221–1274) verantwortlich für die Studien seiner Mitbrüder. Die Wißbegierde (curiositas), wie sie von Roger Bacon vertreten wurde, hielt er für extrem gefährlich. Bonaventura kontrastierte zwei Grundhaltungen: Lerneifer (studiositas) und Neugier (curiositas) und setzte sie in Beziehung zu den beiden biblischen Metaphern Baum des Lebens (lignum vitae) und Baum der Erkenntnis (lignum scientiae). Der Baum des Lebens tritt in der Heilsgeschichte dreimal auf: am Anfang im Paradies, zentral in Jesus Christus und am Ende im Neuen Jerusalem. Mit der richtigen Grundhaltung „schmeckt“ der Christ die Weisheit (sapientia = saporosa scientia) und trifft auf den Baum des Lebens, aber mit der falschen Grundhaltung trifft er auf den Baum der Erkenntnis. Bonaventura schärfte seinen Lesern ein, dass diese Gefahr auch beim Studium der Heiligen Schrift bestehe: „wir dürfen den Baum der Erkenntnis betrachten, aber nicht davon essen“; „vom Baum der Erkenntnis essen heißt sterben“, denn „der Buchstabe tötet“ und daher auch jede wortwörtliche oder nur intellektuelle Beschäftigung mit der Bibel.[62] Das Wort Gottes sei der Lebensbaum in der Mitte des Paradieses, „weil wir durch diese Mitte zurückkehren und lebend gemacht werden in diesem Lebensquell. Neigen wir uns aber zur Kenntnis der Dinge auf dem Wege der Erforschung, indem wir mehr aufspüren, als uns verstattet ist, so stürzen wir aus der wahren Schau und kosten von dem verbotenen Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen, wie Luzifer getan hat. […] So erging es auch Adam.“[63]

Frühe Neuzeit

Um die Wende zum 17. Jahrhundert entwickelten sowohl der Nonkonformist Henry Ainsworth als auch der Reformierte Johannes Piscator die rationalisierende Deutung, beim Baum handle es sich insofern um einen „Baum der Erkenntnis von Gut und Böse“, als dem Menschen beim Übertreten von Gottes Gebot der Unterschied zwischen beidem aufging.[64] (Eine ähnliche, hier literarkritisch begründete, Deutung schlug im 20. Jahrhundert auch Markus Witte vor: Die ursprüngliche Erzählung schildere eine „Gehorsamsprobe“; nach Ergänzung des Lebensbaumes habe nachträglich präzisiert werden müssen, dass es sich beim anderen Baum um den Erkenntnis-von-gut-und-böse-Baum handle.[65])

Moderne römisch-katholische Dogmatik

Im Katechismus der katholischen Kirche von 1993 heißt es: „Gott hat den Menschen nach seinem Bilde geschaffen und in seine Freundschaft aufgenommen. Als geistbeseeltes Wesen kann der Mensch diese Freundschaft nur in freier Unterordnung unter Gott leben. Das kommt darin zum Ausdruck, daß den Menschen verboten wird, vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse zu essen, ‚denn sobald du davon ißt, wirst du sterben‘ (Gen 2,17). Dieser ‚Baum der Erkenntnis von Gut und Böse‘ erinnert sinnbildlich an die unüberschreitbare Grenze, die der Mensch als Geschöpf freiwillig anerkennen und vertrauensvoll achten soll. Der Mensch hängt vom Schöpfer ab, er untersteht den Gesetzen der Schöpfung und den sittlichen Normen, die den Gebrauch der Freiheit regeln.“[66]

Willibald Sandler verweist auf die Gemeinsamkeit der Grundstruktur von Urgeschichte und Tora: „Die deuteronomische Grundstruktur der Tora – zwei Wege: Leben und Tod – spiegelt sich in den beiden Bäumen in der Mitte des Gartens: Baum des Lebens und Baum des Todes. Wenn wir die Tora, Gottes Gesetz, im Paradies vorausgebildet sehen wollen, dann nicht allein und nicht zuerst im verbotenen Baum. Vor allem Verbot ist Gottes Weisung Gebot, das auf Leben zielt. Und deshalb steht für sie zuerst der Baum des Lebens. Die Fixierung des Gesetzes auf das Verbotene entspricht der List der Schlange …“[67] Sandler zufolge kann der verbotene Baum „auch für die Sexualität stehen“: „nicht für die Sexualität an sich, denn sie ist wesentlich gut, sondern für die unzeitige und deplatzierte Ausübung der Sexualität. Sie verwüstet den Garten.“[68]

