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Werk:Phaidon (Platon)/Anm.67

aus AufEinWort, der freien Forschung

67. Eine logisch notwendige Annahme, die auch Heraklits allgemeiner Werdetheorie zugrundeliegt: »Ein und dasselbe offenbart sich in den Dingen als Lebendes und Totes, Waches und Schlafendes, Junges und Altes. Denn dieses ist nach seiner Umwandlung jenes, und jenes, wieder verwandelt, dieses« (Fragm. 88, zit. nach W. Capelle, Die Vorsokratiker, Stuttgart 1953, .4 Aufl., S. 133). Die daraus offenbar von Heraklit gezogene Schlußfolgerung, daß es kein Sein, sondern nur Werden gibt, wird von Sokrates nicht übernommen (s. auch die Heraklit-Kritik in ›Kratylos‹ und »'Theaitetos‹).