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KÜZKDWH/27

aus AufEinWort, der freien Forschung

▶Zweitens: Neu oder doch charakteristisch ist erst der Hinweis, daß sich die Argumentation eines bestimmten Sprachsystems bedient, das die Beschreibung des zum Diskurs stehenden Phänomens leitet und durch das die Daten, auf die man sich bezieht, unvermeidlich selegiert sind (247). Deshalb ist Erfah­ rung, so Habermas, keine schlechthin unabhängige Instanz der Überprüfung, Sie folgt vielmehr kognitiven Schemata, die mit den dabei verwendeten Sprachsystemen schon vorgegeben sind. Die einzelnen Aussagen (Regeln, Hy­ pothesen) werden nicht unmittelbar mit der Realität konfrontiert, sondern zunächst nur mit dem Sprachsystem, dem die Elemente des Arguments ange­ hören. Daß eine Aussage wahr ist, wenn sie mit einem System anderer Aus­ sagen zusammenstimmt, diese Behauptung kennzeichnet aber gerade den ko­ härenztheoretischen Ansatz zur Wahrheitstheorie. Was Habermas bei seinem Versuch der Begründung einer einzigen in sich homogenen Wahrheitstheorie nicht zulassen und deshalb auch nicht aussprechen kann: seine eigene Diskurs­ logik kommt bei der Einlösung von Wahrheitsansprüchen nicht ohne ein kohärenztheoretisches Element aus. —

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Einzelnachweise