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-lich

aus AufEinWort, der freien Forschung
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-l-ich, ger.-deu. als Endsilbe "Erscheinung, Gestalt wie ...";

  • -lich
    • Das adjektivbildende Kompositionssufix
      • ahd. -līh, mhd. -lich,
      • asächs. mnd. -līk,
      • mnl. -lijc, nl. -lijk,
      • aengl. -līc,
      • engl. -ly,
      • anord. -līkr,
        • daraus (wohl nach dem Muster der Adjektive auf -igr) frühzeitig umgestaltetes -ligr,
      • swed. -lig,
      • got. -leiks
    • führt auf germ. *-līka-,
      • das mit dem in Leiche, gleich (s. d.) enthaltenen Substantiv germ. *līka- ‘Körper, Gestalt’ identisch ist.
    • Dieses Kompositionselement bildet im Germ.
      • mit Adjektiven, Adverbien, Partikeln und persönlichen Substantiven Possessivkomposita
      • im Sinne von ‘die Gestalt, die Beschaffenheit habend’,
      • vgl. got. waíraleikō Adv. ‘männlich’,
        • eigentlich ‘den Körper, die Gestalt, die Beschaffenheit eines Mannes habend’,
      • ahd. wīblīh ‘weiblich’, eigentlich ‘die Gestalt einer Frau habend’.
    • ¦√¦ uig. *leyg-;


From Middle High German -lich, from Old High German -līh, from Proto-Germanic *-līkaz. Cognate with English -lyand Dutch -lijk.

From *līką, originally with the sense of 'having the body or form of'.

body

corpse, dead body

From Proto-Indo-European *leyg- (“image, likeness; similar, like”). Cognate with Lithuanian lýgus (“equal, level, flat, even, like”).

to jump around

-lich[1]

-lich[2], eine im Deutschen sehr fruchtbare Ableitungssylbe Bey- und Nebenwörter zu bilden,
  • wovon die erstern, wenn es anders die Sache selbst leidet,
    • nach der ordentlichen Regel compariret werden; Compar. -licher, Superl. -lichste.
  • Diejenigen Wörter, welche diese Sylbe annehmen können, sind,

I. Zeitwörter, welche insgesammt, einige wenige ausgenommen,

  • die Sylbe -en,
    • und wenn sie sich auf -ern
    • oder -eln endigen,
    • nur allein das -n, vorher wegwerfen.
  • Sie sind,
  1. Neutra,
    • da denn die daraus gebildeten Bey- und Nebenwörter,
      1. die wirkliche Anwesenheit desjenigen Zustandes bezeichnen, welchen das Zeitwort ausdruckt,
        • und mit dem Mittelworte der gegenwärtigen Zeit oft einerley Bedeutung haben.
          • Tauglich, was wirklich taugt, untauglich,
          • behaglich, was behaget,
          • beharrlich, beharrend,
          • ersprießlich, dienlich, schicklich, sehnlich, hinlänglich, schmerzlich, einträglich,
          • ziemlich, sich ziemend,
          • gebührlich, sehr begehrlich seyn.
        • Einige, besonders Oberdeutsche Wörter dieser Art
          • werden nur allein als Nebenwörter gebraucht.
            • Bittlich einkommen, bittend,
            • beschwerlich vorbringen, beschwerend.
            • Es ist mir erinnerlich.
          • Hierher gehören auch die Nebenwörter,
            • welche von den Desiderativis auf -ern gebildet werden,
            • aber größten Theils eben so niedrig sind, als die Zeitwörter selbst.
              • Es ist mir nicht esserlich, es essert mich nicht, ich habe keine Lust zu essen.
              • So auch speyerlich, kotzerlich, tanzerlich u.s.f.
              • Lächerlich und weinerlich sind von ihnen nur allein in der anständigen Sprechart aufgenommen, haben aber auch noch einige Nebenbedeutungen.
      2. In einigen
        • bezeichnet es bloß die Möglichkeit, in denjenigen Zustand zu gerathen,
          • welchen das Zeitwort ausdruckt.
          • Ein sterblicher Mensch, der sterben kann und muß, die unsterblichen Götter,
          • einer Sache empfänglich seyn, sie empfangen können, das ist mir nicht dienlich, kann mir nicht dienen.

