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KÜZKDWH/39

aus AufEinWort, der freien Forschung

▶Die ideale Sprechsituation betrachtet den Diskurs unter dem Aspekt einer Beziehung der Sprecher untereinander, der Chancensymmetrie, so daß sich in diesem letzten Element der Diskurslogik die intendierte konsensusspezifische Dimension zu eröffnen scheint. Nun hat man gegen die ideale Sprechsituation eingewandt, daß man sie weder jemals vollständig erreichen noch jemals ein­ deutig identifizieren könne[1]. Zu diesen noch mehr pragmatischen Einwänden wäre auch die weitere Frage zu rechnen, durch welche Art von Institutionen Diskursresultate in politische Wirklichkeit transferiert werden sollten[2]. Meine Einwände im Rahmen einer Wahrheitstheorie[3] gehen indessen weiter. Auch wenn man Habermas’ Position stark machen will und die ideale Sprechhsituation als vollständig realisierbar und eindeutig identifizierbar annimmt, sieht sie sich mindestens zwei Einwänden gegenüber.

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Einzelnachweise

  1. ↑ W. Schulz, Philosophie in der veränderten Welt (1972) 173 ff.; A. Beckermann, Die realiistischen Voraussetzungen der Konsensustheorie von J. Habermas, in: Zeitschrift für allgemeine Wissenschaftstheorie 3 (1972) 63-80; vgl. auch J. Habermas, Wahrheitstheorien, a. a. O. 259.
  2. ↑ Zu einem Modell der Vermittlung von Wissenschaft und Politik vgl. Verf., Strategien der Humanität. Zur Ethik öffentlicher Entscheidungsprozesse (1975) Kap. 10-12.
  3. ↑ Zu den Einwänden im Rahmen einer Ethik politischer Entscheidungsfindung vgl. die Kritik am Erlanger Beratungsmodell: Verf., a. a. O. Kap. 9.2.