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Beschreibung von Begriffen

aus AufEinWort, der freien Forschung

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In Wissenschaft, Technik, Wirtschaft, Verwaltung und im Alltag erleichtern Begriffe die Verständigung. Für die Beschreibung von Begriffen sind Begriffsinhalt und Begriffsumfang von grundlegender Bedeutung.[1] Nach DIN 2342 (2011-08) beschreibt in der Terminologielehre der Begriffsinhalt (Intension) die Gesamtheit der Merkmale eines Begriffs. So besteht beispielsweise der Begriffsinhalt des Parallelogramms aus den Merkmalen „Viereck“ und „parallele, gegenüberliegende Seiten“. Zu einem gegebenen Zeitpunkt kann die Anzahl der Begriffsmerkmale nicht verändert werden, ohne auch gleichzeitig den Begriff zu verändern. Dadurch ermöglicht die Gesamtheit der Merkmale auch die Abgrenzung eines Begriffs gegenüber anderen Begriffen mit größerem, kleineren oder abweichenden Begriffsinhalt.[1] Je größer der Begriffsinhalt ist, umso genauer ist er spezifiziert und umso kleiner ist sein Begriffsumfang und umgekehrt. Nach DIN 2342 ist der Begriffsumfang (Extension) die Gesamtheit der Unterbegriffe eines Begriffs auf derselben Hierarchiestufe.

Ein Begriffsinhalt ist „ungenügend“, wenn er weniger, und „übertrieben“, wenn er mehr Merkmale enthält als zu seiner ausreichenden Definition gehört. Da jeder Begriff durch seinen Begriffsinhalt in eindeutiger Weise definiert wird, kann kein Begriff mehr als eine einzige Definition besitzen.[2] Ideologisch polyseme Begriffe im politischen Wortschatz der DDR und BRD zeigten, dass sich die semantische Differenz auf den Begriffsinhalt (Denotation) oder die Bewertung der Sachvorstellung (Konnotation) oder beides erstrecken kann:[3]

  • Unterschiedlicher Begriffsinhalt bei gleichzeitig unterschiedlicher Bewertung: wie in Diktatur oder Parteilichkeit,
  • unterschiedlicher Begriffsinhalt bei gleicher Bewertung: wie in Freiheit oder Demokratie,
  • gleicher oder annähernd gleicher Begriffsinhalt bei unterschiedlicher Bewertung: wie in Kommunismus oder Revolution.

Diese Begriffe hatten in beiden deutschen Wirtschaftssystemen verschiedene Denotationen und/oder Konnotationen.

Einzelnachweise

  1. ↑ a b Reiner Arntz, Heribert Picht, Klaus-Dirk Schmitz: Einführung in die Terminologiearbeit, 2014, S. 52 (books.google.de).
  2. ↑ Jakob Goldschmied: Handbuch der voraussetzungslosen Fundamentalwissenschaft. 1915, S. 64.
  3. ↑ Walther Dieckmann: Sprache in der Politik. 1974, S. 213.