2. Activa.

  • Die davon gebildeten Bey- und Nebenwörter werden so wohl im thätigen als leidendlichen Verstande gebraucht.
    1. Im thätigen.
      • (a) Die Handlung, welche das Zeitwort bezeichnet,
        • wirklich verrichtend, so wie die Mittelwörter der gegenwärtigen Zeit.
          • Erbaulich, beförderlich,
          • eine bewegliche Rede,
          • einem hinderlich seyn,
          • ein verächtliches Kopfnicken,
          • ein verderblicher Krieg,
          • ein betrieglicher Mensch,
          • gedeihlich, vergeßlich, verkleinerlich, schrecklich, erfreulich, befremdlich, schädlich
          • u.s.f.
        • Viele Sprachlehrer haben diese thätige Bedeutung getadelt,
          • und sie ganz auszumerzen angerathen,
          • aber ohne einen triftigen Grund anzuführen.
          • Über dieß sind sie zu zahlreich, und zu allgemein eigeführet,
            • als daß man an eine Abschaffung derselben sollte denken können,
            • wenn auch die Zweydeutigkeit mit den folgenden passiven Bedeutungen dazu Bewegungsgrundes genug wäre.
      • (b) Was die Handlung des Zeitwortes thun,
        • dessen Wirkung hervor bringen kann,
          • in welchem Verstande auch viele der schon angeführten gebraucht werden.
          • Erbaulich, was erbauen kann.
          • So auch schmerzlich, erquicklich, ergetzlich
          • u.s.f.
    2. Im leidendlichen Verstande.
      • (a) Was wirklich gethan wird.
        • Merklich, was bemerket wird.
        • Üblich, gebräuchlich, erforderlich, was geübt, gebraucht, erfordert wird,
        • und andere mehr.
      • (b) Was gethan zu werden verdienet.
        • Eine bedenkliche[3] Sache,
        • ein verächtlicher Mensch,
        • ein bedauerliches Unglück, ein anmerklicher Umstand,
        • eine besorgliche Gefahr,
        • ein erbärmlicher Anblick
        • u.s.f.
      • (c) Noch häufiger aber, was gethan werden kann,
        • so wie die Beywörter auf -bar.
          • Verdaulich, erweislich, ersinnlich, beweglich, glaublich, begreiflich, erdenklich, thunlich, erhörlich bethen, baulich, wohnbar, besorglich
          • u.s.f.
        • Welche in den meisten Fällen im Gegensatze auch das un- vor sich leiden;
          • unverdaulich, unerweislich, unbeweglich
          • u.s.f.
        • Ja man kann nach dieser Form auch verneinende Bey- und Nebenwörter machen,
          • wenn gleich ihr Gegensatz in der bejahenden Form nicht üblich ist.
            • Unverbesserlich, unermeßlich, unverletzlich, unaussprechlich, unerbittlich,
            • untadelich, (eigentlich untadellich,)
            • unerforschlich, unergründlich,
            • und tausend andere mehr,
            • deren bejahende Gegensätze
              • verbesserlich, ermeßlich
              • u.s.f.
              • entweder gar nicht, oder doch nur selten vorkommen.

Anm.

Einige wenige Wörter dieser Art

  • scheinen von dem Mittelworte der gegenwärtigen Zeit gebildet zu seyn;
    • flehentlich, hoffentlich, wissentlich, vermessentlich,
      • von flehend, hoffend u.s.f.
  • in welchem Falle man sie auch richtiger mit einem -d schreiben würde.
    • Allein da sich dieses -t auch im öffentlich und ordentlich findet,
      • ersteres von dem Nebenworte offen, und letzteres vermuthlich von Ordnung,
      • wir auch ein eigenes -t euphonicum haben,
        • welches gerne dem -n nachgesetzet wird, S. t:
      • so scheinen sie vielmehr von dem vollständigen Infinitiv gemacht zu seyn,
        • obgleich auch diese Beybehaltung des -en eine Ausnahme von der Regel ist.