Johannes Paul II. beleuchtete in seinen Mittwochskatechesen (1980) vor allem den Zusammenhang von Ursünde und „Ehebruch“; den Erkenntnisbaum deutete er dabei (in Einheit mit dem Baum des Lebens) als „Symbol des Bundes mit Gott“.[69]

Ikonografie, Brauchtum und Legenden

Nach volkstümlich-legendarischer Vorstellung in Deutschland sei Adam nach dem Biss in die verbotene Frucht ein Stück davon „im Halse stecken geblieben“, weswegen der Schildknorpel am Kehlkopf bei Männern auch „Adamsapfel“ genannt wird.

Auch der Brauch, am Heiligen Abend, der liturgisch dem Gedächtnis der Stammeltern Adam und Eva gewidmet ist, den Weihnachtsbaum mit Äpfeln zu schmücken,[70] erinnert an den Genuss der verbotenen Früchte vom Baum der Erkenntnis (Sündenfall) durch den „alten Adam“, von dessen Folgen (Erbsünde) die Menschheit durch den an Weihnachten geborenen „neuen Adam“ Jesus Christus erlöst worden ist.

Siehe auch

Literatur

  • Michaela Bauks: Erkenntnis und Leben in Gen 2–3 – Zum Wandel eines ursprünglich weisheitlich geprägten Lebensbegriffs. In: Zeitschrift für die Alttestamentliche Wissenschaft, Band 127 (2015), S. 20–42.
  • Michaela Bauks: Sacred Trees in the Garden of Eden and Their Ancient Near Eastern Precursors. In: Journal of Ancient Judaism, Band 3 (2012), S. 269–303.
  • Jutta Krispenz: Wie viele Bäume braucht das Paradies? Erwägungen zu Gen 2,4b–3,24. In: Vetus Testamentum, Band 54 (2004), S. 301–318.
  • Hans-Günter Leder: Arbor Scientiae: Die Tradition vom paradiesischen Apfelbaum. In: Zeitschrift für die Neutestamentliche Wissenschaft und die Kunde der älteren Kirche, Band 52 (1961), S. 156–189.
  • Henrik Pfeiffer: Der Baum in der Mitte des Gartens: Zum überlieferungsgeschichtlichen Ursprung der Paradieserzählung (Gen 2,4b–3,24). In: Zeitschrift für die Alttestamentliche Wissenschaft, Band 112 (2000), S. 487–500 und Band 113 (2001), S. 2–16.
  • Roberto Radice: Providence and Responsibility in Philo of Alexandria: An Analysis of Genesis 2.9. In: René Brouwer, Emmanuele Vimercati (Hrsg.): Fate, Providence and Free Will: Philosophy and Religion in Dialogue in the Early Imperial Age (= Ancient Philosophy & Religion, Band 4). Breill, Leiden / Boston 2020, S. 80–96.
  • Dirk U. Rottzoll: Die Schöpfungs- und Fallerzählung in Gen 2f. In: Zeitschrift für die Alttestamentliche Wissenschaft, Band 109 (1997), S. 481–499 und Band 110 (1998), S. 1–15.
  • Konrad Schmid, Christoph Riedweg (Hrsg.): Beyond Eden: The Biblical Story of Paradise (Genesis 2–3) and its Reception History (= Forschungen zum Alten Testament, 2. Reihe, Band 34). Mohr Siebeck, Tübingen 2008.
  • Konrad Schmid: Die Unteilbarkeit der Weisheit: Überlegungen zur sogenannten Paradieserzählung Gen 2f. und ihre theologische Tendenz. In: Zeitschrift für die Alttestamentliche Wissenschaft, Band 114 (2002), S. 21–69.
  • Hubert Junker: Baum der Erkenntnis. In: Lexikon für Theologie und Kirche. (²LthK), Band 2, Sp. 67f.
Commons: Baum der Erkenntnis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Baum der Erkenntnis – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Anmerkungen

