Werk:De docta ignorantia/191
[1] Huius exemplum clarissimum de maxima linea, quae nullam patitur oppositionem, et quae est omnis figura et aequalis omnium figurarum mensura, cum qua punctus coincidit, ut in primo libro ostendimus. [p.124] Quapropter, si aliquod dabile foret maximum contractum individuum alicuius speciei, ipsum tale esse illius generis ac speciei plenitudinem necesse esset ut via, forma, ratio atque veritas in plenitudine perfectionis omnium, quae in ipsa specie possibilia forent. Hoc tale [2] maximum contractum supra omnem naturam contractionis illius terminus finalis existens, in se complicans omnem eius perfectionem, cum quocumque dato supra omnem proportionem summam teneret aequalitatem, ut nulli maior et nulli minor esset, omnium perfectiones in sua plenitudine complicans.
[3] Das deutlichste Beispiel dafür ist das von der größten Linie, die keinem Gegensatz Raum gibt, die jede Figur ist und aller Figuren gleiches Maß, und mit der, wie wir im ersten Buch zeigten, der Punkt koinzidiert.
Wenn daher irgend etwas das größte, durch Verschränkung entstandene Individuum irgendeiner Eigengestalt wäre, dann müßte es notwendigerweise die Fülle seiner Gattung und Eigengestalt umfassen, so daß es Weg, Gestalt, Wesenssinn und Wahrheit in der Fülle der Vollkommenheit von allem wäre, was in dieser Eigengestalt möglich sein würde. Ein derart Größtes Verschränktes, das über aller Natur als Ziel-Grenze jener Verschränkung besteht und deren ganze Vollkommenheit in sich einschließt, hält mit jedem Gegebenen über jedes Verhältnis hinaus die höchste Gleichheit, so daß es nicht größer noch kleiner als irgend etwas ist, in seiner Fülle vielmehr die Vollkommenheit aller Dinge einschließt.== Einzelnachweise ==