Leserlich und fürchterlich, was gelesen werden kann, was fürchten macht,

  • sind vielleicht die einzigen, welche,
    • vielleicht auch um des Wohllautes willen, noch ein müßiges -er annehmen,
      • für leslich, fürchtlich,
      • wenn nicht dieses letzte vielmehr von dem Hauptworte Furcht gemacht ist.
  • Lächerlich, weinerlich, grauerlich, u.a.m.
    • sind nach der Regel von den Desiderativis lächern, weinern, grauern gebildet.

II. Hauptwörter. Die davon vermittelst dieser Ableitungssylbe gebildeten Bey- und Nebenwörter bezeichnen,

  1. Eine Ähnlichkeit,
    • welches die erste und eigentlichste Bedeutung dieses Wortes ist,
    • und figürlich auch eine in dieser Ähnlichkeit gegründete Sache.
      • Fürstlich leben, wie ein Fürst, königlich speisen, ein herrliches Gastmahl, gräfliche Güter haben, ein männliches Betragen, der kindliche Gehorsam, eine jugendliche Freude, ein väterliches Herz, sehr bürgerlich thun.
      • So auch feyerlich, spöttlich, wunderlich, göttlich, herbstlich, jämmerlich, menschlich, schmerzlich, meisterlich, ehrlich, weltlich u.s.f. Wohin,
  2. Auch diejenigen gehören,
    • welche eine Art und Weise bezeichnen,
    • keine Comparation leiden,
    • und zum Theil nur als Nebenwörter üblich sind.
      • Bildlich, in Gestalt eines Bildes,
      • käuflich, eidlich,
      • nahmentlich, mit Nahmen,
      • das Oberdeutsche nachrichtlich, in Gestalt einer Nachricht,
      • augenblicklich, im Augenblicke,
      • wörtlich, mit Worten, mündlich, mit dem Munde,
      • schriftlich, persönlich
      • u.s.f.
      • Ingleichen jährlich, täglich, monathlich, wöchentlich und stündlich,
        • für alle Jahre, alle Tage, alle Monathe, alle Wochen, alle Stunden,
        • gleichsam jahrweise
      • u.s.f.
  3. Ein Eigenthum,
    • und zuweilen figürlich auch einen darin gegründeten Zustand;
      • gleichfalls ohne Comparation.
        • Die bischöflichen Güter,
        • die fürstliche Würde,
        • die königliche Krone,
        • das gräfliche Wapen,
        • die göttlichen Eigenschaften,
        • die weiblichen Vorrechte,
        • die menschlichen Schwachheiten,
        • häusliche Angelegenheiten,
        • die mitternächtlichen Länder, welche gegen Mitternacht liegen
        • u.s.f.
    • Ohne Zweifel wird diese Ableitungssylbe[4] gemißbraucht,
      • wenn man die damit gebildeten Wörter anstatt des Genitivs eines Hauptwortes gebraucht,
        • so gemein solches auch in vielen Fällen ist.
          • Die churfürstliche Frau Mutter, für, die Frau Mutter des Churfürsten,
          • die fürstlichen Herren Brüder, die Herren Brüder des Fürsten.
        • Oder wohl gar, wenn eine Apposition Statt finden sollte,
          • der königliche Liebhaber, der ein König ist, oder der mit der königlichen Würde begabte Liebhaber. S. königlich.
  4. Einen Besitz und eine darin gegründete Eigenschaft;
    • anstatt der Sylbe -ig.
      • Unglücklich, glücklich, Glück, Unglück habend, Holländ. gelukkig,
      • körperlich, einen Körper habend,
      • füglich, räumlich, ehrlich, gefährlich, zuversichtlich
      • u.s.f.
  5. Eine wirkende Ursache, eine Verursachung.
    • Nützlich, rühmlich, löblich, schändlich, schädlich, schimpflich,
      • was Nutzen, Ruhm, Lob u.s.f. bringt,
    • bedenklich, Bedenken verursachend,
    • gefährlich, Gefahr bringend,
    • abscheulich, Abscheu erweckend,
    • erstaunlich
    • u.s.f.