  1. ↑ Dieser Gottesname ist eine Besonderheit der Paradieserzählung.
  2. ↑ Deutsche Übersetzung: Andreas Schüle: Der Prolog der hebräischen Bibel: der literar- und theologiegeschichtliche Diskurs der Urgeschichte (Gen 1–11). TVZ, Zürich 2006, S. 150.
  3. ↑ Jan Christian Gertz: Das erste Buch Mose (Genesis). Die Urgeschichte (Gen 1−11). 2., veränderte Auflage. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2021, S. 110 f.
  4. ↑ Andreas Schüle: Die Urgeschichte (Genesis 1–11). TVZ, Zürich 2009, S. 62 f.
  5. ↑ Jan Christian Gertz: Das erste Buch Mose (Genesis). Die Urgeschichte (Gen 1−11). 2., veränderte Auflage. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2021, S. 120.
  6. ↑ Vgl. Susan Brayford: Genesis (= Septuagint Commentary Series, Band 5). Brill, Leiden/Boston 2007, S. 229: “It is the other tree, ironically described as the tree of knowing but about which little is known, that plays a significant role in the narrative.”
  7. ↑ Spr 3,18 EU, Spr 11,30 EU, Spr 13,12 EU, Spr 15,4 EU.
  8. ↑ Testamentum Levi 18,10-11; IV Esra 8,52; IV Makkabäer 16,18.
  9. ↑ Gilgamesch-Epos XI,266-282.
  10. ↑ Claus Westermann: Genesis, 1. Teilband. Neukirchener Verlag, Neukirchen-Vluyn 1974, S. 290–292.
  11. ↑ Vgl. Gesenius. 18. Aufl. 2013, S. 256: „Inf. cs. Qal von ידע, daher m. Akk. Gn 2,8.17.“
  12. ↑ Deutsche Übersetzung: Lutherbibel 2017.
  13. ↑ Umberto Cassuto: A Commentary on the Book of Genesis. Band 1, Magnes Press, Jerusalem 1961, S. 111. (Neuhebräisches Original Jerusalem 1944, mehrere Auflagen)
  14. ↑ Andreas Michel: Theologie aus der Peripherie: die gespaltene Koordination im biblischen Hebräisch. De Gruyter, Berlin u. a. 1997, S. 21 f.
  15. ↑ Jan Christian Gertz: Das erste Buch Mose (Genesis). Die Urgeschichte (Gen 1−11). 2., veränderte Auflage. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2021, S. 150 f.
  16. ↑ Nahum Sarna: The JPS Torah Commentary, Genesis. Jewish Publication Society, Philadelphia u. a. 1989, S. 18 f.
  17. ↑ Jan Christian Gertz: Das erste Buch Mose (Genesis). Die Urgeschichte (Gen 1−11). 2., veränderte Auflage. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2021, S. 151.
  18. ↑ Claus Westermann: Genesis, 1. Teilband. Neukirchener Verlag, Neukirchen-Vluyn 1974, S. 303.
  19. ↑ Andreas Schüle: Die Urgeschichte (Genesis 1–11). TVZ, Zürich 2009, S. 66 f.
  20. ↑ Christoph Riedweg: Das Verbot, vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse zu essen (Gen 2,17): Zeichen eines missgünstigen Gottes? In: Christoph Riedweg, Konrad Schmid (Hrsg.): Beyond Eden, Tübingen 2008, S. 198.
  21. ↑ Nahum Sarna: The JPS Torah Commentary, Genesis. Jewish Publication Society, Philadelphia u. a. 1989, S. 21.
  22. ↑ Theodoor C. Vriezen: Onderzoek naar de paradijsvoorstelling bij de oude Semietische volken. Wageningen 1937. (Open Access)
  23. ↑ Claus Westermann: Genesis, 1. Teilband. Neukirchener Verlag, Neukirchen-Vluyn 1974, S. 305 f.
  24. ↑ Thomas Hieke: Das Alte Testament und die Todesstrafe. In: Biblica, Band 85 (2004), S. 349−374, hier S. 372.
  25. ↑ Karl Budde: Die Biblische Urgeschichte (Gen 1−12,5). Ricker, Gießen 1883, S. 70 (Digitalisat)
