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Werk:Apologia doctae ignorantiae/32

aus AufEinWort, der freien Forschung

▷Continuavi ego lecturam, ubi dicit adversarius: «Venio nunc specialius ad eius dicta per conclusiones et correlaria. Prima conclusio: Omnia cum Deo coincidunt. Patet, quia est maximum absolutum non admittens excedens et excessum, ergo nihil sibi oppositum; et per consequens ob defectum discretionis ipse est universitas rerum, et nullum nomen potest ei proprie convenire, cum impositio nominis sit a determinata qualitate eius, cui nomen imponitur; cui alludit magister Eckardus.» Subiungit episcopum Argentinensem condempnasse eos, qui dicebant Deum esse omnia formaliter et se esse Deum sine distinctione per naturam. Deinde contra probationem dicit absurdissimum esse, quod sequeretur, si nulla esset distinctio nec relationis oppositio in divinis; sublata enim tunc foret Trinitas, et cetera.

Ich fuhr fort zu lesen und kam zu der Stelle, wo der Gegner sagt: «Ich komme nun mit Hilfe von Schlußfolgerungen und Wechselbeziehungen ausführlicher auf das von ihm Gesagte zu sprechen. Erste Schlußfolgerung: Alles fällt mit Gott zusammen. Da das absolut Größte nichts Hervorgehendes und nichts Hervorgegangenes zuläßt, ist es klar, daß ihm nichts entgegengesetzt ist; folglich ist es wegen des Fehlens der Unterscheidung die Gesamtheit der Dinge und da jeder Name nach der bestimmten Qualität des zu Benennenden diesem beigelegt wird, kann ihm kein Name wahrhaft entsprechen. Darauf spielt Meister Eckhart an.» Er fügt hinzu, daß der Bischof von Straßburg jene verdammt habe, die sagten, Gott sei formaliter alles und sie selbst seien ohne Unterschied der Natur Gott. Dann sagt er gegen die Beweisführung, daß ihre Folgerung völlig absurd sei, wenn es keine Unterscheidung noch Gegensatz der Beziehung im Göttlichen gäbe. Dann wäre die Dreifaltigkeit und alles übrige aufgehoben. ◀▷