III. Beywörter, wo diese Sylbe vornehmlich eine doppelte Bedeutung hat.

  1. Bedeutet sie eine Ähnlichkeit,
    • einen dem Begriffe des Beywortes nahe kommenden aber doch geringern Grad.
      • Bräunlich, bläulich, röthlich, schwärzlich, weißlich u.s.f.
        • dem Braunen, Blauen, ähnlich, in diese Farben fallend.
      • Kältlich, ein wenig kalt,
      • kärglich, ein wenig karg,
      • etwas gröblich zerstoßen.
      • So auch süßlich, bitterlich, härtlich, kränklich, länglich, laulich, ältlich, dicklich, breitlich, weichlich, fälschlich, schwächlich,
      • und hundert andere mehr.
    • In vielen Gegenden lautet diese Sylbe,
      • besonders wenn von Farben die Rede ist, -licht,
      • und im Oberdeutschen mit Ausstoßung des Hauches -let;
        • röthlet, weißlet, schwärzlet u.s.f.
        • Die Schweden sagen auf eben dieselbe Art
          • rödlett, hwitlett, für röthlich, weißlich,
          • welche Ihre von dem noch in dieser Sprache gangbaren Hauptworte Let, Lit, die Farbe, ableitet,
          • und es kann seyn, daß im Deutschen ehedem eben ein solches Hauptwort üblich gewesen,
            • von welchem die gedachten Oberdeutschen Beywörter ihr let, leicht und licht entlehnet haben.
            • Im Hochdeutschen werden sie am häufigsten auf -lich gemacht,
              • welches einen eben so guten Verstand gibt.
            • In den Niederdeutschen Mundarten setzet man dafür die Sylbe an- voran,
  2. Hat diese Sylbe
    • auch die Kraft, Nebenwörter aus Beywörtern zu bilden,
      • und zwar solche,
        • welche als eine Figur der vorigen Bedeutung,
        • eigentlich eine Art und Weise bedeuten,
        • aber hernach auch sehr häufig für die adverbische Form des Beywortes selbst gebraucht werden.
          • Klärlich, auf eine klare Art, und hernach auch klar, d.i. deutlich, selbst.
          • So auch höchlich, gütlich, sichtbarlich, bitterlich weinen, treulich, gänzlich, erstlich, wahrlich, säuberlich, sicherlich, mißlich, freylich, kühnlich, leichtlich, schwerlich
          • u.s.f.
        • Wo denn dieses -lich zuweilen auch solchen Beywörtern angehänget wird,
          • welche vermittelst der Endungen -ig, -bar, -sam und -haft zu Beywörtern gebildet worden;
            • gleichfalls in der Absicht, Nebenwörter daraus zu bilden.
              • Ewiglich, inniglich, gnädiglich, listiglich, gehorsamlich, dankbarlich, sichtbarlich
              • u.s.f.
          • Im Hochdeutschen sind diese Nebenwörter
            • größten Theils veraltet,
            • wenigstens in der edlern Schreibart,
            • weil man dafür lieber das Beywort in der adverbischen Form selbst gebraucht;
              • ewig, gnädig, listig,
              • u.s.f.
          • Die Oberdeutsche Mundart,
            • welche die Begriffe und Sylben so gern auf eine unnöthige Art häuft,
            • gebraucht sie noch ohne alle Einschränkung,
              • selbst als Beywörter;
              • ein meineidigliches Betragen, für ein meineidiges,
              • mächtiglich, fleißiglich,[5] brünstiglich
              • u.s.f.
            • Da man denn auch den Beywörtern, welche eigentlich kein -ig am Ende haben,
              • vor der Bildung noch ein unnöthiges -ig aufzudringen,
              • und an dem -lich in der adverbischen Gestalt noch ein -en zu hängen pflegt;
                • jämmerlichen, herziglichen, wonniglichen, trauriglichen u.s.f.

IV. Partikeln, deren doch nur wenige sind.

Öffentlich, von offen, widerlich, innerlich, äußerlich,

  • und vielleicht noch einige andere,
    • welche zum Theil aber auch von den gleichlautenden Beywörtern
      • offen, innere, äußere,
      • herkommen können.