  26. ↑ Julius Wellhausen: Prolegomena zur Geschichte Israels. 3. Ausgabe. Reimer, Berlin 1886, S. 315 (Digitalisat)
  27. ↑ Claus Westermann: Genesis, 1. Teilband. Neukirchener Verlag, Neukirchen-Vluyn 1974, S. 330 f.
  28. ↑ Nahum Sarna: The JPS Torah Commentary, Genesis. Jewish Publication Society, Philadelphia u. a. 1989, S. 19.
  29. ↑ Dirk U. Rottzoll: Die Schöpfungs- und Fallerzählung in Gen 2f.,1997, S. 486 f.
  30. ↑ Dirk U. Rottzoll: Die Schöpfungs- und Fallerzählung in Gen 2f.,1998, S. 10.
  31. ↑ Dirk U. Rottzoll: Die Schöpfungs- und Fallerzählung in Gen 2f.,1997, S. 488.
  32. ↑ Dirk U. Rottzoll: Die Schöpfungs- und Fallerzählung in Gen 2f.,1998, S. 9−14.
  33. ↑ David M. Carr: Genesis 1–11. Kohlhammer, Stuttgart 2024, S. 128.
  34. ↑ David M. Carr: Genesis 1–11. Kohlhammer, Stuttgart 2024, S. 144.
  35. ↑ Hubert Junker: Baum der Erkenntnis. In: Josef Höfer, Karl Rahner (Hrsg.): Lexikon für Theologie und Kirche. 2. Auflage. Band 2. Herder, Freiburg im Breisgau 1958, Sp. 67 f.
  36. ↑ Jan Christian Gertz: Das erste Buch Mose (Genesis). Die Urgeschichte (Gen 1−11). 2., veränderte Auflage. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2021, S. 136 f.
  37. ↑ Deutsche Übersetzung: Septuaginta Deutsch; Susan Brayford (s. u.) übersetzt: “the tree of knowing what is to be known of good and evil”.
  38. ↑ Susan Brayford: Genesis (= Septuagint Commentary Series, Band 5). Brill, Leiden/Boston 2007, S. 229.
  39. ↑ Vgl. Bonifatius Fischer (Hrsg.): Vetus Latina. Die Reste der altlateinischen Bibel nach Petrus Sabatier neu gesammelt und herausgegeben von der Erzabtei Beuron. Band 2: Genesis. Herder, Freiburg 1951, S. 43.
  40. ↑ Deutsche Übersetzung: Michael Fieger, Widu-Wolfgang Ehlers, Andreas Beriger (Hrsg.): Biblia sacra vulgata, Lateinisch-deutsch, Band 1. De Gruyter, Berlin / Boston 2018, S. 27.
  41. ↑ Hans-Günter Leder: Arbor Scientiae, 1961, S. 164 f.; vgl. Jub 3, 20−22.
  42. ↑ Targum Neofiti 1: Genesis, transl., with apparatus and notes by Martin MacNamara (= The Aramaic Bible, Band 1A). Clark, Edinburgh 1992, z. St.
  43. ↑ ואילן דעתה דכל מן דהוה אכל מנה ידע/הוה ידע/ למפרשה/מפ׳/ בין טב לביש
  44. ↑ Targum Pseudo-Jonathan: Genesis,transl., with introd. and notes by Michael Maher (The Aramaic Bible, Band 1B). Clark, Edinburgh 1992 z. St.
  45. ↑ ואילן דאכלין פירוהי ידעין בין טב לביש
  46. ↑ The Targum Onqelos to Genesis, transl., with a critical introd., apparatus, and notes by Bernard Grossfeld (= The Aramaic Bible, Band 6). Clark, Edinburgh 1988, z. St.
  47. ↑ וְאִילָן דְאָכְלֵי פֵירוֹהִי חָכְמִין בֵין טָב לְבִיש/וביש
  48. ↑ bSanhedrin 70ab = bBerachot 40a, deutsche Übersetzung: Dirk U. Rottzoll: Rabbinischer Kommentar zum Buch Genesis: Darstellung der Rezeption des Buches Genesis in Mischna und Talmud unter Angabe targumischer und midraschischer Paralleltexte (= Studia Judaica, Band 14). De Gruyter, Berlin / New York 1994, S. 103 f.
  49. ↑ Midrasch Bereschit Rabba z. St. (Online)
  50. ↑ Abraham ibn Esras Kommentar zur Urgeschichte, übersetzt von Dirk U. Rotzoll (= Studia Judaica, Band 15). De Gruyter, Berlin / New York 1996, S. 81.
  51. ↑ Ibn Esra: Kommentar des Ibn Esra zur Tora. In: Sefaria.org. Sefaria.org, 2022, abgerufen am 23. August 2022 (hebräisch).
