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Werk:Apologia doctae ignorantiae/30

aus AufEinWort, der freien Forschung

▷Et mihi tunc iniunxit pietate sua praeceptor noster, ut, si fieri posset, caritative admoneam adversarium, cum sit istarum altarum intellectionum incapax, ut ori suo silentium indicat et id, quod capere nequit, admiretur potius quam mordeat, neque credat studio aliquo quemquam ad haec mystica ascendere posse, cui Deus non dederit. «Sed si se gratiam assequi sperat, ut de caecitate ad lumen transferatur, legat cum intellectu Mysticam theologiam iam dictam, Maximum monachum, Hugonem de Sancto Victore, Robertum Lincolniensem, Iohannem Scotigenam, abbatem Vercellensem et ceteros moderniores commentatores illius libelli; et indubie se hactenus caecum fuisse reperiet.»

Nun trug mir unser Meister mit der ihm eigenen Nachsicht auf, den Gegner, wenn es möglich sei, liebevoll zu ermahnen, daß er, da er für jene hohen Gedankengänge nicht geeignet sei, schweige und das, was er nicht begreifen könne eher bewundern möge als es anzugreifen; auch möge er sich nicht einbilden, daß jemand, dem es Gott nicht gegeben habe, durch irgendwelche Anstrengung zum Mystischen aufsteigen könne. «Aber, wenn er die Gnade zu erlangen hofft, aus seiner Blindheit zum Licht geführt zu werden, so möge er mit einsichtiger Aufmerksamkeit die schon genannte Mystische Theologie, dann den Mönch Maximus, Hugo von St. Victor, Robert Grosseteste, Johannes Scotus, den Abt von Vercelli und die übrigen neuzeitlichen Kommentatoren dieses Buches lesen; und ohne Zweifel wird er finden, daß er bis jetzt blind gewesen ist.» ◀▷