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DG1G/Von den Vokalen/23

aus AufEinWort, der freien Forschung

▷Man lernt die Beschaffenheit der Vokale

  1. aus Handschritten, welche die Länge sowol durch Gemination des einfachen Vokals als durch dessen Zirkumllexion Ausdrücken, letzteres am sorgsamsten Althochdeutsch bei Notker; unverlässiger sind Angelsächsisch und Altnordisch hss.
  2. aus den reimen, zumal den reinen mittelhochdeutscher Dichter.
  3. aus Zusammenhalten der Dialekte unter einander, insofern der eine bloße lange zeigt, wo der andre Diphthong, oder der eine vollen Vokal, wo der andre gebrochnen.
  4. aus den Gesetzen des Ablauts.
  5. aus denen des Umlauts.
  6. aus Verschiedenheit der Ableitung und Flexion, insoweit beide von länge oder kürze der vorhergehenden Silbe abhängen.
  7. zuweilen noch aus dem Akzent und dessen Verhältnis zur Quantität.
  8. aus Vergleichung der urverwandten Sprachen in denselben Wörtern.
  9. aus Behandlung griechischer und lateinischer Wörter, zumal Eigennamen, die in unsre Sprache, gern mit Verlängerung ihrer kurzen Vokale, übergenommen wurden.


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