Werk:Apologia doctae ignorantiae/39
▷Legi deinceps aliud correlarium, quomodo “maximitas absoluta habet in se omnia et est in omnibus[1], adiciendo, quomodo adversarius ait universalizantes <repraesentare> omnia essentialiter deificari in huiusmodi praecisa abstractione. Ad quae praeceptor: «Nescio, quid velit per ‘universalizantes’. Hoc notum est ex Paulo apostolo et omnibus sapientibus Deum esse in omnibus et omnia in ipso. Per hoc tamen nemo ponit compositionem in Deo, quia omnia in Deo Deus; nam non est terra in Deo terra, sed Deus; ita de singulis. Unde penitus nihil intelligit hic homo inferendo hoc repugnare simplicitati divinae. Nam sicut simplicitati unitatis non repugnat omnem numerum in ea complicari, sic simplicitati causae omnia causata.
Darauf las ich ein anderes Korrelarium, in dem Wenck schreibt, «daß die absolute Größe in sich alles hat und in allem ist», wobei ich hinzufügte, wie der Gegner behauptet, daß diejenigen, die verallgemeinern, damit darstellen, daß in einer solchen genauen Abstraktion alles wesenhaft vergöttlicht werde. Dazu sagte der Meister: «Ich weiß nicht, was er mit den «Verallgemeinernden» meint. Aus den Briefen des Apostels Paulus und den Schriften aller Weisen ist bekannt, daß Gott in allem ist und alles in ihm. Aber deshalb, weil alles in Gott ist, schreibt ihm doch niemand eine Zusammengesetztheit zu; denn die Erde ist in Gott nicht Erde, sondern Gott; und ebenso verhält es sich mit allem. Wenn er einwendet, daß dies der Einfachheit Gottes widerspreche, zeigt es sich, daß dieser Mensch absolut nichts verstanden hat. Denn wie es nicht der Einfachheit der Einheit widerspricht, daß jede Zahl in ihr enthalten ist, so auch nicht der Einfachheit des Grundes, daß alles Gegründete in ihm ist.◀▷