Anm.

Man muß die mit dieser Sylbe gemachten Wörter

  • nicht mit denjenigen verwechseln,
    • wo einem mit -l sich endigenden Worte das -ig angehänget wird.
      • Adelig, kitzelig, billig, selig, hügelig
        • u.s.f.
    • kommen von
      • Adel, Kitzel, Bill, Sal und Hügel her,
      • und müßten,
        • wenn sie mit dieser Sylbe zusammen gesetzet werden sollten,
          • adellich, kitzellich, hügellich u.s.f. heißen.
      • Indessen gibt es doch auch Fälle,
        • wo bey einem zusammen kommenden doppelten -l (-ll)
          • das eine weggeworfen wird,
            • wie in untadelich.
        • In den Hauptwörtern Zwillich und Drillich
          • ist die letzte Sylbe ein eigenes Hauptwort,
          • welches zu dem Geschlechte des Lat. Licium gehöret.

Die mit dieser Sylbe verbundenen Wörter

  • verwandeln die Vocale a, o und u der zweyten und dritten Sylbe vom Ende
  • in den meisten Fällen in die verwandten Laute ä, ö, und ü.
    • Erträglich, sträflich, nützlich, körperlich
    • u.s.f.
  • Dagegen viele dieselben unverändert behalten;
    • erbaulich, laulich, wunderlich, sonderlich, ordentlich.

In sehr vielen Fällen

  • lassen sich aus diesen Beywörtern vermittelst der Ableitungssylbe -keit Hauptwörter bilden;
    • Höflichkeit, Seligkeit, Beharrlichkeit
    • u.s.f. s. -keit.
  • Ehedem hängte man nur ein -e daran, ähnliche Abstracta daraus zu bilden;
    • Armlichi, Notk. Ärmlichkeit,
    • Armuth, Elend, Sangleiche, Melodie, Willeram;
      • welche Form aber veraltet ist.
  • Auch Zeitwörter wußte man aus solchen Bey- und Nebenwörtern zu machen.
    • Guoudlichan, guotlichen, gefallen, bey dem Willeram und Notker,
    • mislichen, mißfallen, bey dem Willeram.
    • Auch diese sind größten Theils veraltet;
      • doch hat man noch die Zeitwörter
        • ehelichen, verherrlichen,
        • und vielleicht noch einige andere.
Es gilt auch von dieser Ableitungssylbe, was von den meisten übrigen gilt,
  • nehmlich, daß es nicht in unsrer Willkühr stehet,
    • nach eigenem Gefallen neue Wörter vermittelst derselben zu bilden,
    • obgleich in einigen Fällen, welche aber doch der Analogie sehr genau angemessen seyn müssen, dieses Recht erlaubt ist.

Diese Ableitungssylbe,

  • welche bey den ältern Schriftstellern oft -leich, -licho, lautet,
    • ist sehr alt,
    • und fast in allen Europäischen Sprachen anzutreffen.
  • Im Angelsächsischen lautet sie -lic,
    • im Engl. -ly,
    • im Schwed. und Dän. -lig, und
    • im Lat. -lis,
      • regalis, puerilis
      • u.s.f.
  • Es ist wohl gewiß,
    • daß es eben dasselbe Wort ist,
      • welches mit dem vorgesetzten Gaumenlaute jetzt bey uns gleich lautet,
      • und in vielen der vorhin angezeigten Fälle
        • ist die erste und eigentliche Bedeutung dieses Wortes noch vorhanden,
        • von welcher die übrigen bloß Figuren sind.
        • S. gleich.
  • Die Fürwörter
    • solch, talis, und welch, qualis,
    • sind mit Ausstoßung des -i gleichfalls daraus gebildet.
    • S. diese Wörter.
  • In jähling und vielleicht noch einigen andern
    • hat sich ein -n mit eingeschlichen,
    • S. -ling.
  1. ↑ Quelle: Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 2. Leipzig 1796, S. 2045-2048. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20000298212; Lizenz: Gemeinfrei, Faksimiles: 2045 | 2046 | 2047 | 2048; Kategorien: Lexikalischer Artikel
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