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Werk:De docta ignorantia/251

aus AufEinWort, der freien Forschung

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[1] Nec potest fides magna esse sine spe sancta fruitionis ipsius Iesu. Quomodo enim quis fidem certam haberet, si promissa sibi a Christo non speraret? Si non credit se habiturum aeternam vitam a Christo fidelibus promissam, quomodo credit Christo? Aut quomodo ipsum veritatem esse credit? Si in promissis spem indubiam non habet, [2] quomodo eligeret pro Christo mortem, qui immortalitatem non [3] speraret? Et quia credit, quod sperantes in eum non deserit, sed sempiternam eis beatitudinem praestat, hinc pro Christo omnia pati ob tantam mercedem retributionis pro modico fidelis habet.

Ohne die heilige Hoffnung, Jesus selbst zu genießen, kann der Glaube nicht groß sein. Denn wie könnte jemand Christus glauben, daß er die Wahrheit sei, ohne das Vertrauen zu besitzen, daß er das von Christus seinen Getreuen versprochene, ewige Leben erlangen werde? Wie könnte einer für Christus den Tod wählen, wenn er kein unbezweifeltes Vertrauen auf die Verheißung hätte und die Unsterblichkeit nicht erhoffte? Weil er aber glaubt, daß Christus jene nicht im Stiche läßt, die auf ihn hoffen, sondern ihnen die immerwährende Glückseligkeit verleiht, achtet es der Gläubige für gering, um einer so großen Verheißung willen alles zu erdulden.== Einzelnachweise ==

  1. ↑ 155.25
  2. ↑ 155.30
  3. ↑ [p.156]