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Werk:Briefe (Platon)/Siebter Brief/24

aus AufEinWort, der freien Forschung

—Übrstzng

◀▷[D] Darum nun ist jeder ernste Mann, der kein Mietling der Wissenschaft ist, weit entfernt über ernste, hochwürdige Gegenstände seine Gedanken durch die Schrift zu veröffentlichen und dadurch sie der Schwatzsucht und Herabwürdigung preis zu geben. Was aus diesen Betrachtungen zu entnehmen ist, das ist mit einem Worte folgendes: wenn einer von jemandem schriftliche Veröffentlichungen, sei es über Gesetze von einem Gesetzgeber oder seien es über andere Gegenstände sonst welche Schriften, in seine Hand bekommt, so muss er denken, dass dies die besten Gedanken bei dem noch nicht sind, sofern er selbst kein unwürdiger Mensch ist, sondern dass jene am schönsten Plätzchen seiner Habe aufbewahrt liegen. Sollten aber von jenem diese seine achtenswertesten Gedanken in Schriften profaniert worden sein, nun, so mache man dann den Schluss, dass nicht Götter, sondern sterbliche Menschen allein ihn aller Findungs- und Überlegungskraft beraubt haben.▷

—Stggldrung

  • [D] Darum nun
  • Was aus diesen Betrachtungen zu entnehmen ist,
    • das ist mit einem Worte folgendes:
      • wenn einer von jemandem schriftliche Veröffentlichungen,
        • sei es über Gesetze von einem Gesetzgeber oder
        • seien es über andere Gegenstände sonst welche Schriften,
      • in seine Hand bekommt,
        • so muss er denken,
          • dass dies die besten Gedanken bei dem noch nicht sind,
            • sofern er selbst kein unwürdiger Mensch ist,
          • sondern dass jene am schönsten Plätzchen seiner Habe aufbewahrt liegen.
        • Sollten aber von jenem diese seine achtenswertesten Gedanken in Schriften profaniert worden sein,