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Werk:Briefe (Platon)/Siebter Brief/26

aus AufEinWort, der freien Forschung

—Übrstzng

◀▷Nachdem Dionysius in früherer Zeit den vertriebenen Dion im Besitze seine Vermögens erhalten und ihm auch die Einkünfte seiner Besitztümer hatte beziehen lassen, so ließ er nicht lange Zeit hernach die Vormünder derselben sie nicht mehr nach dem Peloponnes schicken, [D] als wenn er seine Versprechungen in seinem oben genannten Briefe an mich ganz und gar vergessen gehabt hätte, denn sie gehörten, wand er vor, nicht jenem sondern dessen Sohne, dem leiblichen Schwesterkinde von ihm, Dionysius, der gesetzlich als nächster Verwandte von mütterlicher Seite für sein Wohl zu sorgen habe. So war also zu jenem Zeitpunkte sein Benehmen, nach diesen Vorgängen aber hatte ich eine gründliche Anschauung von dem gelobten Feuereifer des Dionysius für Philosophie bekommen, und da musste ich endlich die Geduld verlieren. Dazu kam noch etwas Andres, denn der Sommer war bereits eingetreten und es gab bei dieser guten Jahreszeit häufige Schiffsgelegenheit. Ich hielt es demnach für's Beste, [E] dem Dionysius gar nicht zu grollen, sondern eher mir selbst und denen die mich genötigt hatten zum dritten Male in den Hafen der Skylla zu kommen „um nochmals den verderblichen Schlund der Charybdis zu messen".▷

—Stggldrung

  • Nachdem
    • Dionysius in früherer Zeit den vertriebenen Dion im Besitze seine Vermögens erhalten
    • und ihm auch die Einkünfte seiner Besitztümer hatte beziehen lassen,
    • so ließ er nicht lange Zeit hernach die Vormünder derselben sie nicht mehr nach dem Peloponnes schicken,
    • [D] als wenn er seine Versprechungen in seinem oben genannten Briefe an mich ganz und gar vergessen gehabt hätte,
    • denn sie gehörten, wand er vor, nicht jenem sondern dessen Sohne,
      • dem leiblichen Schwesterkinde von ihm,
      • Dionysius, der gesetzlich als nächster Verwandte von mütterlicher Seite für sein Wohl zu sorgen habe.
  • So war also zu jenem Zeitpunkte sein Benehmen,
    • nach diesen Vorgängen aber hatte ich eine gründliche Anschauung von dem gelobten Feuereifer des Dionysius für Philosophie bekommen,
    • und da musste ich endlich die Geduld verlieren.
    • Dazu kam noch etwas Andres,
      • denn der Sommer war bereits eingetreten und es gab bei dieser guten Jahreszeit häufige Schiffsgelegenheit.
      • Ich hielt es demnach für's Beste, [E] dem Dionysius gar nicht zu grollen,
        • sondern eher mir selbst und denen die mich genötigt hatten zum dritten Male in den Hafen der Skylla zu kommen
        • „um nochmals den verderblichen Schlund der Charybdis zu messen".