  52. ↑ Abraham ibn Esras Kommentar zur Urgeschichte, übersetzt von Dirk U. Rotzoll (= Studia Judaica, Band 15). De Gruyter, Berlin / New York 1996, S. 105.
  53. ↑ Genesis-Kommentar des Radak zur Stelle (Online)
  54. ↑ Genesis-Kommentar des Ramban zur Stelle (Online)
  55. ↑ Diog 12, nach Brief an Diognet. Aus dem Griechischen übersetzt von Dr. Gerhard Rauschen (= Bibliothek der Kirchenväter. I 12). München 1913 (unifr.ch).
  56. ↑ Theophilos von Antiochia: Ad Autolycum 2,25 (BKV)
  57. ↑ Epiphanios von Salamis: Brief an Johannes von Jerusalem, referiert nach Hieronymus: Epistula 51,5,4; Origenes: Die Kommentierung der Genesis, hrsg. von Karin Metzler (= Origenes Werke mit deutscher Übersetzung, Band 1,1). De Gruyter, Berlin / New York 2010, S. 167 f.
  58. ↑ Gregor von Nyssa: De opificio hominis 19-20 (BKV)
  59. ↑ Vgl. aber Hans-Günter Leder: Arbor Scientiae, 1961, S. 180. Im Sprachgebrauch des 5. Jahrhunderts ist pomum allgemein die Frucht und nicht speziell der Apfel.
  60. ↑ Augustinus: Über den Wortlaut der Genesis 8,6,12. Deutsche Übersetzung: De Genesi ad litteram libri duodecim: der große Genesiskommentar in zwölf Büchern. Zum erstenmal in dt. Sprache von Carl Johann Perl. Band 2. Paderborn 1964.
  61. ↑ Hans-Günter Leder: Arbor Scientiae, 1961, S. 178−185.
  62. ↑ Andrea di Maio: At the Crossroads between the two Biblical Trees: ‘studiositas’ vs. ‘curiositas’ according to Bonaventure. In: Andreas Speer, Robert Maximilian Schneider (Hrsg.): Curiositas (= Miscellanea Mediaevalia, Band 42). De Gruyter, Berlin / Boston 2022, S. 307−329, besonders S. 324−326.
  63. ↑ Bonaventura: Das Sechstagewerk, übersetzt von Wilhelm Nyssen (= Ausgewählte Werke, Band 3). WBG, Darmstadt 2018, S. 81 (Collatio I, 17): Si vero declinamus ad notitiam rerum in experientia, investigantes amplius, quam nobis conceditur; cadimus a vera contemplatione et gustamus de ligno vetito scientiae boni et mali, sicut fecit Lucifer.
  64. ↑ Henry Ainsworth: Annotations on the Pentateuch or the Five Books of Moses; the Psalms of David; and the Song of Solomon. With a memoir of the author. Blackie & Son, Glasgow 1843, S. 13 (archive.org).
    Johannes Piscator: Commentarii in omnes libros Veteris Testamenti. Herborn in Nassau 1646, S. 18 (hathitrust.org).
  65. ↑ Markus Witte: Die biblische Urgeschichte. Redaktions- und theologiegeschichtliche Beobachtungen zu Genesis 1,1–11,26. Walter de Gruyter, Berlin, New York 1998, ISBN 3-11-016209-1, S. 158 f.
    Vergleiche Bernd Willmes: Sündenfall. In: Michaela Bauks, Michael Pietsch, Stefan Alkier (Hrsg.): Das wissenschaftliche Bibellexikon im Internet (WiBiLex), Stuttgart 2006 ff., abgerufen am 2. Oktober 2023. Abschnitt 2.2.
  66. ↑ Katechismus der Katholischen Kirche, 1993, nn. 396.
  67. ↑ Willibald Sandler: Der verbotene Baum des Paradieses. Was es mit dem Sündenfall auf sich hat. Kevelaer 2009, S. 93.
  68. ↑ Willibald Sandler: Der verbotene Baum des Paradieses. Was es mit dem Sündenfall auf sich hat. Kevelaer 2009, S. 120f und 123.
  69. ↑ Johannes Paul II.: Mann und Frau schuf er. Grundfragen menschlicher Sexualität. München 1981, S. 18.
  70. ↑ Weihnachtsbaum, Geschichte