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DG1G/Exkurs über Germanisch und Deutsch/17

aus AufEinWort, der freien Forschung

▷Wir haben erkannt, wie der Begriff þiuda, diot an den der einheimischen Sprache vielseitig rühre, vollends seine Beschaffenheit zu erschließen vermöchte uns nur die verdunkelte Wurzel selbst; das Wort steht mit fruchtbaren Ableitungen in unsrer Sprache, aber einsam ohne Ablaute, eine Formel þiuda þáuþ (wie biuda, báuþ); liuda, láuþ) zu mutmaßen wäre gestattet, für sie schon das lilth. Tauta (Deutschland). lett. tauta (gens, natio zumal extranea) tautisks (extraneus) in Anspruch zu nehmen, gewagt.[1] Auch gebietet vorsicht, jetzt noch das got. subst þiuþ (bonum) gen. þiuþis, pl. þiuþa aus allem Spiel zu lassen, kein adj. þiuþs gibt: es (gramm. 3, 602); þiuþjan (benedicere) weicht in Form wie Bedeulung ab von dem ahd. diutan. Bevor das Verhältnis zwischen þiuda und þiuþ erforscht ist, scheint es schwierig über Teuto abzuurteilen.


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  1. ↑ 3) Man hat auch das armor. tut (gens) cymr. tud (terra) verglichen, alltud (alienigena) ahd. elidiotic. doch das armor. téôd (Zunge) Legonidec 433 scheint gekürzt aus tevod , wie das cymr. tafod lehrt. Bemerkenswert sonst, daß slav. ïazyk (poln. ięzyk, böhm. gazyk) eigentlich Zunge (das Glied), dann Sprache, den Begriff von naród, ἔθνος annimmt, und ïazytscheski ist ethnicus, heidnisch, þiidisk; so wie auch das mhd. sprâche, selbst nhd. sprache, obwol nie die leibliche Zunge bedeutend, für Volk gebraucht werden; lauter Bestätigungen des Übergangs von þiuda in Sprache.