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Werk:De docta ignorantia/28

aus AufEinWort, der freien Forschung

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Ut exemplis ad hoc utamur convenientibus: videmus unitatem intellectus non aliud esse quam intelligens, intelligibile et intelligere.

Si igitur ab eo, | quod est intelligens, velis te ad maximum transferre [1] [2] et dicere maximum esse maxime intelligens et non adicias ipsum etiam esse maxime intelligibile et maximum intelligere, non recte de unitate maxima et perfectissima concipis. Si enim unitas est maxima et perfectissima intellectio, quae sine istis correlationibus tribus nec intellectio nec perfectissima intellectio esse poterit, non recte unitatem [3] concipit, qui ipsius unitatis trinitatem non attingit.

Unitas enim non nisi trinitas est; nam dicit indivisionem, discretionem et connexionem. Indivisio quidem ab unitate est, similiter discretio, similiter et unio sive connexio. Maxima igitur unitas non [4] aliud est quam indivisio, discretio et connexio. Et quoniam indivisio est, tunc est aeternitas sive absque principio, sicut aeternum a nullo divisum. Quoniam discretio est, ab aeternitate immutabili est. Et quoniam connexio sive unio est, ab utroque procedit.

Um dies zu verstehen, wollen wir entsprechende Beispiele gebrauchen:

Wir sehen, daß die Einheit der Einsicht nichts anderes ist als Einsehendes, Einsichtiges und Einsehen. Wenn man sich also von dem Einsehenden zum Größten erheben will und sagt, das Größte sei das am meisten Einsehende, ohne hinzuzufügen, daß es auch das am meisten Einsichtige und das größte Einsehen ist, dann hat man von der größten und vollkommensten Einheit keine richtige Vorstellung. Wenn nämlich die Einheit die größte und vollkommenste Einsicht ist, die ohne diese drei Glieder weder Einsicht noch am vollkommensten sein könnte, dann erfaßt der, welcher die Dreiheit dieser Einheit nicht berührt, die Einheit nicht richtig.

Die Einheit ist nichts anderes als Dreiheit; denn sie besagt Ungeteiltheit, Unterschiedenheit und Verknüpfung. Die Ungeteiltheit stammt aus der Einheit, ebenso die Unterschiedenheit und genauso die Einung oder Verknüpfung. Die größte Einheit ist also nichts anderes als Ungeteiltheit, Unterschiedenheit und Verknüpfung. Als Ungeteiltheit ist sie Ewigkeit oder ohne Ursprung, weil das Ewige von nichts getrennt ist. Als Unterschiedenheit stammt sie aus der unveränderlichen Ewigkeit. Und als Verknüpfung oder Einung geht sie aus beiden hervor.

Einzelnachweise

  1. ↑ fol.4v
  2. ↑ 20.20
  3. ↑ 20.25
  4. ↑ [p.21]